[go: up one dir, main page]

DD287710A5 - Verfahren zur herstellung eines dichten sic-formkoerpers durch giessen in gipsformen - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines dichten sic-formkoerpers durch giessen in gipsformen Download PDF

Info

Publication number
DD287710A5
DD287710A5 DD33251389A DD33251389A DD287710A5 DD 287710 A5 DD287710 A5 DD 287710A5 DD 33251389 A DD33251389 A DD 33251389A DD 33251389 A DD33251389 A DD 33251389A DD 287710 A5 DD287710 A5 DD 287710A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
sic
molding
mold
release agent
polyacrylic acid
Prior art date
Application number
DD33251389A
Other languages
English (en)
Inventor
Steffi Goetze
Heike Schilder
Ute Damaske
Wolfgang Schulle
Original Assignee
Ve Wissenschaftlich-Technischer Betrieb Keramik,De
Bergakademie Freiberg,De
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ve Wissenschaftlich-Technischer Betrieb Keramik,De, Bergakademie Freiberg,De filed Critical Ve Wissenschaftlich-Technischer Betrieb Keramik,De
Priority to DD33251389A priority Critical patent/DD287710A5/de
Publication of DD287710A5 publication Critical patent/DD287710A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/515Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics
    • C04B35/56Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on carbides or oxycarbides
    • C04B35/565Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on carbides or oxycarbides based on silicon carbide
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/38Treating surfaces of moulds, cores, or mandrels to prevent sticking
    • B28B7/384Treating agents

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Moulds, Cores, Or Mandrels (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)
  • Producing Shaped Articles From Materials (AREA)

Abstract

Verfahren zur Herstellung von SiC-Formkoerpern durch Gieszen in Gipsformen unter Verwendung eines Trennmittels, wobei das Trennmittel keine Haut auf der Oberflaeche der Gipsform noch auf der Formlingsoberflaeche ausbildet und dadurch der Formling leicht und zerstoerungsfrei von der Form getrennt wird. Erfindungsgemaesz wird als Trennmittel ein Loesungspolymerisat einer niedrigmolekualren Polyacrylsaeure eingesetzt. Mit der waeszrigen Loesung des Loesungspolymerisates wird die Gipsform ausgespuelt und die SiC-Suspension kann eingegossen werden. Nach der ueblichen Standzeit laeszt sich der Formling leicht und zerstoerungsfrei der Gipsform entnehmen und der Gieszvorgang kann wiederholt werden.{SiC-Werkstoff; Trennmittel; Gipsform; Loesungspolymerisat einer niedrigmolekularen Polyacrylsaeure; Entformen; Abloeseverhalten des Formlings; Suspensionsstabilisator fuer SiC-Suspensionen}

Description

Anwendungsgebiet Jar Erfindung
Siliziumkarbid weist eine Reihe besonders wertvoller Eigenschaften auf.
Genannt seien unter anderem eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit, hohe chemische und thermische Beständigkeit sowie eine hohe Härte und eine hohe Wärmeleitfähigkeit.
Deshalb wird SiC z. B. sowohl als Konstruktionswerkstoff im Motoren-, Maschinen- und Apparatebau, als auch als Hochtemperaturwer'· 'off für Heizgasturbinen und Wärmetauscher eingesetzt.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bei den zukünftigen Fertigungstechnologen für nichtsilikatische nichtoxidische Keramiken mit konstruktiven Anwondungsmorkmalen hat die Gießformgebung neben der Preßformgebung eine wesentliche Bedeutung. Neben dem Herstellen einer stabilen gießfähigen Suspension spielt die Bildung eines homogenen Scherbens mit einer glatten Scherbenoberfläche und guter Scherbenqualität eine entscheidene Rolie. Dies erfordert ein schnelles und leichtes Ablösen des Scherbens von der Formwandung.
Das Ablösen des Scherbens von der Gipsform ist abhängig von der Wechselwirkung Form-Schlicker.
Unplastische Massen, unter anderem SiC-Gießschlicker, bleiben an der Form haften, da zum Teil feinere Teilchen durch die Kapillarwirkung der Gipsform In diese eindringen. Die Gießling wird „mechanisch" festgehalten.
Deshalb ist es günstig für das Ablösen des Scherbens, die Form vor dem Eingießen mit einer Trennmittellösung auszuspülen.
Formlinge aus SiC-Gießschlicker weisen so gut wie keine Trockenschwindung auf. Deshalb ist das Entformen der Gießlinge sehr schwierig bzw. ohne mechanische Beschädigung unmöglich. Die SiC-Teilchen des Formlings verzahnen sich mit der Gipsformenoberfläche.
In der Literatur, Amer.Ceram.Soc.Bull.62 (1933) 5 S.607-610,619; Trans. Brit.Ceram.Soc.72 (1973) 7 S. 291-297; Amer. Ceram. Soc. Bull. 37 (1958) 7 S. 334-339; Handbuch der Keramik Gruppe, wird empfohlen, die Gipsform mit einem dünnen Alginatfilm zu beschichten und/oder indirekt durch Lösung von Alginat im SiC-Gießschlicker und Ausscheidung an der Gipsformenoberfläche. Es wird dabei darauf hingewiesen, daß auf Grund der fehlenden Trockenschwindung des SiC-Gießlings mehrteilige Formen erforderlich sind. Die sich beim Beschichten mit Alginat bildende Haut auf der Gipsformenoberfläche muß nach dem Entformen bzw. der Trocknung wieder entfernt werden. Durch die Alginathautbildung verringert sich die Scherbenbildungsgiscliwindigkeit.
Bei großen Wandstärken verlängern sich dadurch die Standzeiten verursacht die Alginathaut auch längere Trocknungszeiten auf Grund des verminderten Feuchtigkeitsentzug an der Gipsformenoberfläche. Diese negativen Nebenwirkungen beeinflussen auch die Qualität der SiC-Gießlinge, indem Trockenrisse oder oberflächliche Abplatzungen die Folgo sind.
In Keram.Z.40 (1988 (11,12) und 41 (1989) (1) wird noch auf die Möglichkeit der Oberflächenbesprühung die Gipsform mit Schleifstaubsuspension (Holzmehl), insbesondere für roliefierte Oberflächen hingewiesen.
Bei den genannten Trennmitteln ist die rückstandslose Entfernung ein Problem. Die noch am SiC-Formkörper anhaftenden Materialien müssen entweder vor* der SiC-Formkörperoberfläche abgezogen oder ausgebrannt werden. Dadurch ist eine stabile gleichbleibende Oberflächenqualität nicht zu gewährleisten. Die SiC-Gießlinge weisen eine sehr rauhe Oberfläche dadurch
Ziel der Erfindung
Hersteilung eines dichten SiC-Formkörpers durch Schlickergießen in Gipsform unter Verwendung eines Trennmittels zur Verbesserung des Ablöseverhaltens, der Beherrschung des Trockenregimes und der Qualitätssicherung des Gioßlings.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Trennmittel zu finden, welches das Ablöseverhalten des Formlings von der Gipsform verbessert, eine optimale Scherbenbildungsgeschwindigkeit sowie ein optimales Trockenregime bei Sicherung der Qualität des Gießlings, insbesondere der Oberflächenqualität, in Abhängigkeit des verwendeten Gießschlickers, gewährleistet. Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe durch Einsatz eines Lösungspolymerisates einer niedrigmolekularen Polyacrylsäure in Wasser gelöst. Durch das Ausspülen der Gipsform mit dem in Wasser gelösten Lösungspolymerisates einer niedrigmolekularen Polyacrylsäure oder einer verdünnten Lösung daraus wird das Ablöseverhalten bei Gewährleistung
einer guten Oberflächenqualität verbessert. Durch den gleichzeitigen Einsatz des Lösungspolymerisates als
Suspensionsstabilisator im Gießschlicker wird ein Abschwinden des Gießlings von der Gipsformwandung gewährleistet. Die Verwendung von mehrteiligen Gipsformen erübrigt sich somit. Der sich bildende Film verhindert das Eindringen feinster SIC-Tellchen in das Kapillarsystem der Gipsform. Der Film ist durchlässig genug, um eine optimale Scherbenbildungsgeschwindigkeit bei ausreichendem Feuchtigkeitsentzug
durch die Gipsform zu sichern.
Damit verkürzen sich sowohl die Standzeiten der Schlicker als auch die Trocknungszeiten und damit der gesamte Trocknungsaufwand auch hinsichtlich energieökonomischer Aspekte. Bei optimalen Trocknungsbedingungen wird ein SiC-Formüng hoher Qualität ohne Risse oder andere Trocknungsfehler erhalten. Das Entfernen einer Trennmittelhaut, wie beim Alginat, oder die Entfernung am Formkörper haftender Materialien sind damit
eliminert.
Ausfül- .ungsbeispiel Die Erfindung wird an folgendem Beispiel näher erläutert: A1.-. Lösungspolymerisat einer niedrigmolekularen Polyacrylsäure wird ein Na-SaIz der Polyacrylsäure, von dem eine mindestens
10%ige wäßrige Lösung in bekannter Weise hergestellt wird, eingesetzt. Mit dieser Lösung wird die Gipsform ausgespült. Nach
Entfernen der wäßrigen Lösungsmittelpolymerisatlösung wird der SiC-Schlicker in die Form gegossen. Daran schließt sich die Trocknung nach folgendem Regime an:
28h bei Raumtemperatur, anschließend 24h bei 5O0C und abschließend bei 110°C bis zur Massekonstanz. Beim Entfernen löstsich der SiC-Formkörper leicht und selbständig von der Gipsformwandung und kann in bekannter Weise weiter getrocknet undgesintert werden. Die Gipsform wird für den nächsten Arbeitsgang wiederum mit der wäßrigen Lösung des Na-Salzes der
Polyacrylsäure ausgespült und das Abformen von SIC-Formlingen kann wiederholt werden. In der Gipsform sind Nacharbeiten nicht erforderlich. Der Zyklus kann mit ein und derselben Form 10-20 Mal wiederholt
werden.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von SiC-Formkörpern durch Gießen in Gipsformen unter Verwendung eines Trennmittels, dadurch gekennzeichnet, daß als Trennmittel ein Lösungspolymerisat einer niedrig-molekularen Polyacrylsäure in Wasser verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch"!, dadurch gekennzeichnet, daß dasTrennmittel auch als wäßrige Lösung des Lösungspolymerisates einer niedrigmolekularen Polyacrylsäure verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittelpolymerisat einer niedrigmolekularen Polyacrylsäure in Wasser gleichzeitig als Suspensionsstabilisator mit 0,2-0,4Gew.-% Bestandteil des Gießschlickers ist.
DD33251389A 1989-09-11 1989-09-11 Verfahren zur herstellung eines dichten sic-formkoerpers durch giessen in gipsformen DD287710A5 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD33251389A DD287710A5 (de) 1989-09-11 1989-09-11 Verfahren zur herstellung eines dichten sic-formkoerpers durch giessen in gipsformen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD33251389A DD287710A5 (de) 1989-09-11 1989-09-11 Verfahren zur herstellung eines dichten sic-formkoerpers durch giessen in gipsformen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD287710A5 true DD287710A5 (de) 1991-03-07

Family

ID=5612179

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD33251389A DD287710A5 (de) 1989-09-11 1989-09-11 Verfahren zur herstellung eines dichten sic-formkoerpers durch giessen in gipsformen

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD287710A5 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1996002320A3 (en) * 1994-07-18 1996-09-26 Saint Gobain Norton Ind Cerami Hydrogen torch

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1996002320A3 (en) * 1994-07-18 1996-09-26 Saint Gobain Norton Ind Cerami Hydrogen torch

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69723173T2 (de) Herstellungsverfahren für einen keramischen Kern einer Zahnprothese
DE2909844C2 (de)
EP0134254B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Silicium infiltriertem, reaktionsgebundenem Siliciumcarbid
EP0305455A1 (de) Keramischer schaumfilter.
DE2808101A1 (de) Gips-zubereitung
DE2531162C3 (de) Gebrannter, poröser Gegenstand und Verfahren zu seiner Herstellung
DE3816892A1 (de) Brennhilfsmittel zum brennen von keramik
DE2900440A1 (de) Fluessiges sinterhilfsmittel und verfahren zur herstellung keramischer sinterkoerper damit
EP2308614A1 (de) Grünfeste Aerosande
DE69212059T2 (de) Dentale Einbettmasse und Giessform sowie Verfahren zum Brennen derselben
DE2208241A1 (de) Imprägniermittel und Verfahren zum Verfestigen und Harten von feuerfesten Gegenstanden beziehungsweise Bauteilen
DD287710A5 (de) Verfahren zur herstellung eines dichten sic-formkoerpers durch giessen in gipsformen
DE2837900A1 (de) Verfahren zur herstellung von siliciumcarbidformkoerpern
DE19712442C2 (de) Verfahren zur Herstellung von mikrostrukturierten keramischen Bauteilen
DE3211083A1 (de) Gleitgiessverfahren
DE2112396C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen aus Siliciumnitrid unter Zuhilfenahme eines dispergierten organischen Bindemittels
DE302834C (de)
DE102004008143A1 (de) Verfahren zur Verbesserung der Adhäsion von Metallpartikeln an Keramikmodellen
DE4441911C1 (de) Verfahren zur Herstellung von gegenüber Metallschmelzen beständigen Formteilen und Verwendung der Formteile
DE1646571C3 (de) Verfahren zur Herstellung schaumkeramischer Werkstoffe
DE3938933A1 (de) Verfahren zur herstellung eines keramischen verbundartikels und ein hierfuer verwendetes bindemittel
DE102011007078A1 (de) Zur Verwendung in einem Druckschlickergussverfahren geeigneter Schlicker
DE4131215A1 (de) Verfahren zur herstellung einer form und form zur erzeugung von glasartikeln
EP0124033A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Faserformkörpern
AT59845B (de) Verfahren zur Herstellung von Glasgegenständen.

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee