DD205335A1 - Vorrichtung zum anlegen einer schraubelektrode - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich vorzugsweise auf die elektronische Ueberwachung der Geburt. Sie dient zum Anlegen von Fetalelektroden, insbesondere von Schraubelektroden. Es besteht die Aufgabe, eine Vorrichtung zu schaffen, bei der das Eindrehen der Schraubelektrode in das Koerpergewebe des Feten durch eine begrenzte Bewegung und von subjektiven Einfluessen des Bedienpersonales weitgehend unabhaengig erreicht und der manuelle Anlegevorgang durch einen mechanisierten Bewegungsablauf ersetzt wird. Die Aufgabe wird geloest, indem sich in einem Schutzrohr, an dessen distalem Ende ein Griffstueck mit einer Bohrung angeordnet ist, ein Fuehrungsrohr befindet, das mit seinem distalen Ende ueber das Griffstueck hinausragt. In eine Wendelnut am distalen Ende des Fuehrungsrohres greift ein am Griffstueck mittig zur Bohrung befindlicher Stift ein. Ueber das hinausragende Ende des Fuehrungsrohres ist ein Rohr mit einem Kopfstueck gleitend in der Bohrung des Griffstueckes aufgesetzt, das eine Laengsnut aufweist, die am Stift des Griffstueckes gefuehrt wird.
Description
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Vorrichtung zum Anlegen einer Schraubelektrode
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Medizintechnik, vorzugsweise auf die elektronische Überwachung der Geburt. Sie dient zum Anlegen von Fetalelektroden, insbesondere von Schraubelektroden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Für das Anlegen der Fetalelektroden, die als Schraubelektroden ausgebildet sein können, werden sogenannte Inserter verwendet, da ein direktes Anlegen von Hand aus anatomischen Gründen nicht möglich ist.
Es ist eine Anlegevorrichtung bekannt (WP 148.184), bei der das Ende des Führungsrohres zur Aufnahme der Schraubelektrode mit in Längsrichtung sich erstreckenden Einschnitten versehen ist, wodurch ein feststehendes definiertes Drehmoment zum Eindrehen der Schraubelektrode in den vorderen Kindsteil gegeben ist.
Beim Überschreiten des definierten Drehmomentes durch die einwirkende Kraft bzw. den Widerstand, den das Körpergewebe des Feten entgegensetzt, werden die mit Einschnitten versehenen Rohrteile auseinandergedrückt, wodurch das Ende
12.JÜL1992*G21897
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des Führungsrohres über die Mitnahmeflachen an der Schraubelektrode hinwegrutscht.
Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß bei weichem Körpergewebe des Feten der Widerstand, den das Körpergewebe entgegensetzt, unterhalb der Grenze des Drehmomentes der formschlüssigen Verbindung zwischen Führungsrohr und Elektrode liegt und dadurch die Gefahr des Uberdrehens der Elektrode besteht. Das führt dazu, daß die Spirale der Elektrode zu tief in das Körpergewebe eindringt und es zu Verletzungen des Feten und meistens zu einer Kopfschwarteninfektion kommt. Das Eindrehen der Schraubelektrode ist deshalb subjektiv vom Bedienpersonal abhängig. Weiterhin besteht der Nachteil, daß beim Einführen der Vorrichtung in die Vagina das Führungsrohr mit der aufgesetzten Elektrode aus dem Schutzrohr herausgleiten kann und dadurch die Spirale der Elektrode frei liegt, was zur Verletzung der Vagina führen kann.
Eine in der DE-OS 27 55 179 beschriebene Vorrichtung besteht u. a. aus einem vorzugsweise elastischen Führungsrohr, an dessen proximalem Ende sich eine Schraubelektrode befindet, die mit einer sich zum distalen Ende des Führungsrohres erstreckenden verflochtenen Elektrodenleitung verbunden ist. Mittels eines am distalen Ende befindlichen Griffes wird über die Elektrodenleitung die Schraubelektrode in Drehung versetzt, wobei sie sich mit ihrer Befestigungsspirale in einen am Führungsrohr eingesetzten Ring, der angeordnete Gewindewendel entsprechend der Steigung der Befestigungspirale aufweist, zum Feten hin bewegt. Durch diese Vorschubbewegung dringt die Spirale der Schraubelektrode in das Körpergewebe ein. Die Eindringtiefe wird durch einen Anschlag für die Schraubelektrode begrenzt.
Diese Vorrichtung ist, wie bekannterweise auch beschrieben, nicht für eine Mehrfachverwendung geeignet, da sie sich auf Grund der konstruktiven Gestaltung nur sehr schwer
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reinigen läßt. Die Übertragung des erforderlichen Drehmomentes zum Einschrauben der Elektrode verlangt eine relativ starke und starre Elektrodenleitung, was der gewünschten Flexibilität entgegensteht. Außerdem weist diese Kraftübertragung einen großen Schlupf auf, so daß weder der Beginn des Eindrehens der Elektrodenwendel in das Gewebe des Feten noch die Beendigung dieses Vorganges eindeutig feststellbar ist. Die einwandfreie Anwendung der Vorrichtung ist subjektiv vom Bedienpersonal abhängig und insgesamt medizintechnisch und ökonomisch unvorteilhaft.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine medizintechnisch und ökonomisch vorteilhafte Lösung zu schaffen, mit der keine Gefährdung des Feten beim Anlegen der Schraubelektrode auftritt, die Gefahr der Mutter beim Einführen der Anlegevorriohtung in die Vagina vermieden und eine Bedienerleichterung beim Anlegen der Schraubelektrode erreicht wird.
Wesen der Erfindung
Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Anlegevorrichtung zu schaffen, bei der das Eindrehen der Schraubelektrode in das Körpergewebe des Feten durch eine begrenzte Bewegung und von subjektiven Einflüssen des Bedienpersonals weitgehend unabhängig erreicht und der manuelle Anlegevorgang durch einen mechanisierten Bewegungsablauf ersetzt wird. Weiterhin soll die Schraubelektrode während der Einführung der Vorrichtung in die Vagina in einer arretierten Bereitschaftsstellung durch das Schutzrohr vollständig abgedeckt sein.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß sich in einem Schutzrohr, an dessen distalem Ende ein Griff-
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stück mit einer Bohrung angeordnet ist, ein Führungsrohr befindet, das mit seinem distalen Ende über das Griffstück hinausragt.
Am proximalen Ende des Führungsrohres ist in bekannter Weise eine Aufnahme für die Elektrode und am distalen Ende eine Wendelnut angeordnet, in die ein am Griffstück mittig zur Bohrung befindlicher Stift eingreift. Über das distale Ende des Führungsrohres ist gleitend in der Bohrung des Griffstückes ein Rohr aufgesetzt, an dessen distalera Ende ein Kopfstück mit einer Durchführung für die Elektrodenleitung angeordnet ist und das eine Längsnut aufweist, in die der am Griffstück befindliche Stift eingreift. An der Wendelnut sowie an der Längsnut befinden sich Nasen zur Arretierung des Führungsrohres und Rohres für ihre Anfangs- und Endstellungen.
Zur Applikation der Elektrode wird die Vorrichtung in Bereitschaftsstellung gebracht, d. h., das Führungsrohr befindet sich mit der eingesetzten Elektrode im Schutzrohr und wird durch die Nasen an der Wendelnut in seiner Ausgangsstellung gehalten. Über das distale Ende des FUhrungsrohres ist das Rohr aufgeschoben, so daß sein Kopfstück am Führungsrohr zum Anliegen kommt. Die so vorbereitete Vorrichtung wird mit ihrem Schutzrohr transvaginal zum vorderen Kindsteil appliziert. Durch Druck auf das Kopfstück und damit gleichzeitig auf das Ende des Führungsrohres und Gegendruck am Griffstück werden das Druck- und Griffstück aufeinanderzu bewegt und das Führungsrohr duroh seine am Stift des Griffstückes anliegende Wendelnut in eine Drehbewegung versetzt und dadurch in Abhängigkeit von der Steigung der Wendelnut und der Strecke, die das Kopfstück in Richtung des Griffstückes zurücklegt, zum proximalen Ende des Schutzrohres bzw. zum Feten hin bewegt. Damit dreht sich die Spirale der Elektrode in das Körpergewebe des Feten ein, bis die Vorschubbewegung durch einen Anschlag begrenzt wird. Der Drehwinkel von 1/2 bis 1 1/2 Umdrehungen wird entsprechend der Elektrodentype festgelegt. Danach wird die
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Vorrichtung von der Elektrode abgezogen und aus der Vagina entfernt.
Ausführungsbeispiel
In einem Schutzrohr 1, an dessen distalem Ende ein Griffstück 8 mit einer Bohrung 16 angeordnet ist, befinden sich ein Führungsrohr 2, an dessem proximalen Ende in bekannter Weise formschlüssig eine Elektrode 3 eingesetzt ist. Am distalen Ende des Pührungsrohres 2 ist eine Wendelnut 5 eingearbeitet. Am Griffstück 8 ist mittig der Bohrung ein Stift 7 eingesetzt, der in die Wendelnut 5 des Führungsrohres 2 hineinragt. Die Wendelnut 5 weist am Anfang Nasen 10 auf, die das Führungsrohr 2 in seiner Bereitschaftsstellung vor und während des Einführens des Schutzrohres 1 in die Vagina halten, so daß die Spirale 14 der Elektrode 3 vom Schutzrohr 1 vollständig abgedeckt ist. Die Nasen 11 am Ende der Wendelnut -5 sichern das Führungsrohr 2 nach dem Applizieren der Elektrode 3 gegen ein Herausrutschen aus dem Schutzrohr 1 beim Entfernen der Anlegevorrichtung aus der Vagina. Über das distale Ende des Führungsrohres 2 ist gleitend in der Bohrung 16 des Griffstückes 8 ein Rohr 4 aufgeschoben, das eine Längsnut 6 aufweist, in die der Stift 7 eingreift. Am distalen Ende des Rohes 4 ist ein Kopfstück 13 angeordnet, das eine Durchführung 15 aufweist, durch die die Elektrodenleitung von der Elektrode 3 über das Führungsrohr 2 verläuft. Am anderen Ende des Rohres 4 weist die Längsnut 6 Nasen 12 auf, die am Stift das Rohr 4 gegen Herausrutschen aus dem Griffstück 8 bei der Handhabung der Anlegevorrichtung sichern. Die Strecke, die das am distalen Ende des Führung-srohres 2 anliegende Kopfstück 13 bei Druckausübung gegen das Griffstück 8 zurücklegt, wird begrenzt, in dem das Ende der Längsnut 6 des Rohres 4 am Stift 7 anliegt.
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In Abhängigkeit von der gewählten Steigung der Wendelnut erfolgt die Vorschubbewegung des Führungsrohres 2 zum proximalen Ende des Führungsrohres bzw. zum Feten hin und die begrenzte Drehbewegung mit der die Schraubelektrode 3 in das Körpergewebe des Feten eindringt. Die Druckausübung auf das Kopfstück 13 erfolgt mit dem Daumen, während die Finger der gleichen Hand des Bedienpersonals am Griffstück 8 einen Gegendruck ausüben. Die Vorteile der Erfindung liegen darin, daß durch die begrenzte Drehbewegung der Schraubelektrode die Gefährdung des Feten durch zu tiefes Eindringen der Spirale in das Körpergewebe des Feten mit einem möglichen Herausscheren von Körpergewebe ausgeschlossen wird. Die Arretierung des Führungsrohres in seiner Bereitschaftsstellung vermeidet, daß das Führungsrohr beim Einführen der Vorrichtung in die Vagina zum proximalen Ende des Einführungsrohres hin verrutscht, wodurch die Spirale der Elektrode aus dem Schutzrohr hinausragt und Verletzungen der Vagina verursachen kann. Das Andruck- und Drehmoment für das Anlegen der Schraubelektrode wird durch eine geradlinige, einhändige ausführbare Druckbewegung zwischen Griffstück und Kopfstück realisiert, was zu einer erheblich vereinfachten Handhabung für das Anlegen der Schraubelektrode führt. Die Vorrichtung ist mehrfach verwendbar.
Claims (2)
- 239287Erfindungsanspruch1. Vorrichtung zum Anlegen einer Schraubelektrode mit einem Schutzrohr, in dem sich ein Führungsrohr befindet, das am proximalen Ende eine Aufnahme für die Elektrode aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß am distalen Ende des Schutzrohres (1) ein Griffstück (8) mit einer Bohrung (16) und einem Stift (7) mittig zur Bohrung angeordnet sind, das distale Ende des Führungsrohres (2) eine Wendelnut (5) aufweist, in die der Stift (7) eingreift, über das distale Ende des Führungsrohres (2) ein Rohr (4·), das eine Längsnut (6) aufweist und an dessen distalem Ende ein Kopfstück (13) angeordnet ist, gleitend in der Bohrung (16) des Griffstückes (8) aufgesetzt ist, wobei der Stift (7) in die Längsnut (6) eingreift.
- 2. Vorrichtung zum Anlegen einer Schraubedlektrode nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Anfang und Ende der Wendelnut (5) sowie am Ende der Längsnut (6) Nasen (10, 11, 12) angeordnet sind.Hierzu 1 Seite Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23928782A DD205335A1 (de) | 1982-04-26 | 1982-04-26 | Vorrichtung zum anlegen einer schraubelektrode |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23928782A DD205335A1 (de) | 1982-04-26 | 1982-04-26 | Vorrichtung zum anlegen einer schraubelektrode |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD205335A1 true DD205335A1 (de) | 1983-12-28 |
Family
ID=5538145
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD23928782A DD205335A1 (de) | 1982-04-26 | 1982-04-26 | Vorrichtung zum anlegen einer schraubelektrode |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD205335A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19639648C1 (de) * | 1996-09-26 | 1998-06-10 | Buschmann Johannes | Applikator |
-
1982
- 1982-04-26 DD DD23928782A patent/DD205335A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19639648C1 (de) * | 1996-09-26 | 1998-06-10 | Buschmann Johannes | Applikator |
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