DD295097A5 - Verfahren zur herstellung von metallionenselektiven intermesh-kationenaustauschern - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Intermesh-Kationenaustauschern, die sich durch eine Metallionenselektivitaet gegenueber Cu2-, Ni2- und Co2-Ionen auszeichnen. Erfindungsgemaesz wird in den Poren eines makroporoesen sulfonierten Resinats auf der Basis von Styren und Divinylbenzen ein mit Divinylbenzen vernetztes Copolymerisat aus * oder deren Anhydrid und Acrylsaeure oder Acrylnitril erzeugt. Diese Kationenaustauscher koennen zur selektiven Anreicherung von Metallionen, insbesondere des Kupfers, daneben aber auch des Nickels und Kobalts, zur Metallionenrueckgewinnung aus Abwaessern, fuer chromatographische Trennungen und im beladenen Zustand als Katalysatoren eine moegliche Verwendung finden.{Verfahren; Herstellung; Intermeshkationenaustauscher; Metallionenselektivitaet; Kupfer; Nickel; Kobalt; makroporoeses Resinat; Copolymerisat; * Acrylsaeure; Acrylnitril}
Description
Acrylnitril als zweitem Monomer und Divinylbenzen als Vernetzer besteht, synthetisiert. Als Inertmittel zur Erzeugung des Porositätsgrades dient Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxid. Matrices für die Intermesh-Polymerieation sind makroporöse, sdfbnlerte Resinate auf der Basis Styren und Divinylbenzen. Die hergestellten Intermesh-Katlonenaustauscher bevorzugen deutlich die Cu2 ''•Ionen, daneben in etwas abgeschwächter Form die Ni2+- und Co2+-lonen gegenüber den Ionen der Erdalkalien und denen der übrigen 3 d-Metalle.
Als Matrice dienten makroretikulare Resinate auf der Basis Styren/Divinylbenzen, die unter Verwendung von Testbenzin (Siedebereich 418-473K) als Inertmittel hergestellt wurden. Durch Suspendieron der hergestellten Resinate in Dichlorethan und anschließender Sulfonierung bei 373 K mit Chlorsulfonsäure entstehen makroporöse sulfonierte Matrices, in deren Porengerüst eine intermesh-Copolymerisation vorgenommen wurde. Als Monomere dienten 7-Oxa-bicyclo(2.2.1)hept-5-en-2,3-exo,cisdicarbonsäure (Formel I) bzw. deren Anhydrid und Acrylsäure oder Acrylnitril. Zur Vernetzung der Polymerketten diente technisches Divinylbenzen aus 54,1 % p- und m-DVB, 32,9% Ethylstyren und 12,2% Diethylbenzen. Unter dem Vernetzungsgrad sind die Ma.-%-DVB bezogen auf das Gemisch polymerisierbarer Substanzen zu verstehen. Als Inertmittel diente Dimethylformamid bzw. Dimethylsulfoxid oder deren Mischungen mit Wasser. Die Menge des Inertmittels, bezogen auf die Menge des Monomerengemischs und des Inertmittels, ist ata Porositätsgrad definiert. Die Bestimmung des Selektivitätskoeffizienten K erfolgte im Batch-Verfahren nach der Beziehung
ka (Yb')s · (Va')r B=
Dabei bedeuten YAundYe jeweils denÄquivatentanteil, der definiert ist als Yi- zimi/zjnij (z absolute Wertigkeit und m Menge der Ionen). Die Indices R und S charakterisieren die Harzphase und die wäßrige Lösung.
7-Oxa-bicyclo(2.2.1)hept-5-en-2,3-exo,cis-dicarbonsäure und Acrylsäure im Molverhältnis von 1:2,6 eingequollen.
in jeweils 100ml 0,04M Salzlösungen bei wechselnden Wasserstoffionenkonzentrationen eingetragen und das
| Kation | Konzentration der HCI in mmol | 2,0 | 8,0 |
| M2+ | pro 100 ml Lösung | 51,9 | 25,0 |
| 0,5 | 42,3 | 19,8 | |
| Cu | 82,3 | 39,9 | 19,2 |
| Ni | 70,1 | 23,3 | 17,9 |
| Co | 66,2 | 23,0 | 17,9 |
| Zn | 38,7 | 22,0 | 16,8 |
| Mg | 36,2 | ||
| Mn | 36,0 |
Als Matrix für die Intermeshpolymerisation wird die gleiche wie im Beispiel 1 verwendet. Die Arbeitsoperationen entsprechen ebenfalls denen im Beispiel 1. Das Intermeshcopolymerisat wird aus 7-Oxa-bicyclo(2.2.1)hept-5-en-2,3-exo,cis-dicarbonsäure und Acrylsäure im Molverhältnis 1:2,4 hergestellt. Der Vernetzungsgrad betrug 5%, der Porositätsgrad 50%, wobei als Inertmittel ein Gemisch aus Dimethylformamid und Wasser im Verhältnis 3:2 eingesetzt wurde. Die Gesamtmassekapazität betrug 3,4mmol/g. Die Bestimmung der Selektivitätskoeffizienten K erfolgte auf gleichem Weg wie im Beispiel 1. Die erhaltenen Ergebnisse zeigt Tabelle 2.
| Kation | Konzentration der HCI in mmol | 2,0 | 8,0 |
| M2+ | pro 100 ml Lösung | 47,8 | 22,8 |
| 0,5 | 39,1 | 19,8 | |
| Cu | 75,9 | 38,8 | 19,8 |
| Ni | 61,3 | 20,9 | 17,0 |
| Co | 60,3 | 21,1 | 16,7 |
| Zn | 35,7 | 20,0 | 16,5 |
| Mn | 31,2 | ||
| Mg | 30,2 |
Claims (1)
- Verfahren zur Herstellung von Intermesh-Kationenaustauschern mit ausgeprägter Metallionenselektivität, gekennzeichnet dadurch, daß als ein Monomer für das Intermeshpolymerisat 7-Oxa-bicyclo(2.2.1)hept-5-en-2,3-exo.cis-dicarbonsäure oder deren Anhydrid verwendet wird. Eine Copolymerisation im Molverhältnis von 1:1,8 bis 1:3 erfolgt mit Acrylsäure oder Acrylnitril. Als Vernetzungsmittel dient Divinylbenzen. Der Vernetzungsgrad beträgt 5-10%. Als Lösungsmittel für die Monomeren dient Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxid bzw. deren Mischungen mit Wasser. Der notwendige Porositätsgrad beträgt mindestens 20% und maximal 50%. Die Copolymerisation wird in sulfonierten makroretikularen Resinaten auf der Basis Styren und Divinylbenzen ausgeführt.Anwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Intermesh-Kationenaustauschern, die eine ausgeprägte Metallionenselektivität gegenüber den Kationen Cu2+, Ni2+ und Co2+, wobei das Kupferion deutlich bevorzugt ist, aufweisen. Das Intermeshpolymerisat wird durch radikalische Copolymerisation von 7-Oxa-bicyclo(2.2.1)hept-5-en-2,3-exo,cisdicarbonsäure (Formel I) oder deren Anhydrid mit Acrylsäure oder Acrylnitril bei gleichzeitiger Vernetzung mit Divinylbenzen in einem sulfonierten, makroretikularen Resinat auf der Basis Styren und Divinylbenzen hergestellt. Formel ICOOH
COOHDie so hergestellten Intermesh-Austauscher können zur Anreicherung der zweiwertigen Kationen des Kupfers, des Nickels und des Kobalts aus Stoffgemischen in wäßrigem Medium,zur Metallionenrückgewinnung aus Abwässern, fürchromatographische Trennungen und als mögliche Katalysatoren im beladonen Zustand Verwendung finden.Charakteristik des bekannten Standes der Technik7-Oxa-bicyclo(2.2.1)hept-5-en-2,3-exo,cis-dicarbonsäure oder deren Anhydrid sind bisher als Monomer für die Herstellung von Ionenaustauschern nicht verwendet worden.Hinsichtlich der Metallionenselektivität von Ionenaustauschern untersuchten Green, B. R. und Hancock, R. D. (Hydrometallurgy, 1981, β, 354) Matrixeffekte an Ionenaustauschern mit Pyridin- und Imidazolgruppen. Auf eine hohe Cu2+-lonenselektivität am Polymerisat aus Natriumviny !phosphat und Acrylsäure weisen Efendiev, A.A. et al. (ßokl. Akad. Nauk., ASSR, 1980, [36], 37) und Yokoyama, T., Nikuchi, A. et al. (Tohoku Kogyo Gijutsu Shikensko Hokoku, 1983, [16j, 32) an Ionenaustauschern mit einem Styren/Divinylbenzen-Grundgerüst, das mit Pyridylalkylamlnen modifiziert Ist, hin. Wegen Ihrer hohen Kupferionenselektivität schützen ein japanisches Patent JP 6.009.815 (85-09815), Kl. C21C5/28 vom 18.1.1985 einen mit Guanidincarbonat modifizierten Ionenaustauscher auf der Basis Acrylnitril/Divinylbenzen und das US-Patent 4.666.683 KI.423-24C01 G 3/00 den mit Picolylaminen funktionalislerten Ionenaustauscher Dowex XFS 4195. Ionenaustauscher auf der Basis von sulfomethyliertem Styren/Divinylbenzen zeigen eine hohe Co2+-Selektivltät (SU-Pat. 1.011.544 Kl. C02 F1 /42,1983), desgleichen aminierto Polyacrylnitrilfaeern bei Anwesenheit von Cu2+- und NI2+-lonen (Kasakevich, Yu. E. et al., Jonnyi Obmei Chromatogr., 1984,11). Eine größere Zahl bekannter Ionenaustauscher wurden von Yoshida, H., Ka'<aoka, T. und Fujikawa, S. (Chem. Eng. ScI., 1986,41 (10], 2525) hinsichtlich ihrer Metallionenselektivität untersucht, wobei die Ionenaustauscher Dowex A1 und UR-10 sich gegenüber Cu2+- und Co2+-lcnen als besonders günstig erwiesen. Eine Nickelrückgewinnung aus Salzlösungen, die 3d-Übergangsmetallionen enthalten, ist mit Ionenaustauschern mit Carboxylgruppen als Festionen möglich (Hubicki, Z., Hydrometallurgy, 1986,16,361; Nikoforov, A.F. et al., Kompleksn. Ispoly. Miner. Syrya, 1988,48)Ziel der ErfindungZiel der Erfindung ist die Herstellung einfach zugänglicher neuer Intermesh-Kationenaustauscher, die eine ausgeprägte Selektivität gegenüber einigen Kationen ausweisen und deren Anreicherung aus wäßrigen Lösungen gestatten.Darlegung des Wesens der ErfindungAufgabe der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Intermesh-Kationenaustauschern, die eine selektive Abtrennung von Cu2+-, Co2+- und Ni2' -Ionen aus wäßrigen Lösungen, in denen Salzgemische vorliegen, gestattet. Erfindun\;sgem8ß werden Intermesh-Kationenaustauscher, doren Intermeshpolymerisat aus einem Copolymerisat aus 7-Oxabicyclo(2.2.1)hept-5-en-2,3-exo,cis-dicarbonsäure (Formel I) oder deren Anhydrid als einem Monomer, Acrylsäure oder
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DD34160990A DD295097A5 (de) | 1990-06-13 | 1990-06-13 | Verfahren zur herstellung von metallionenselektiven intermesh-kationenaustauschern |
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| DD34160990A DD295097A5 (de) | 1990-06-13 | 1990-06-13 | Verfahren zur herstellung von metallionenselektiven intermesh-kationenaustauschern |
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|---|---|
| DD (1) | DD295097A5 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20130072650A1 (en) * | 2007-09-19 | 2013-03-21 | University Of Massachuetts | Water-Soluble and Water-Insoluble, Ring Opening Metathesis Polymerization Products, Monomers and Related Methods |
-
1990
- 1990-06-13 DD DD34160990A patent/DD295097A5/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20130072650A1 (en) * | 2007-09-19 | 2013-03-21 | University Of Massachuetts | Water-Soluble and Water-Insoluble, Ring Opening Metathesis Polymerization Products, Monomers and Related Methods |
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