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DE1063117B - Verfahren und Vorrichtung zum Kondensieren von sublimierbaren Metallchloriden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Kondensieren von sublimierbaren Metallchloriden

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Publication number
DE1063117B
DE1063117B DEC14897A DEC0014897A DE1063117B DE 1063117 B DE1063117 B DE 1063117B DE C14897 A DEC14897 A DE C14897A DE C0014897 A DEC0014897 A DE C0014897A DE 1063117 B DE1063117 B DE 1063117B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
condensation
walls
vapors
chloride
chlorination
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC14897A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Kern
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1063117B publication Critical patent/DE1063117B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/20Obtaining niobium, tantalum or vanadium
    • C22B34/24Obtaining niobium or tantalum
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D7/00Sublimation
    • B01D7/02Crystallisation directly from the vapour phase
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G35/00Compounds of tantalum

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Kondensieren von sublimierbaren Metallchloriden Die Kondensation von Chloriden, wie Fe Cls, Al Cl3, Ta Cl und Nb Cl,;, direkt in den festen Zustand bietet insofern verfahrenstechnisch einigc Schwierigkeiten, als vermieden werden muß, daß sich die Chloride an den Wänden des Kondensationsraumes krustenförmig absetzen. Als ganz besonders schwierig erweist sich die Kondensation der Oxychloride von Xiob und Tantal. Diese Verbindungen, die bekanntlich beim Chlorieren von Erzkohlegemischen mit Chlorgas bei 600 bis 10000 C in beträchtlicher Menge neben den entsprechenden Pentachloriden entstehen, zeigen nur schlechte Kristallisationstendenz und eine ausgesprochene Neigung zur Bildung sehr harter Beläge an Flächen, deren Temperatur niedriger ist als die Dampftemperatur der Chlorierungsprodukte. Durch eine Krustenbildung wird nicht nur die Austragung des Produktes kompliziert, sondern auch die Abführung der Kondensationswärme der Festchloride erschwert.
  • Die Krustenbildung kann sogar zur Verstopfung der Apparatur und somit oft zu unerwünschten Unterbrüchen bei der kontinuierlichen Herstellung von Chlorierungsprodukten aus niob- und tantalhaltigen Erzen führen.
  • Zur Verhinderung der Krustenbildung sind verschiedene Mittel vorgeschlagen worden, z. B. mechanische Vibration der Wandungen der Kondensationskammer durch Hämmern, Klopfen, Vibrieren mit Hilfe eines Vibrators. Zur Ablösung gebildeter Krusten wurden ferner mechanische Schabvorrichtungen in den Kondensator eingebaut. Alle diese Maßnahmen bringen konstruktive Komplikationen mit sich, indem mechanisch bewegte Teile verwendet werden.
  • Es ist bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden, um Metallchlorverbindungen aus durch chlorierende Röstung gewonnenen Gasen zu gewinnen, indem den heißen Reaktionsgasen Chlor oder ChlorwasserstoW oder ein Gemisch beider untereinander oder mit fremden Gasen zugesetzt wird. Es sind ferner Vorrichtungen bekanntgeworden zur Gewinnung sublimierender Substanzen, indem man in die entsprechenden Dämpfe durch eine in das Kondensiergefäß hineinragende Zuleitung eine Kühlflüssigkeit einsprüht. Diese Anordnungen vermögen aber das Problem der unerwünschten Krustenbildung nicht zu lösen.
  • Es wurde nun gefunden, daß das Problem gelöst werden kann, wenn man die Kondensation in einer Kondensationskammer vornimmt, deren Außenwände gekühlt werden, und dabei dafür sorgt, daß während der Kondensation der dampfförmigen Metallchloride, z. B. der Chlorierungsprodukte aus niob- und tantal haltigen Erzen, die Tendenz zur Krustenbildung dadurch auf einem Mindestwert gehalten wird, daß die Dämpfe mit höchstens minimaler Berührung der Wände des Kondensationsraumes zum festen Zustand abgekühlt werden, so daß mindestens die Hauptmenge der Chlorierungsdämpfe durch Wärmestrahlung im freien Raum fest wird, d. h. ehe sie in Kontakt mit den Wänden der Kondensationszone kommt.
  • Zu diesem Zweck leitet man die heißen, d. h. die auf einer Temperatur oberhalb des Kondensationspunktes befindlichen Chloriddämpfe durch eine heizbare, oberhalb des Kondensationspunktes der Dämpfe gehaltene Zuleitung bis ins Innere einer von außen gekühlten Kondensationskammer, deren Dimensionen und Gestalt so gewählt sind, daß die heißen Chloriddämpfe zum festen Zustand kondensieren, bevor sie die Wände des Kondensationsraumes erreicht haben.
  • Infolgedessen wird die Kondensationskammer um so größer sein, je größer die Geschwindigkeit und je höher die Temperatur der eintretenden Dämpfe ist.
  • Zweckmäßig verwendet man eine vertikale Kondensationskammer, z. B. einen zylinderförmigen Kondenser, worin die Chloriddämpfe von oben eingeleitet werden.
  • Eine zusätzliche Wärmeabfuhr durch Konvektion ergibt sich bei diesem Verfahren, wenn die Chloriddämpfe mit inerten Gasen, wie Kohlenmonoxyd, Kohlendioxyd, Phosgen oder Stickstoff, vermischt sind. Hier können die Temperaturen und Dimensionen von Zuleitung und Kammer so bemessen werden, daß die inerten Gase nach dem Auskondensieren der Metallchloride mit der kühlen Wand der Kammer in Berührung kommen, sich dann mit noch nicht oder noch nicht ausreichend gekühlten Chloriddämpfen mischen und so deren weitere Abkühlung bis zum Festwerden bewirken. Dieser Fall ergibt sich insbesondere im unteren Teil der Kondensationskammer. Eine solche Beimischung inerter Gase ergibt sich besonders bei der unmittelbaren Chlorierung von Niob- und/oder Tantalerzen, weshalb das vorliegende Verfahren besonders vorteilhaft zur Kondensation unmittelbar nach der Chlorierung geeignet ist.
  • Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Kondensationskammer für Durchführung des Verfahrens, und Fig. 2 zeigt eine Variante der Fig. 1.
  • Die Fig. 1 als Ausführungsbeispiel zeigt einen Schnitt durch einen für die Durchführung des vorliegenden Verfahrens verwendbaren Kondensationsraum. Die auf einer Temperatur oberhalb des Kondensationspunktes befindlichen, vorzugsweise mit inerten Gasen, wie C O, C 02, N2, vermischten Chloriddämpfe 10 treten durch die bis zur Mündung 12 auf die Temperatur T1 geheizte, vom Deckel 14 in das Innere der Kammer 16 vorspringende Zuleitung 17 in den durch die Kammer gebildeten Kondensationsraum ein. Vorzugsweise wird die Tempera tur T1 oberhalb der Erstarrungstemperatur der Chloriddämpfe gehalten. Die Beheizung erfolgt bei spielsweise mittels einer Heizwicklung 19. Die Wandungen 18 des Kondensationsraumes 16 werden beispielsweise mittels des Doppelmantels 20 durch Kühlung mit Luft oder eventuell einem flüssigen Wärmeübertragungsmittel auf einer konstanten Temperatur T2 gehalten, wobei die Temperatur T2 niedriger ist als T1. Durch entsprechende Anpassung des Durchmessers und der Länge der Kammer 16 sowie der Temperaturen T1 und T2 an die gegebene Zusammensetzung und Geschwindigkeit der Chloriddämpfe gelingt es, die Gesamtmenge der sublimierbaren Chloride im freien Raum zur Kristallisation zu bringen und damit eine Kondensation an den Wandungen zu verhindern. Entsprechend kann man in einer Apparatur von gegebenen Dimensionen durch Regulierung der Eintrittsgeschwindigkeit der Chloriddämpfe ebenfalls eine Kondensation an den Wandungen der Kondensationskammer verhindern. Die festen Chloride setzen sich im Bodenteil 22 der Kammer ab, während das übrige Gas durch die Rohrleitung 24 austritt. Vorteilhafterweise kann die Zuleitung 17 im Behälter an ihrer Außenfläche mit einer Wärmeisolation 21 versehen sein, um zu verhindern, daß sie durch Strahlung die Kammerwände aufheizt.
  • Die Kondensation der dampfförmigen Chlorierungsprodukte im freien Raum der Kondensationszone kann ferner dadurch gesichert werden, daß gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 zwischen den Wandungen 18 der Kondensationskammer und den aus der Mündung 12 eintretenden Dämpfen ein inertes Gas eingeschaltet wird. Dies Gas wird bei den Anschlüssen 30 eingeführt. Als inertes Gas können z. B. Stickstoff, CO2 oder die von Chlorierungsprodukten befreiten Reaktionsgase verwendet werden.
  • Im letzteren Fall werden die nach Abscheidung der festen Chloride aus der Austrittsleitung 24 ausströmenden Abgase an die Öffnung 30 - wie durch den Pfeil 32 angedeutet - zurückgeleitet. Das inerte, kalte Gas kann darstellungsgemäß den Wandungen entlang oder unmittelbar die Chloriddämpfe umgebend, z. B. durch Verwendung einer konzentrisch um die Dampfzuführung angeordneten und parallel gerichteten Zuleitung, dem Kondensationsraum zugeführt werden.
  • Durch passende Wahl der Temperatur und der Menge des zusätzlich zugesetzten inerten Gases kann eine beträchtliche Menge der Kondensationswärme weggeführt werden, so daß die Chlorierungsprodukte, welche die Wandungen infolge des umgebenden kalten Gasmantels nicht erreichen können, im freien Raum bzw. im Trenngas fest ausfallen.
  • Zum gleichen Zweck kann man auch zwischen den Wandungen des Kondensationsraumes und den eintretenden warmen Chlorierungsgasen an Stelle eines inerten Trenngases flüssige, mit den Metallchloriden nicht reagierende Verbindungen, insbesondere flüssigc Chloride. z. B. Siliciumtetrachlorid, Titantetrachlorid oder Tetrachlorkohlenstoff, vorzugsweise in feinverteilter Form und in solchen Mengen zugeben. daß alle flüssig zugesetzten Chloride verdampfen und in der Dampfphase bleiben, während die festen Chloride ausgeschieden werden. In diesem Fall würde man beispielsweise Zerstäuberdüsen am Ausgang der Anschlüsse 30 einsetzen.
  • Die Kondensationskammer kann aus Nickel, Stahi, vernickeltem oder emailliertem Stahl hergestellt sein.
  • Falls die Wandungen der Kammer unterhalb etwa 1000 C gehalten werden, kommt auch Aluminium als Konstruktionsmaterial der Kondensationskammer in Betracht.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren können in der erfindungsgemäßen Apparatur die verschiedensten, direkt in festen Zustand übergehenden Chlorierungsprodukte unter weitgehender Vermeidung einer Krustenbildung kondensiert werden. Als Ausgangsstoffe kommen insbesondere die durch Chlorieren von Niob und!oder Tantal enthaltenden Erzen erhältlichen Chloride, vor allem solche Chloridgemische in Betracht, die neben Pentachloriden noch Tantal- und vorzugsweise Nioboxychlorid enthalten. Zu solchen Gemischen gelangt man nach an sich bekannten Methoden, z. B. durch Chlorierung eines Gemisches der Oxyde des Niobs und des Tantals mit Chlorgas und einem Reduktionsmittel, wie Kohle, bei 400 bis 10000 C in einem Schacht- oder Rohrofen; hierbei können die üblicherweise in der Technik vorliegenden Gemische mit einem Gehalt an Oxyden des Niobh und des Tantals oder auch die Naturprodukte benutzt werden, die die beiden Elemente meist in Form ihrer Oxyde enthalten, wie z. B. die zwecks Anreicherung gegebenenfalls nachbehandelten Erze, z. B.
  • Niobit, Tantalit und Pyrochlor.
  • Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente; die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
  • Beispiel 1 Unter Verwendung eines auf 7000 vorgewärmten Ofens mit einem Innendurchmesser von 60 mm wurden Briketts aus 80 Teilen Columbiterz und 20 Teilen Ruß in einem kontinuierlichen Chlorstrom von 11/Min. chloriert. Das verwendete Columbiterz setzte sich wie folgt zusammen: 490/o Nb2O5, 250/G Ta2 05 124°/o FeO, 84/o MnO, Rest TiO2, SnO2, WO3. Die bei der Chlorierung entstehenden gasförmigen Chlorierungsprodukte enthalten neben den erwünschten Chloriden des Niobs und Tantals im wesentlichen das ebenfalls flüchtige Eisenchlorid. Die Temperatur im Chlorierungsofen wurde während der Umsetzung auf etwa 7500 gehalten, und die warmen Chlorierungsprodukte wurden mit einer Geschwindigkeit von 40 cm/Sek. durch eine elektrisch auf 4500 gehaltene Zuleitung mit einem Durchmesser von 15 mm von oben in einen zylinderförmigen, vertikalen Kondensationsraum mit einem inneren Durchmesser von 120 mm und einer Höhe von 250 mm eingeleitet. Die Mündung der durch Widerstandsheizung (in Fig. 1 mit 12 bezeichnet) auf 4500 gehaltenen Zuleitung befand sich 50 mm unterhalb des den Kondensations raum abschließenden Deckels. Die Wände des Kondensationsraumes wurden von außen durch einen Luftstrom auf Zimmertemperatur gehalten.
  • Das anfallende kristallisierte Produkt war von feinpulveriger Beschaffenheit, locker und frei fließend.
  • Eine Krustenbildung an den Wandungen trat nicht auf. Geringe Staubniederschläge rutschten von den Wandungen ab, sobald sie eine nennenswerte Masse erreicht hatten.
  • Beispiel 2 Bei einem weiteren Beispiel, unter Verwendung der im Beispiel l erläuterten Anordnung, wurde durch Chlorierung des im Beispiel 1 verwendeten Columbiterzes ein Strom von Chlorierungsprodukten erzeugt, welcher, 30 bis 40 Volumprozent Metallchloriddämpfe enthaltend, mit einer Geschwindigkeit von 30 1/Min. und einer Temperatur von 3000 in den Kondensationsraum eingeleitet wurde. Die Zuführleitung endete 70 mm unterhalb des Deckels im Innern des Kondensers und besaß einen Durchmesser von 30 mm.
  • Der zylindrische Kondenser selbst besaß einen Durch messer von 20 cm und eine Länge von 350 cm. Die Geschwindigkeit des Stromes der Chloriddämpfe betrug beim Austritt aus der Zuleitung in den Kondenser 0,7 m/Sek. Die Wände des Kondensers wurden durch einen Luftstrom auf Zimmertemperatur gekühlt.
  • Das anfallende Produkt war locker und frei fließend. Wurde bei einem Kontrollversuch die Einmündungstemperatur erhöht, so bildeten sich Beläge am Deckel des Kondensers. Wurde dagegen bei gleicher Größe der Einmündungsgeschwindigkeit der zylindrische Kondenserteil verkürzt, so bildeten sich in den Abgasleitungen infolge der unvollständigen Kondensation im Kondenser harte Chloridansammlungen.
  • Beispiel 3 Aus der Chlorierungseinrichtung gemäß Beispiel 1 wurde durch Chlorierung des im Beispiel 1 verwendeten Columbiterzes ein Chlorierungsgemisch erzeugt, welches aus Chloriddämpfen und Reaktionsgasen etwa im Verhältnis 2: 3 zusammengesetzt war. Dieses wurde mit einer Temperatur von 3000 und einer Menge von etwa 200 1/Min. in den Kondenser eingeführt. Der Kondenser besaß zylindrische Form mit einem konisch verengten Bodenteil (gemäß den Zeichnungen) und besaß einen Durchmesser von 800 mm und eine Länge des zylindrischen Teils von 1300 mm.
  • Die Einführungsleitung sprang vom Deckel aus 200 mm in das Innere des Kondenserraumes vor und besaß an der Mündung einen Durchmesser von 200mm. Sie wurde durch Heizung auf der Temperatur der eingeführten Dämpfe (etwa 3000) gehalten.
  • Die Einmündungsgeschwindigkeit betrug 0,1 m/Sek.
  • Zum Zwecke der Kiihlung besaß der Kondenser einen Doppelmantel, in dem eine erzwungene Luftströmung erhalten wurde.
  • Das erhaltene Produkt ergab sich fein- bis grobkristallin bei einer Variation der Einmündungstemperatur innerhalb der Grenze von 250 bis 3500.
  • Die oben beschriebene Apparatur kann auf beliebige Größenordnungen übertragen werden. Für den angestrebten Effekt entscheidend ist einzig, daß die D ampfgeschwindigkeit, der Abstand zwischen der Einmündung der warmen Chloriddämpfe und der zunächstliegenden Wand, die Temperatur der Dämpfe und diejenige der Wandungen des Kondensationsraumes so ins Verhältnis gesetzt werden, daß die Chloriddämpfe im freien Raum vor dem Auftreffen auf die Wandungen fest werden.
  • PATENTANSPRUCEIE 1. Verfahren zum Kondensieren von sublimierbaren Metallchloriden unter weitgehender Vermeidung einer Krustenbildung, insbesondere von Materialien, die Chlorierungsprodukte von Niob und/oder Tantal enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Chlorierungsprodukte in eine Kondensationskammer, deren Außenwände gekühlt werden, durch eine geheizte, oberhalb der Erstarrungstemperatur der Metallchloride gehaltene, in das Innere der Kondensationskammer vorspringende Zuleitung einführt und Eintrittsgeschwindigkeit sowie die Dimensionen und Temperatur der Kondensationskammer so aufeinander abstimmt, daß die Chloride unter höchstens minimaler Berührung der Wandungen des Kondensationsraumes im freien Raum fest werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Wandungen der Kondensationskammer und den eintretenden Dämpfen ein kühles Inertgas eingeleitet wird.
    3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als inertes Gas gekühltes, chloridfreies Reaktionsgas verwendet wird.
    4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch ge.-kennzeichnet, daß als inertes Gas Kohlendioxydgas verwendet wird.
    5. Kondensationskammer zur Durchführung des Verfahrens gemäß Ansprüchen 1 bis 4, gekenn zeichnet durch eine heizbare und/oder isolierte, in das Innere der Kondensationskammer vorspringende Zuleitung der Chloriddämpfe.
    6. Kondensationskammer gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die heizbare, die warmen Chloriddämpfe zuführende Leitung bis zu einem Viertel der Höhe des Kondensations raumes in diesen vorspringt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 576 279; USA.-Patentschrift Nr. 1 644 518.
DEC14897A 1956-06-15 1957-05-25 Verfahren und Vorrichtung zum Kondensieren von sublimierbaren Metallchloriden Pending DE1063117B (de)

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