DD297868A5 - Koronaentladungsanordnung mit verbesserter beseitigung von durch die koronaentladung entstehendnen schaedlichen substanzen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Koronaentladungsanordnung mit verbesserter Beseitigung von durch die Koronaentladung entstehenden schaedlichen Substanzen. Sie enthaelt eine Koronaentladungsvorrichtung mit einer Koronaelektrode und einer Auffangelektrode in einem bestimmten Abstand zur Koronaelektrode. Die Elektroden sind an eine Gleichstromquelle angeschlossen, die eine solche Spannung besitzt, dasz auf der Koronaelektrode eine Koronaentladung stattfindet. Zum Zwecke der Entfernung der durch die Koronaentladung erzeugten schaedlichen und aetzenden Substanzen ist ein Saugkanal vorgesehen, der eine Einlaszoeffnung oder Drossel besitzt, die sich in unmittelbarer Naehe der Koronaelektrode befindet. Der uebrige Teil des Saugkanals ist bezueglich des Raumes, in dem die Koronaelektrode und die Auffangelektrode untergebracht sind, eingeengt. Im Saugkanal oder neben der Kanaloeffnung ist eine zusaetzliche Elektrode befestigt, die an ein Gleichstrompotential angeschlossen ist, das bezueglich des Potentials der Koronaelektrode die gleiche Polaritaet wie das Potential der Auffangelektrode aufweist, so dasz von der Koronaelektrode zur zusaetzlichen Elektrode ein Ionenstrom auftritt, der einen Luftstrom ueber die Koronaelektrode und ueber die Kanaloeffnung in den Saugkanal erzeugt. Fig. 1{Koronaentladung; Substanzen, schaedlich, aetzend; Saugkanal; Einlaszoeffnung; Drossel; Gleichstrompotential; Ionenstrom; Auffangelektrode}
Description
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung bei Koronaentladungsanordnungen zur Beseitigung und Unschädlichmachung dir potentiell schädlichen gasförmigen Produkte, speziell Ozon und Stickstoffoxide, die durch aine Koronaentladung entstehen.
Eine Koronaentladungsanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung besteht im wesentlichem aus mindestens einer Koronaelektrode und mindestens einer Auffangeleketrode. Die Korona- und die Auffangelektrode sind räumlich voneinander getrennt, und jede der Elektroden ist an den entsprechenden Pol einer Gleichstromquelle angeschlossen, wobei die Koronaelektrode und die Polspannung der Gleichstromquelle so konfiguriert sind, daß an der Koronaelektrode eine Koronaentladung erfolgt. Diese Koronaentladung führt zur Erzeugung elektrisch geladener Luftionen, die die gleiche Polarität wie die Koronaelektrode besitzen. Diese Luftionen wandern unter dem Einfluß des elektrischen Feldes zur Auffangelektrode, an die sie ihre elektrische Ladung abgeben.
Koronaentladungsanordnungen prinzipieller Konstruktion sind in der Praxis in vielen unterschiedlichen Formen anzutreffen und werden für viele unterschiedlich^ Zwecke eingesetzt. So werden zum Beispiel derartige Koronaentladungsanordnungen in beträchtlichem Umfang bei EIt ktroluftfiltern eingesetzt. In diesem Fall laden die durch die Koronaentladung erzeugten Luftionen die in der Luft in Form von Aerosolen vorhandenen Verunreinigungen wie Teilchen und/oder Flüssigkeitströpfchen elektrisch auf. Diese elektrisch geladenen Verunreinigungen werden der Luft entzogen, indem sie von Auffangflächen entgegengesetzter Polarität angezogen und an diese gebunden werden. Derartige Koronaentladungsanordnungen werden auch in Luftverteilungssystemen eingesetzt, in denen die Luftströme mit Hilfe des sogenannten elektrischen Ionen- oder Koronawinds getrieben werden.
!n der Literatur sind zahlreiche unterschiedliche Konstruktionen derartiger Luftverteilungssysteme beschrieben, zum Beispiel in den Internationalen Patentanmeldungen PCT/SE85/00539, PCT/SE86/00548, PCT/SE87/00595 und PCT/SE88/00365. Koronaentladungsanordnungen mit ähnlichem prinzipiellen Aufbau werden auch in verschiedenen anderen Geräten eingesetzt, wie zum Beispie! in Elektrokopierern und Laserdruckern.
Ein hinreichend bekanntes und nicht einfach zu lösendes Problem hinsichtlich des Einsatzes derartiger Koronaentladungsanordnungen in Räumen oder an Orten, in oder an denen sich Menschen aufhalten, zum Beispiel in Wohngebäuden oder am Arbeitsplatz, und auch in Lüftungs- und Luftbehandlungssystemen, die Verbindung zu solchen Räumen oder Orten haben, besteht darin, daß bei der Koronaentladung chemische Verbindungen entstehen, hauptsächlich Ozon und Stickstoffoxide, die oftmals Reizungen hervorrufen und bei Vorhandensein von übermäßigen Mengen sogar schädlich für den Menschen sein können. Es isi ebenfalls bekannt, daß bei einer Koronaentladung starke und unangenehme Gerüche entstehen, die sich selbst nach Beendigung des Koronaentladungsprozesses und nach der Dispersion des durch diesen Prozeß erzeugten Ozons noch halten. Das Wesen dieser gasförmigen Geruchsstoffe ist gegenwärtig nicht bekannt, obwohl davon ausgegangen werden kann, daß sie im Ergebnis chemischer Veränderungen der aus der Luft stammenden organischen Verbindungen in der stark reaktionsfähigen Plasmaschicht der Koronaentladung auftreten. Die durch die Entladung entstehenden Geruchsstoffe können aus diesem Grunde potentiell sehr schädlich sein.
Sämtliche dieser unerwünschten, initiierenden oder schädlichen Substanzen werden in unmittelbarer Umgebung der Koronaelektrode erzeugt und verteilen sich in der Umgebungsluft. Die Substanzen bilden sich mit einer Geschwindigkeit, die von der Stärke des elektrischen Koronastromes abhängig ist, und durch eine negative Koronaentladung werden wesentlich höhere Konzentrationen an Verunreinigungsstoffen als durch eine positive Koronaentladung erzeugt. Das Problem existiert jedoch auch bei positiven Kcronaentladungen weiter. Diese Entstehung von Schad- oder Reizstoffen hat die Einsatzmöglichkeiten von Koronaentladungsanordnungen in der Umgebung des Menschen ernsthaft eingeschränkt und hat zur Folge, daß der bei derartigen Anordnungen eingesetzte Koronastrom begrenzt werden muß. Diese Begrenzung der Koronastromstärke steht jedoch im Widerspruch zum angestrebten Zweck solcher Koronaentladungsanordnungen, nämlich der Erzeugung einer großen Anzahl elektrisch geladener Luftionen.
Eine Lösung zu diesem Problem ist in der Internationalen Patentanmeldung PCT/SE87/00183 beschrieben, gemäß der die in unmittelbarer Nähe der Koronaelektrode befindliche Luft als Träger der unerwünschten und schädlichen Substanz kontinuierlich entfernt wird, zum Beispiel durch Absaugen über ein Rohrkanalelement, das mit einer Einlaßdrossel versehen ist, die sich in unmittelbarer Nähe zur Koronaelektrode befindet und durch die die aus der Nähe der Elektrode abgezogene verunreinigte Luft entweder zu einem Luftfilter geleitet wird, in dem die Luft zum Beispiel mittels Sorptionsmitteln von ihren Verunreinigungen befreit wird, oder zu einem Ort, an dem die Luft und die von ihr getragenen Substanzen sicher in die Umgebung, zum Beispiel ins Freie, entweichen kann. Diese Lösung des betreffenden Problems ist im Prinzip richtig und läßt sich auch in der Praxis anwenden.
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In der vorstehend genannten Internationalen Patentanmeldung wird vorgeschlagen, den erforderlichen Luftstrom, der zur Koronaelektrode und in den Saugkanal geleitet wird, mittels ei.ies an den Saugkanal angeschlossenen Lüfters, einer Luftpumpe oder einer dementsprechenden Vorrichtung zu erzeugen. Ein Nachteil dieser Lösung besteht jedoch darin, daß der Einbau eines Lüfters, einer Luftpumpe oder einer ähnlichen Vorrichtung zu diesem Zweck sowohl Kosten als auch Platz in Anspruch nimmt und daß das Vorhandensein eines solchen Lüfters, einer Luftpumpe usw. darüber hinaus den durch das System insgesamt erzeugten Geräuschpegel wesentlich erhöht. In der vorstehend aufgeführten Internationalen Patentanmeldung wird des weiteren vorgeschlagen, die verunreinigte Luft eventuell mit Hilfe jener Luft, die bereits an der Koronaelektrode und an der Auffangelektrode der Koronaentladungsanordnung vorbeiströmt, durch die Einlaßdrossel des Saugkanals zu leiten, wobei dieser Luftstrom zum Beispiel durch einen Außenlüfter aufrechterhalten oder durch den von der Koronaelektrode zur Auffangelektrode strömenden lonenwind erzeugt werden kann, wodurch die Notwendigkeit des Anschlusses eines getrennten Lüfters, einer Luftpumpe oder einer dementsprechenden Vorrichtung an den Ssugkanal entfällt. Bei dieser Lösung muß jedoch die Einlaßdrossel des Saugkanals in Richtung des vorherrschenden Lu';stroms unmittelbar hinter der Koronaelektrode und auch sehr nahe an dieser angeordnet werden, was in vielen Fällen eine unannehmoare strukturelle Konfiguration der Koronaentladungsanordnung erfordern würde.
Um eine wesentliche Menge der durch die Koronaentladung erzeugten schädlichen Substanzen durch den Saugkanal abziehen zu können, muß im allgemeinen der die Verunreinigungen befördernde Luftstrom sehr nahe an di6 Koronaelektrode und von doit aus schnell durch die Einlaßdrossel und in den genannten Saugkanal geleitet werden, 6a diese Verunreinigungen in unmittelbarer Nähe der Koronaelektrode erzeugt werden und sich oft schnell in der Umgebungsluft verteilen. Es hat sich in vielen Fällen herausgestellt, daß dies bei Anwendung der in der vorstehend aufgeführten Internationalen Patentanmeldung beschriebenen Methode in der Praxis schwer mit dem angestrebten Wirkungsgrad zu erreichen ist. Es wurde ebenfalls herausgefunden, daß die Seite des Saugkanals oder Rohres, die sich in unmittelbarer Nähe der Koronaelektrode befindet, oftmals eine ungünstige Abschirm- oder Störwirkung auf die Koronaelektrode hat, so daß es schwierig ist, die angestrebte Koronaentladung zu erzeugen oder aufrechtzuerhalten, ohne die Spannungsdifferenz zwischen der Korona- und der Auffangelektrode zu erhöhen oder den Abstand zwischen diesen Elektroden zu verringern. Derartige Erhöhungen der Spannungsdifferenz oder Verringerungen des Abstands zwischen den Elektroden sind jedoch nicht erstrebenswert, da die allgemeinen Bemühungen darauf gerichtet sind, den größtmöglichen lonenfluß von der Koronaelektrode zur Auffangelektrode bei niedrigstmöglicher Spannung und beträchlichem Abstand zwischen der Korona- und der Auffangelektrode zu erzeugen. Das zuletzt genannte Kriterium ist vor allem dann von Bedeutung, wenn die Koronaentladungsanordnung zum Treiben von Luftströmen mittels des sogenannten lonenwinds eingesetzt wird.
Ziel der Erfindung ist es, die genannten Mängel zu beseitigen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten Anordnung zur Gewinnung und Unschädlichmachung der schädlichen Substanzen, die durch die Koronaentladung einer Koronaentladungsanordnung erzeugt werden, wobei diese verbesserte Anordnung auf dem in der Internationalen Patentanmeldung PCT/SE 87/00183 beschriebenen Prinzip basiert, gemäß dem die in der unmittelbaren Nähe der Koronaelektrode vorhandene und die Schadstoffe befördernde Luft kontinuierlich abgesaugt wird und das eine wirksame Lösung für das vorstehend diskutierte Problem darstellt, das bei der Anwendung dieser bekannten Technik bestehen bleibt.
Erfindungsgemäß wird eine zusätzliche Elektrode im Saugkanal oder neben der in der Nähe der Koronaelektrode angeordneten Einlaßdrossel des Kanals befestigt, wobei diese zusätzliche Elektrode an ein Potential anzuschließen ist, das hinsichtlich des Potentials der Koronaelektrode die gleiche Polarität wie die Auffangelektrode besitzt. Diese Anordnung führt zur Wandung von Luftionen von der Koronaelektrode zur zusätzlichen Elektrode, so daß ein lonenwind erzeugt wird, der von der Koronaelektrodo über die in der Nähe der Koronaelektrode befindliche Einlaßdrossel des Saugkanals in den Saugkanal strömt. Da dieser Luftstrom durch die von der Koronaolektrode zur Auffangelektrode wandernden Luftionen getrieben wird, passiert er die Koronaelektrode in unmittelbarer Nähe. Bei dieser Vorgehensweise hat es sich als möglich erwiesen, praktisch alle durch die Koronaentladung an der Koronaelektrode erzeugten schädlichen oder gefährlichen Substanzen in den Saugkanal zu befördern, so daß sich nur eine zu vernachlässigende oder sehr geringe Menge dieser Substanzen direkt in der Umgebungsatmosphäre verteilt. Es hat sich ebenfalls herausgestellt, daß durch die im Saiigkanal oder neben dessen Einlaßdrossel angeordnete zusätzliche Elektrode das Problem des Abschirm- oder Störeffektes des Saugkanals auf die Koronaelektrode beseitigt wird. Stattdessen wurde festgestellt, daß die zusätzliche Elektrode als Erregerelektrode wirkt, die die Erzeugung der Koronaentladung an der Koronaelektrode erleichtert und fördert, so daß sich mit einer kleineren Potentiale.fferenz und/oder einem größeren Abstand zwischen der Koronaelektrode und der Auffangeleketrode eine effektivere und stabilere Koronaentladung erreichen läßt. Die im Saugkanal befestigte Vorrichtung umfaßt ein Filterelement, das einen Stoff enthält, der die durch den genannten Luftstrom beförderten schädlichen Substanzen adsorbieren/absorbieren kann.
Der Saugkanal hat Verbindung zu einer Umgebung, zum Beispiel der Außenatmosphäre, in die die schädlichen Substanzen gefahrlos entweichen können.
Es ist vorteilhaft, wenn die Koronaelektrode ein oder mehrere drahtförmige Elektrodenelemente umfaßt, die sich über die genannte Öffnung des Saugkanals erstrecken, wobei die Koronaelektrode auch einen Feindrahtring umfassen kann, der gegenüber der Saugkanalöffnung in geringem Abstand von der genannten Öffnung in einer Ebene angeordnet ist, die im wesentlichen parallel zur Ebene der genannten Öffnung liegt.
Zweckmäßig hat der der Koronaelektrode am nächsten gelegene Teil des Saugkanals die Form eines mit einer offenen Seite versehenen Rohres.
hat, das eine verschlossene Seite besitzt und dessen zylindrische Wand mit ein oder mehreren Öffnungen versehen ist; und daßsich die Koronaelektrode über die genannten Öffnungen erstreckt.
ein Potential mit der gleichen Polarität bezüglich der Koronaelektrode wie die zusätzliche Elektrode angeschlossen. Vorteilhaftbildet das Filterelement ebenfalls die zusätzliche Elektrode.
negativen Pol der Gleichstromspannungsquelle angeschlossen sind und bei der die Spannungsquelle eine zwischengeschaltete
genannte Widerstand wird durch ein Koronaentladungselement gebildet, das eine luftdichte Kammer umfaßt, deren Wändezumindest teilweise elektrisch leiten und geerdet sind, wobei eine eingebaute Koronaelektrode, die sich in der Kammer befindetan die zusätzliche Elektrode angeschlossen ist.
elektrisch isolierte Soitenwände und die eingebaute Koronaelektrode umfaßt eine drahtförmige Elektrode, die axial in der
mittels der erfindungsgemäßen Anordnung wirksam abgezogen werden, stellt dies keinen Nachteil dar. Somit kann aufgrundder Tatsache, daß durch die erfindungsgemäße Anordnung der Abschirmeffekt des Saugkanals auf die Koronaelektrodebeseitigt wird, die Einlaßdrossel des Saugkanals ohm Nachteile in unmittelbarer Nähe der Koronaelektrode angeordnet werden,wodurch sich der Wirkungsgrad der Anordnung weiter erhöht.
Die erfindungsgemäße Anordnung kann in der Praxis viele unterschiedliche Formen annehmen, was anhand der folgenden Beschreibung einer Reihe von Ausführungsbeispielen der Erfindung deutlich wird, die sich auf die beigefügten schematischen Darstellungen beziehen. Es zeigen
Fig. 1: eine erste Ausführungsform der Erfindung, die in eine Anordnung zur Verteilung von Luft mittels lonenwind eingebaut ist; Fig. 2: eine zweite Ausführungsform der Erfindung, die in eine Anordnung zur Verteilung von Luft mittels lonenwind eingebaut
ist; Fig. 3: eine dritte Ausführungsform der Erfindung, die in eine Anordnunp 71T Verteilung von Luft mittels lonenwind eingebaut
ist; Fig.4: eine vierte Ausführungsform der Erfindung, die in eine Anordnung zur Verteilung von Luft mittels lonenwind eingebaut
ist; Fig. 5: eine fünfte Ausführungsform der Erfindung, die in eine Anordnung zur Verteilung von Luft mittels lonenwind eingebaut
ist; Fig. 6: eine sechste Ausführungsform der Erfindung, die in eine Anordnung zur Verteilung von Luft mittels lonenwind und zur
gleichzeitigen Reinigung der genannten Luft eingebaut ist; Fig. 7: eine siebente Ausführungsform der Erfindung, die in eine Koronaentladungsanordnung eingebaut ist, die zur Erzeugungelektrisch geladener Luftionen in einem durch einen Lüfter getriebenen Luftstrom vorgesehen ist.
Fig. 1 veranschaulicht schematisch und im Axialschnitt eine Beispielsanordnung, bei der mittels lonenwind ein Luftstrom durch einen Luftkanal 1 getrieben werden soll, der in dem dargestellten Teil einen rechteckigen Querschnitt besitzt. Die Anordnung umfaßt die bereits bekannte Koronaelektrode K in Form eines Drahtes, der quer durch die Mittelebene des Luftkanals 1 verläuft, und eine Auffangelektrode M in Form von zwei flachen plattenförmigen Elektrodenelementen, die sich nahezu parallel zueinander in Längsrichtung des Luftkanals 1 erstrecken. Die Koronaelektrode K und die Auffangelektrode M sind beide an den entsprechenden Pol einer Gleichstromspannungsquelle 2 angeschlossen, zwischen die ein Masseabzweig geschaltet ist, so daß die Koronaelektrode K und die Auffangelektrode M elektrische Potentiale mit unterschiedlichen Polaritäten bezüglich der Masse besitzen. Eine derartige Anordnung ist in der Praxis von Bedeutung, da sich das maximale Hochspannungspotential der Anordnung bezüglich der Masse verringert. An der Koronaelektrode K findet eine Koronaentladung statt, durch die elektrisch geladene Luftionen erzeugt werden, die zur Auffangelektrode M wandern, an die die Ionen ihre elektrische Ladung abgeben. Diese Ionenwanderung treibt einen Luftstrom, den sogenannten lonenwind, in der durch den Pfeil 3 angegebenen Richtung durch den Luftkanal 1, und zwar auf eine Weise, die zum Beispiel aus den in der Einleitung zitierten Internationalen Patentanmeldungen bekannt ist. Die Anordnung kann darüber hinaus in bekannter Weise eine längliche Abschirmelektrode S umfassen, die parallel zur und in Strömungsrichtung vor der Koronaelektrode K angeordnet und an das gleiche Potential, wie die genannte Elektrode angeschlossen ist. Durch das Vorhandensein der Abschirmelektrode S wird die Ionenwanderung und somit der unerwünschte lonenwind entgegen der Strömungsrichtung von der Koronaelektrode K aus verhindert. Zum Zwecke des Abzugs und der Unschädlichmachung der in der Nähe der Koronaelektrode K durch eine Koronaentladung an dieser Elektrode erzeugten schädlichen Substanzen ist ein Saugkanal oder Rohr 4 vorgesehen, das sich axial innerhalb des Luftkanals 1 erstreckt und mit einer Öffnung oder Drossel 4a versehen ist, die unmittelbar hinter der Koronaelektrode K angeordnet ist und dieser gegenüberliegt. Der Saugkanal 4 ist so koi ifiguiert, daß seine Drossel 4a, die der Koronaelektrode K gegenüberliegt, eine Längsausdehnung besitzt, die der Länge der Koronaelektrode K entspricht. Im Saugkanal 4 oder neben der Einlaßdrossel 4a des Saugkanals 4 ist eine zusätzliche Elektrode E angeordnet, deren Längsausdehnung vorzugsweise der Länge der Koronaelektrode K entspricht und die an ein Potential angeschlossen ist, das bezüglich des Potentials der Koronaelektrode K die gleiche Polarität wie die Auffangelektrode M besitzt. Die zusätzliche Elektrode E gemäß der veranschaulichten Ausführungsform ist an Masse angeschlossen. Obwohl der Anschluß der zusätzlichen Elektrode E an Masse unter dem Aspekt der Regelung der an diese Elektrode angelegten Stromstärke praktisch ist, ist ein solcher Anschluß natürlich
nicht unbedingt notwendig. Das Vorhandensein der zusätzlichen Elektrode E führt dazu, daß ein !'eil der durch die Koronaentladung an der Koronaelektrode K erzeugten Luftionen zur zusätzlichen Elektrode wandert und dabei einen lonenwind erzeugt, der von der Koronaelektrode K zur zusätzlichen Elektrode Hündin den Saugkanal 4 strömt. Der durch diesen lonenwind erzeugte Luftstrom 8 passiert die Koronaelektrode K in unmittelbarer Nähe und strömt über die Einlaßdrossel 4 a des Saugkanals 4 in den Saugkanal 4, wodurch praktisch alle in unmittelbarer Nähe der Koronaelektrode K erzeugten schädlichen Substanzen von dieser Elektrode abgezogen und durch den Saugkanal 4 oder das Saugrohr befördert werdon. Diese schädlichen Substanzen werden durch den Saugkanal 4 entweder zu einem Luftfilter geleitet, zum Beispiel zu einem Kohlefilter, in dem die schädlichen Substanzen auf chemischem Wege aus dem verunreinigten Luftstrom extrahiert werden, oder zu einem Ort, an dem die verunreinigte Luft sicher entweichen kann.zum Beispiel in die Atmosphäre außerhalb des Gebäudes, in dem die Anordnung untergebracht ist, was in der bereits erwähnten Internationalen Patentanmeldung PCT/SE 87/00183 beschrieben ist. Es wurde herausgefunden, daß sich die vorstehend erwähnten schädlichen Substanzen bei dieser Vorgehensweise sehr wirksam entfernen lassen und sich nicht in dem den Luftkanal 1 passierenden Luftstrom 3 verteilen können. Das Vorhandensein der zusätzlichen Elektrode E im Saugkanal 4 dient auch der Verringerung des Abschirm- und Störeffektes des Saugkanals 4 auf die Koronaelektrode K.
Die zusätzliche Elektrode E kann auch eine Erregerwirkung auf die Koronaentladung haben, so daß diese Entladung bei einer kleineren Potentialdifferenz oder einem größeren Abstand zwischen der Koronaelektrode E und der Auffangelektrode M aufrechterhalten werdon kann.
Zur Anpassung der Stärke des zur zusätzlichen Elektrode E geleiteten Koronas't oms, teils im Hinblick auf absolute Werte und teils bezüglich der Stärke des zur Auffangelektrode geleiteten Koronastroms, und auch zur Einstellung des Potentials der zusätzlichen Elektrode E auf die entsprechenden Werte kann die zusätzliche Elektrode E über einen Widerstand 5 mit einem entsprechend angepaßten Widerstand an die Gleichstromquelle 2 oder, wie im Falle der veranschaulichten Ausführungsform, an Masse angeschlossen werden. Im Hinblxk auf die verursachten großen Potentialdifferenzen in der Größenordnung von 10 kV und die kleinen Koronaströme in der G ößenordnung von 10μΑ könnte der Einsatz von Widerständen mit derart hohen Widarstandswerten notwendig werden, daß die Möglichkeit der Erlangung solcher Widerstände, deren Widerstandswerts mit der erforderlichen Genauigkeit angepaßt werden können, in der Praxis ausgeschlossen ist. Demzufolge kann es gemäß der in Fig. 1 schematisch dargestellten alternativen Ausführungsform von Vorteil sein, die zusätzliche Elektrode E über einen Widerstand in Form eines Koronaentladungspfads an die Spannungsquelle 2 anzuschließen. Dieses „Widerstandselement" umfaßt einen abgeschlossenen Behälter, der in der dargestellten Ausführungsform in Form eines Zylinders besitzt und aus einer elektrisch leitenden Zylinderaußenwand und elektrisch isolierten Stirnwänden besteht und der eine drahtförmige Koronaelektrode 7 umfaßt, die nachstehend als eingebaute Koronaelektrode bezeichnet wird und die sich axial innerhalb des Behälters erstreckt. Die eingebaute Koronaelektrode 7 ist elektrisch an die zusätzliche Elektrode E angeschlossen, während die Zylinderwand des Behälters 6 mit Masse verbunden ist. Durch Anpassung der Größe des Behälters 6 und damit des Abstands zwischen der eingebauten zentralen Koronaelektrode 7 und der Außenwand des Behälters 6, wobei die Außen vand als eingebaute Auffangelektrode fungiert, kann der Koronastrom zwischen der eingebauten Koronaelektrode 7 und (er Außenwand des Behälters 6 und damit auch der genauso große Strom zwischen der Koronaelektrode Kund der zusätzliche. > Elektrode E genau geregelt werden. Das Element 6,7 wirkt somit als genau regelbarer hoher Widerstand zur Bestimmung des Koronastroms von der Koronaelektrode K zur zusätzlichen Elektrode E und auch das Potential der zusätzlichen Elektrode E. Der Behälter 6 kann hermetisch abgedichtet sein, um ein Entweichen der durch die Koronaentladung auf der eingebauten Koronaelektrode 7 erzeugten schädlichen Substanzen in die Umgebung zu verhindern. Es versteht sich, daß die erfindungsgemäße Anordnung in der Praxis natürlich nicht unbedingt sowohl mit einem Widerstand 5 als auch mit dem Widerstandselement 6,7 versehen sein muß und daß die Einbeziehung des Widerstands 5 und des Elements 6,7 in Fig. 1 als Mittel zum Anschluß der zusätzlichen Elektrode E an die Spannungsquelle 2 rein deshalb erfolgte, um die beiden in dieser Hinsicht zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu veranschaulichen.
Fig. 2 veranschaulicht eine Anordnung zum Treiben eines Luftstroms durch einen Luftkanal 1 mit kreisförmigem Querschnitt mit Hilfe eines lonenwindes. Die Anordnung umfaßt in bekannter und vorstehend beschriebener Weise eine Koronaelektrode Kund eine Auffangelektrode M, die im Luftkanal 1 axial voneinander getrennt sind und von denen jede an einen entsprechenden Pol einer Gleichstromquelle 2 angeschlossen ist. Die Auffangelektrode M gemäß der in Fig. 2 dargestellten Austührungsform ist ringförmig, während die Koronaelektrode K zwei d· ahtförmige Elektroden umfaßt, die sich in Form eines Kreuzes schneiden, was am besten in Fig. 2 Azu sehen ist. Die beiden Elektrodenelemente der Koronf.elektrode K sind direkt mit der offenen Seite 4 a eines Saugkanals 4 oder Rohres mit rundem Querschnitt verbunden, so daß sir; sich über die offene Seite 4a erstrecken. Die zusätzlich Elektrode E dieser Ausführungsform ist ebenfalls ringförmig und innerhalb des sich entgegen der Strömungsrichtung erstreckenden Saugkanal 4 angeordnet sowie auf die vorstehend beschriebene Weise an Masse angeschlossen. Durch den lonenfluß von der Koronaelektrode K zur zusätzlichen Elektrode E entsteht ein lonenwind, der entsprechend der schematisch durch die Pfeile dargestellten Weise einen Luftstrom 8 durch die offene Seite 4a des Saugkanals 4 und damit zur Koronaelektrode K erzeugt, so daß die in unmittelbarer Nähe der Koronaelektrode K erzeugten schädlichen Substanzen in den Saugkanal 4 gesaugt werden. Gemäß der schei ,lauschen Darstellung in der Figur kann in den Kanal ein Kohlefilter 9 eingebaut sein, der in der Lage ist, die durch den Luftstrom 8 durch den Saugkanal 4 beförderten schädlichen Substanzen zu extrahieren. Natürlich erhält der lonenfluß von der Koronaelektrode K zur Hauptauffangelektrode M gleichzeitig einen Luftstrom aufrecht, der durch den lonenwind in Richtung des Pfeils 3 durch den Luftkanal 1 getrieben wird.
Die zusätzliche Elektrode E und die Auffangelektrode M der Anordnung gemäß Fig. 2 sind auf einander gegenüberliegenden Seiten der Koronaelektrode K angeordnet. Somit kann selbst dann eine sehr kräftige und hochstabile Koronaentladung an der Koronaelektrode K erreicht werden, wenn die Potentialdifferenz zwichen der Koronaelektrode K und der Auffangelektrode M vergleichsweise niedrig oder der Abstand zwischen den genannten Elektroden relativ groß ist.
Fig. 3 veranschaulicht schematisch und als Schnittdarstellung eine Luftverteilungsanordnung, die mit lonenwind betrieben wird und deren allgemeiner Aufbau in der Internationalen Patentanmeldung PCT/SE 88/00365 (Fig. 6,7) beschrieben und dargestellt ist. Das Gehäuse oder Luftkanal 1, in dem die Anordnung untergebracht ist, ist rechteckig in der Ebene, die senkrecht zur Zaichnungsebene liegt, und besitzt eine in der Mitte befindliche Einlaßöffnung 1 a für den durch den lonenwind erzeugten Luftstrom 3 sowie zwei mit 1 b und 1 c bezeichnete, einander gegenüberliegende Auslaßöffnungen, die im wesentlichen im
rechten Winkel zur Einlaßöffnung 1 a liegen. Die drahtförmige Koronaelektrode K, die beiden plattenförmigen Auffangelektroden Mund die Abschirmelektrode S sind entsprechend der Beschreibung in der vorstehend aufgeführten Internationalen Patentanmeldung angeordnet und mit der Gleichstromquelle 2 verbunden, so :laß auf eine Weise, die der Beschreibung in der genannten Internationalen Patentanmeldung ähnlich ist, ein Luftstrom 3 durch das Gehäuse 1 der genannten Anordnung entsteht. Zur Extraktion der in der Nähe der Koronaelektrode K entstehenden schädlichen Substanzen bildet die Rückwand 1 d des Luftkanals 1 in diesem Gehäuse einen Saugkanal 4, der der Koronaelektrode K axial gegenüberliegt. Im Saugkanal 4 oder neben dessen offener Seite 4 a ist eine zusätzliche Elektrode E befestigt, die auf die vorstehend beschriebene Weise über einen Widerstand in Form eines Koronaentladungselements 6,7 an Masse angeschlossen ist. Die Luft, die die schädlichen Substanzen befördert und durch den Saugkanal 4 strömt, wird gemäß der schematischen Darstellung in der Zeichnung veranlaßt, durch ein Sorptionsmittel, zum Beispiel ein Kohlefilter 9, zu strömen, das die schädlichen Substanzen adsorbiert/absorbiert. Bei einer Luftverteilungsanordnung mit dieser Konfiguration kann die Koronaelektrode K sehr nahe an der offenen Seite 4a des Saugkanals 4 plaziert werden, ohne daß der „Freiraum" zwischen der Koronaelektrode K und den Auffangelektroden M versperrt wird.
Fig. 4 veranschaulicht schematisch und als Längsschnitt eine ähnliche Luftverteilungsanordnung, die mit einem lonenwind arbeitet. In diesem Fall hat jedoch das Gehäusa 1, in de η die Anordnung untergebracht ist, eine zylindrische Form in der Ebene, die senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft, so daß eine runde und symmetrische Anordnung geschaffen wird. In einer Wand des Gehäuses 1 ist eine runde Einlaßöffnung 1 a vorgesehen sowie eine periphere, ringförmige Auslaßöffnung 1 b, aus der dei durch den lonenwind erzeugte Luftstrom 3 austritt. Die Auffangelektrode M umfaßt ein zylindrisches Netz oadi Gitter, das zwischen der Frontwand und der Rückwand 1 d des Gehäuses 1 befestigt ist. Der Saugkanal 4, der in der Mitte der Rückwand 1 d gebildet wird und einen runden Querschnitt besitzt, weist in diesem Einzelfall ein geschlossenes Axialende auf, während die zylindrische Wand des genannten Kanals stattdessen mehrere Öffnungen 4a besitzt. Über die Öffnungen 4a erstreckt sich eine drahtförmige Koronaelektrode K, die den Saugkanal 4 umschließt. Die zusätzliche Elektrode K hat die Form eines Netzes oder Gitters und ist so im Saugkanal 4 angeordnet, daß der Koronastrom von der Koronaelektrode K zur zusätzlichen Elektrode E einen Luftstrom 8 erzeugt, der durch einen lonenwind getrieben wird und durch die Öffnungen 4a strömt und dabei in enger Beziehung zur Koronaelektrode K steht. Auf eine der vorstehend beschriebenen ähnlichen Weise kann der Saugkanal 4 einen Auslaß besitzen, in dem sich ein Kohlefilter 9 zur Extraktion schädlicher Substanzen aus dem Luftstrom 8 befindet. Gleichzeitig treibt der Koronastrom von der Koronaelektrode K zur Hauptauffangelektrode M den Luftstrom 3 auf bekannte Weise durch die Anordnung. Die Einlaßöffnung 1 a und die Auslaßöffnung 1 b der Anordnung sind mit einem geerdeten Netz oder Gitter 10 verschlossen, das als Schutz gegen einen unbeabsichtigten Masseschluß mit der Honhspannungskoronaelektrode K und der Auffangelektrode M dient.
Fig. 5 veranschaulicht schematisch und als Längsschnitt eine weitere Ausführungsform einer ionenwindgetriebenen Luftverteilungsanordnung. In diesem Fall besitzt der Luftkanal 1 einen rechteckigen Querschnitt und umfaßt zwei Einlaßöffnungen 1 a, durch die der von einem lonenwind erzeugte Luftstrom 3 in den Luftkanal 1 eintritt. Die Auffangelektrode M umfaßt eine flache Platte, die so in der Mitte des Luftkanals 1 angeordnet ist, daß sie parallel zur Längsausdehnung des genannten Kanals liegt. Sie umfaßt darüber hinaus zwei längliche Stäbe Ma. Die Stäbe Ma sind von der Platte aus entgegen der Strömungsrichtung und parallel zur genannten Platte angeordnet. Die Koronaelektrode K hat die Form eines länglichen Drahtes und ist in der Einlaßöffnung oder Drossel 4 a des Saugkanals 4 befestigt. Die Auslaßseite des Saugkanals 4 ist durch einen Kohlefilter 9 zur Extraktion der schädlichen Substanzen aus der durchströmenden Luft verschlossen. Der Kohlefilter 9 dieser Ausführungsform soll ebenfalls als zusätzliche Elektrode E wirken, die den Stromfluß von der Koronaelektrode K anzieht, so daß ein lonenwind erzeugt wird, der den Luftstrom 8 durch die Öffnung 4 a und über die Koronaelektrode K treibt. Um den Aufbau statischer Elektrizität in jenem Teil 4c der Kanalwand zu verhindern, der am nächsten an der Koronaelektrode K und an der Einlaßöffnung 4a liegt, da ein solcher Aufbau einen Abschirm- und Störbffekt auf die Koronaentladung hat, kann der genannte Teil 4c elektrisch leitend oder halbleitend ausgeführt und an Masse oder über einen großen Widerstand an die zusätzliche Elektrode E angeschlossen werden.
Fig. 6 veranschaulicht schematisch und als Längsschnitt eine Anordnung zur Verteilung von Luft mittels eines lonenwinds, wobei die durch die Anordnung beförderte Luft gleichzeitig gereinigt wird. Die Anordnung umfaßt einen Luftkanal 1 mit rundem Querschnitt. In den Luftkanal 1 ist ein erstes Koronaentladungselement eingebaut, das zur Erzeugung eines lonenwinds zum Treiben des Luftstroms 3 durch den Luftkanal 1 dient. Dieses erste Koronaentladungselement ist im wesentlichen genauso aufgebaut wie das vorstehend unter Bezugsnahme auf Fig. 2 beschriebene Element. Es umfaßt somit eine ringförmige Auffangelektrode M1, eine Koronaelektrode K1 in Form von zwei sich kreuzenden Drähten, djo über der offenen Seite 4 a des Saugrohres 4 angeordnet sind, und eine ringförmige zusätzliche Elektrode E1, die im Saugkanal 4 befestigt ist, um den Luftstrom 8a durch die offene Seite 4a des Saugkanals und über die Koronaelektrode K1 zu leiten. Die in Fig. β dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung umfaßt darüber hinaus ein zweites Koronaentladungselement, das nicht zum Treiben des Luftstroms 3 durch den Luftkanal 1 dienen soll, sondern einzig und allein zur Ionisierung des Luftstroms, so daß die Aerosolverunreinigungen im Luftstrom elektrisch aufgeladen und so in einem Kondensatorscheider aus dem genannten Luftstrom extrahiert werden können. Dieses zweite Koronaentladungselement umfaßt eine drahtförmige Koronaelektrode K2, die ringförmig ist und den Saugkanal 4 in der Nähe der Einlaßseite des Luftkanals 1 umschließt, und eine zylindrische Auffangelektrode M 2, die unmittelbar neben der Innenfläche der Wand des genannten Kanals 1 angeordnet ist oder wahlweise die Form einer auf die genannte Innenfläche getragenen Beschichtung haben kann. Dieses zweite Koronaentladungselement dient zur Erzeugung eines lononstroms, der von der Koronaelektrode K2 zur Auffangelektrode M 2 fließt. Dieser lonenstrom lädt die Aerosolverunreinigungen im Luftstrom 3 elektrisch auf, und zwar mit einer Polarität, die der Polarität der Koronaelektrode K2 entspricht. Diese elektrisch geladenen Verunreinigungen oder Kontaminierungsstoffe werden aus dem Luftstrom 3 abgeschieden und lagern sich auf der Auffangelektrode M 2 ab. Dies geschieht unter dem Einfluß des elektrischen Feldes zwischen der Auffangelektrode M 2 und einer weiteren zylindrischen Elektrode 11, die neben oder auf der Außenwand des Saugkanals oder Saugrohrs 4 befestigt und an ein Potential mit entgegengesetzter Polarität bezüglich des Potentials der Auffangelektrode M 2 angeschlossen ist. Die Auffangelektrode M 2 und die Elektrode 11 bilden somit zusammen einen sogenannten elektrostatischen Kondensatorscheider zur Extraktion der durch den Luftstrom 3 beförderten Verunreinigungen.
Zum Zwecke des Abzugs dor durch die Koronaentladung auf der Koronaelektrode K2 erzeugten gefährlichen und schädlichen Substanzen ist die Wand des Saugkanals 4 mit mehreren Öffnungen 4 b versehen, über die sich die Koronaelektrode K2 erstreckt. Im Saugkanal 4 ist darüber hinaus eino weitere ringförmige zusätzliche Elektrode E2 befestigt, die den Koronastrom von der Koronaelaktrodo K2 anzieht, so daß ein lonenwind zum Treiben eines Luftstroms 8b durch die Öffnungen 4b und über die Koronaelektrode K2 erzeugt wird. Die durch die Koronaentladungen auf den beiden Koronaelektroden K1 und K2 erzeugten schädlichen Substanzen werden auf diese Weise durch die entsprechenden Öffnungen 4a und 4 b in den Saugkanal 4 gesaugt und können somit nicht in den durch den Luftkanal 1 strömenden Luftstrom 3 gelangen. Die schädlichen Substanzen lassen sich mittels eines Kohlefiltere 9, der auf die vorstehend beschriebene Weise Im genannten Saugkanal 4 befestigt ist, aus der durch den Saugkanal 4 strömenden Luft entfernen.
Fig. 7 veranschaulicht schematisch ein Koronaentladungselement zur Ionisierung eines Luftstroms 3, der mittels eines Lüfters 12 oder einer dementsprechenden Vorrichtung durch einen Luftkanal 1 getrieben wird. Dioses Koronaentladungselement umfaßt eine Auffangelektrode M in Form eines sich quer über den Luftkanal 1 erstreckenden Netzes oder Gitters und eine drahtförmig^ ringförmige Koronaelektrode K, die einen Saugkanal 4 oder ein Saugrohr umschließt, der oder das sich in der Mitte und axial im Luftkanal 1 erstreckt. Die der Auffangelektrode M gegenüberliegende Seite des Saugkanels 4 ist verschlossen, und die zylindrische Wand des Saugkanals 4 ist stattdessen mit mehreren Öffnungen 4 a versehen, über die sich die Koronaelektrode K erstreckt. Der Saugkanal 4 umfaßt auf die vorstehend beschriebene Weise eine ringförmige zusätzliche Elektrode E, um zur Entfernung der durch die Koronaentladung auf der Koronaelektrode K erzeugten schädlichen Substanzen einen Luftstrom 8 durch die öffnungen 4 a zu erzeugen. Diese schädlichen Substanzen werden mittels eines Kohlefilters 9 aus dem Luftstrom 8 extrahier, der auf der in Strömungsrichtung gelegenen offenen Seite des Saugkanals 4 befestigt ist. Die im Luftstrom vorhandenen Aerosolverunreinigungen werden durch die von der Koronaelektrode K zur Auffangelektrode M wandernden Ionen elektrisch aufgeladen und aufgrund dieser elektrischen Ladung durch das elektrische Feld zwischen den genannten Elektroden wieder zur Auffangelektrode M, d. h. gegen den Luftstrom, getrieben und lagern sich auf der Auffangelektrode M ab. Dies führt zur Reinigung des Luftstroms, wobei gleichzeitig eine Verunreinigung der Koronaelektrodenanordnung verhindert wird.
Fig. 8 veranschaulicht schematisch und als Schnittdarstellung eine Luftverteilungsanordnung, die durch einen lonenwind betrieben wird und einen ähnlichen Aufbau wie die vorstehend unter Bezugnahme auf Fig.4 beschriebene Anordnung besitzt, obwohl die Koronaelektrode K in diesem Fall anders konfiguriert ist. Bei der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform hat die Koronaelektrode K die Form einer dünnen Drahtschleife, die von einer elektrisch isolierten Halterung 13 gehalten wird. Die ringförmige Schleife, die als das eigentliche Koronaelement per se wirkt, ist in einem bestimmten Abstand vor der offenen Seite 4a des Saugkanals 4 angeordnet. Ansonsten besitzt die in Fig.8 veranschaulichte Anordnung im wesentlichen den gleichen Aufbau und die gleiche Betriebsweise wie die in Fig.4 dargestellte Anordnung. Es wurde herausgefunden, daß es sehr vorteilhaft ist, wenn die Koronaelektrode K auf die in Fig. 8 dargestellte Weise angeordnet und konfiguriert wird. Ein Vorteil besteht darin, daß die Koronaelektrode K keinen direkten Kontakt zu den Wänden des Saugkanals 4 hat, die durch Kontaminierungsstoffe aus der Luft verunreinigt werden können, was zu Problemen führen würde, wenn die Koronaelektrode K direkten Kontakt zu solchen verunreinigten Wänden hätte.
Selbstverständlich kann die elektrisch isolierte Halterung 13, die die Koronaelektrode K der in Fig.8 dargestellten Anordnung hält, auch in die entgegengesetzte Richtung gerichtet werden, d. h. sich durch die Einlaßöffnung 1 a der Anordnung erstrecken. Des weiteren kann die ringförmige Koronaelektrode K mehrere drahtförmige Elemente umfassen, von denen sich jedes nur über einen Teil der Peripherie des gerannten Rings erstreckt, die jedoch zusammen einen vollständigen Ring bilden. Dieser Elektrodenaufbau könnte erforderlich sein, um die nötige mechanische Stabilität einer Koronaelektrode K zu erreichen, die aus sehr feinen ι Draht gefertigt ist. Natürlich kann eine Koronaelektrode K mit der in Fig. 8 veranschaulichten Konfiguration auch bei viclun der vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Ausführungsformen eingesetzt werden, zum Beispiel bei den Ausführungsformen, die in den Fig. 2,6 und 7 dargestellt sind.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß sich die Erfindung auf Koronaentladungsanordnungen mit unterschiedlichstem Aufbau und für viele verschiedene Zwecke anwenden läßt. Bei der Anwendung der Erfindung in der Praxis ist es relativ einfach, die Stärke des Gesamtkoronastroms und dessen Verteilung auf der Hauptauffangelektrode bzw. auf der zusätzlichen Elektrode, und auch das Potential der Hauptauffangelektrode und der zusätzlichen Elektrode bezüglich der Koronaelektrode, durch Versuche an die jeweilige Koronaentladungsanordnung anzupassen, so daß das angestrebte Ergebnis erzielt wird. Es wurde herausgefunden, daß der zum Absaugen der schädlichen Substanzen benutzte Koronastrom von der Koronaelektrode zur zusätzlichen Elektrode in vielen Fällen ebenso groß oder mitunter sogar größer als der Koronastrom von der Koronaelektrode zur Hauptauffangelektrode sein sollte. Der Gesamtkoronastrom von der Koror-aelektrode ist stets größer, und in vielen Fällen doppelt so groß oder sogar noch größer, als in den Fällen, in denen die Erfindung n.cht angewendet wird. Dies führt gemäß der vorstehenden Beschreibung zu einer Zunahme der durch die Koronaentladung eizeugten Menge an schädlichen Substanzen. Da diese schädlichen Substanzen jedoch mittels der erfindungsgemäßen Anordnung wirksam entfernt und unschädlich gemacht werden, bringt diese Zunahme der erzeugten schädlichen Substanzen keine Nachteile mit sich. Der zum Abzug der schädlichen Substanzen aus der Nähe der Koronaelektrode in den Saugkanal eingesetzte Luftstrom, der gemäß der vorliegenden Erfindung durch einen Koronastrom oder einen lonenfluß von der Koronaelektrode zur zusätzlichen Elektrode erzeugt wird, kann nötigenfalls auch durch mechanische Luftverteilungsvorrichtungen wie Lüfter oder Luftpumpen unterstützt werden, die an den Saugkanal angeschlossen sind.
Claims (12)
1. Koronaentladiingsanordnung mit verbesserter Beseitigung von durch die Koronaentladung entstehenden schädlichen Substanzen, die mindestens eine Koronaelektrode, mindestens eine Auffangelektrode und eine Gleichstromspannungsquelle umfassen, die zwischen die genannte Koronaelektrode und die genannte Auffangelektrode geschaltet ist und eine solche Spannung besitzt, daß auf der Koronaelektrode eine Koronaentladung stattfindet, die zur Erzeugung von Luftionen führt, die von der Koronaelektrode zur Auffangelektrode wandern, wobei die genannte Anordnung einen Saugkanal umfaßt, der hinsichtlich des Raumes, in dem die Koronaelektrode und die Auffangelektrode untergebracht sind, eingeengt ist und der in unmittelbarer Nähe der Koronaelektrode eine Einlaßöffnung aus dem genannten Raum besitzt, wobei der Kanal die schädlichen Substanzen zu einer Vorrichtung zur Unschädlichmachung der genannten schädlichen Substanzen leitet oder die genannten schädlichen Substanzen aus der genannten Vorrichtung evakuiert, wobei die genannte Anordnung dadurch gekennzeichnet ist, daß die genannte Anordnung mindestens eine zusätzliche Elektrode (E) umfaßt, die an ein Gleichstrompotential angeschlossen ist, das bezüglich des Potentials der Koronaelektrode (K) die gleiche Polarität wie das Potential der Auffangeleketrode (M) besitzt, und die so im Saugkanal (4) oder neben der genannten Öffnung befestigt ist, daß ein lonenstrom von der Koronaelektrode (K) zur zusätzlichen Elektrode (E) fließt, dereinen Luftstrom (8) über die Koronaelektrode (K) und durch die genannte Kanalöffnung (4a) in den Saugkanal (4) erzeugt.
2. Koronaentladungsanordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Saugkanal (4) befestigte Vorrichtung (9) ein Filterelement (9) umfaßt, das einen Stoff enthält, der die durch den genannten Luftstrom beförderten schädlichen Substanzen adsorbieren/absorbieren kann.
3. Koronaentladungsanordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugkanal (4) Verbindung zu einer Umgebung, zum Beispiel der Außenatmosphäre, hat, in die die schädlichen Substanzen gefahrlos entweichen können.
4. Koronaentladungsanordnung gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koronaelektrode (K) ein oder mehrere drahtförmgie Elektrodenelemente umfaßt, die sich über die genannte Öffnung (4a) des Saugkanals (4) erstrecken.
5. Koronaentladungsanordnunrj gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koronaelektrode (K) einen Feindrahtring umfaßt, der gegenüber der Saugkanalöffnung (4a) in geringem Abstand von der genannten Öffnung in einer Ebene angeordnet ist, die im wesentlichen parallel zur Ebene der genannten Öffnung liegt.
6. Koronaentladungsanordnung gemäß den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der der Koronaelektrode (K) am nächsten gelegene Teil des Saugkanals (4) die Form eines mit einer offenen Seite (4a) versehenen Rohres hat.
7. Koronaentladungsanordnung gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das der Koronaelektrode (K) am nächsten gelegene Teil des Saugkanals (4) die Form eines Rohres hat, das eine verschlossene Seite besitzt und dessen zylindrische Wand mit ein oder mehreren Öffnungen (4a) versehen ist; und dadurch, daß sich die Koronaelektrode (K) über die genannten Öffnungen erstreckt.
8. Koronaentlsdungsanordnung gemäß den Ansprüchen f bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das der Öffnung (4a) am nächsten gelegene Teil (4c) der Saugkanalwand zumindest eine leichte elektrische Leitfähigkeit besitzt und an ein Potential mit der gleichen Polarität bezüglich der Koronaelektrode (K) wie die zusätzliche Elektrode (E) angeschlossen ist.
9. Koronaentladungsanordnung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterelement (9) ebenfalls die zusätzliche Elektrode (E) bildet.
10. Koronaentladungsanordnung gemäß den Ansprüchen 1 bis 9, bei der die Koronaelektrode an den positiven und die Auffangeleketrode an den negativen Pol der Gleichstromspannungsquelle angeschlossen sind und bei der die Spannungsquelle eine zwischengeschaltete Masseabzweigung besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Elektrode Έ) über einen hohen Widerstand an das Massepotential angeschlossen ist.
11. Koronaentladungsanordnung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Widerstand duruh ein Koronaentladungselement gebildet wird, das eine luftdichte Kammer (6)
umfaßt, deren Wände zumindest teilweise elektrisch leiten und geerdet sind; und durch eine eingebaute Koronaelektrode (7), die sich in der Kammer (6) befindet und an die zusätzliche Elektrode (E) angeschlossen ist.
12. Koronaentladungsanordnung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Kammer (6) zylindrisch ist und sine leitende, geerdete zylindrische Wand sowie elektrisch isolierte Seitenwände besitzt und daß die eingebaute Koronaelektrode (7) eine drahtförmige Elektrode umfaßt, die axial in der Kammer angeordnet ist.
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