Die vorliegende Erfindung betrifft einen Längsräu- mer an einem Absetzbecken, insbesondere in einem ge deckten Absetzbecken, mit einem auf längs des Beckens angeordneten Schienen zum Hin- und Herfahren motorisch angetriebenen Räumerwagen.
Solche Längsräumer werden in der Regel durch einen auf dem Räumerwagen mitfahrenden Motor, insbesondere Elektromotor, angetrieben, welcher auch über entsprechende Steuerorgane und Antriebsmittel zur Betätigung der Räumschilde verfügt, wobei in der Regel mindestens zwei Räder des Wagens, welche auf den längs des Beckens montierten Schienen laufen, vom Motor zum Hin- und Herfahren angetrieben werden.
Bei offenen Becken ist diese Antriebsweise verhältnismässig gut verwendbar, weil sich Motor und die elektrischen Zuleitungen, wie mitgeschlepptes Kabel oder Stromzufuhrschienen, verhältnismässig gut gegen Feuchtigkeit schützen lassen. Immerhin neigen Antriebs- räder verhältnismässig rasch zum Durchdrehen, besonders bei Regen und im Winter. Bei gedeckten Becken, die häufig unterirdisch angeordnet werden, treten ausserdem grosse Schwierigkeiten auf, weil die feuchtigkeitssichere Unterbringung, insbesondere der elektri- schen Teile, sehr schwierig ist. Ferner ist bei gedeckten Becken auch der Nachteil vorhanden, dass die Wartung der Antriebsmittel und anderer Teile des Wagens problematisch werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Längsräumers an einem Absetzbecken, welcher die geschilderten sowie andere Nachteile bekannter Längsräumer nicht aufweist und es erlaubt, mit einfachsten Mitteln den Antrieb möglichst feuchtigkeitssicher und möglichst leicht wartbar auszubilden.
Zur Lösung dieser Aufgabe betrifft die Erfindung einen Längsräumer der eingangs genannten Art, welcher erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet ist, dass als Antriebsmittel für den Räumerwagen ein endlos geschlossenes, Umlenkrollen im Bereich der Beckenenden umschlingendes und mit einem Trum am Räumerwagen befestigtes Zugmittel und zu dessen Antrieb eine ausserhalb des Beckens angeordnete Antriebsstation vorgesehen sind.
Dadurch, dass Antriebsstation und somit die elektri- schen Antriebsmittel ausserhalb des Absetzbeckens angeordnet sind, lassen sie sich nicht nur ausserordentlich feuchtigkeitssicher und gegen Überfluten geschützt anordnen, sondern sind auch jederzeit, sogar während des Räumerbetriebes, einfach zu warten.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung lässt sich die Umsteuerung der Räumerschilde bein Hin- und Herfahren des Räumerwagens dadurch auf einfachste Weise ausbilden, dass am Räumerwagen beweglich gelagert und mit dem endlos geschlossenen Zugmittel, z.B. Kette oder Seil, verbunden ein Schaltorgan vorgesehen ist welches je nach der Bewegungsrich tung der Zugmittel in eine von zwei Schaltstellungen bewegbar ausgebildet ist, und welches über Kraftüber- tragungsmittel, z.B. Seil oder Hebelwerk, auf die Räu merschilde einzuwirken vermag.
Dieses Schaltorgan kann vorteilhaft ein längs des Wagens bewegbarer jochartiger Körper sein, welcher gleitend am Wagen gelagert ist und vorzugsweise mit Seilen, die über Umlenkrollen laufen, als Kraftübertra- gungsmittel mit den Räumschilden verbunden ist.
Die Umsteuerung des Antriebs kann entweder durch vom Wagen oder vom Zugmittel betätigte Endschalter erfolgen, oder aber es können entsprechende Steuerorga- ne vorgesehen sein, welche z.B. die Anzahl Drehungen des das Zugmittel antreibenden Rades für die Umsteuerung der Zugmittelbewegung, d.h. also des Antriebs, auswerten. Es sind auch andere für die Umsteuerung von Hin- und Herbewegungen bekannte Steuermittel anwendbar.
Die am Räumerwagen montierten beweglichen Teile, z.B. die Schilde, können feuchtigkeitsunempfindlich mit verhältnismässig grossen Spiel arbeitend ausgebildet und mit Selbstschmierung ausgerüstet sein, wodurch sie wenig störanfällig sind.
Die Erfindung soll nachstehend anhand der schema¯ tischen Zeichnung beispielsweise näher beschrieben werden. Es zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch ein doppelt gebrochenes Absetzbecken mit einem erflndungsgemässen Längsräumer,
Fig. 2 eine Ansicht nach Pfeil II in Fig. 1 des Räumerwagens in quer geschnittenen Becken, und Fig. 3 eine teilweise Unteransicht nach Pfeil III in Fig. 2 des Räumerwagens in grösserem Massstab.
Es werden in allen Figuren die gleichen Überweisungszeichen für gleiche Teile verwendet, wobei jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht in jeder der Figuren alle Zeichen vorkommen.
In einem gedeckten Absetzbecken 1 sind an den beiden Längswänden gegenüberliegende horizontal verlaufende Schienen 2 befestigt, auf denen mit Rädern 3 der Räumerwagen 4 hin und her fährt. Damit er diese Fahrten ausführen kann, wird er durch die Kette 5 (in Fig. 1 strichpunktiert), welche am unteren Trum unter Zwischenschaltung des Schildantrieb-Rahmens 6, der am Wagenrahmen 7 längs verschiebbar gelagert ist, endlos geschlossen ist. Die Kette 5 umschlingt die im Bereich der Beckenenden befestigte Umlenkrolle 8 und 9. Die Rolle 9 ist getrieblich mit einem in der Antriebsstation 10 integrierten Motor verbunden. Die Antriebsstation 10 befindet sich ausserhalb des Beckens 1.
Der Schildantriebrahmen 6 ist mit je zwei Seilen 11 bzw. 12 mit dem Oberflächen- (13) bzw. Boden- räumschild (14) verbunden, welche je über Hebelarme 13' und 14', die auf das gleiche Beckenende hinweisen, an Auslegern 15 des Wagenrahmens 7 schwenkbar befestigt sind. Die Seile 11 und 12 sind von entgegengesetzten Seiten kommend an den Rahmen 6 über Rollen 16 bzw. 17 geführt.
Fährt der Wagen von rechts nach links, so zieht die Kette 5 den Rahmen 6 nach links, was bewirkt, dass der Oberflächenschild 13 in die (rechts in Fig. 1 gezeigte) gestrichelte Stellung sinkt und somit die Wasseroberfläche W oben und unten überragt. Der Bodenschild 14 wird gleichzeitig in die links in Fig. 1 ausgezogen und rechts in Fig. 1 gestrichelt angegebene Stellung angehoben. Es wirkt also nur der Oberflächenräumschild 6, welcher am Schluss des Weges auf die Rinne R links aufläuft und dort den Schwimmschlamm abgibt.
Beim Rechtsfahren wird der Rahmen 6 nach rechts gezogen, der Oberflächenschild 13 wird dadurch in der auf Rinne R gezeigten und rechts in Fig. 1 ausgezogen gezeigten Stellung ausgehoben belassen, so dass er in Ruhestellung ist, während nun der Bodenräumschild 14 in die rechts in Fig. 1 ausgezogene Arbeitsstellung gerät, den Beckenboden räumt und dabei den Schlamm in die Grube G schiebt. Nun beginnt das Ganze von vorne.
Wird, wie hier, eine Kette verwendet und ist die Rolle 9 als Kettenrad ausgebildet, so kann die Umsteuerung des Antriebs der Kette 5 nach einer gewissen Drehzahl der Rolle 9 erfolgen, weil Schlupf ausgeschlossen ist. Es können aber auch Kettenglieder mit entsprechenden Schaltorganen zusammenwirken, was man z. B. bei einem Seilantrieb wegen des Schlupfes bevorzugen wür de.
Neben den bereits genannten Vorteilen der geschütz ten Unterbringung der empfindlichen Antriebsteile ist hier auch der Vorteil der besonders flachen Bauweise des Wagens über Wasser ersichtlich. Es besteht auch der Vorteil, die Antriebsstation direkt im Maschinenhaus der Kläranlage unterbringen zu können, was einer Zentralisierung förderlich ist.
An die Stelle der empfindlichen bewegten elektrischen Wagenteile treten nur mechanische und wider- standsfähige Elemente (insbesondere die Kette und der Schildantrieb-Rahmen), während die elektrischen Zuleitungen eingespart werden und die Antriebsteile mit elektrischen Organen ausserhalb des Beckens in Sicherheit sind.
Dieser vor allem bei gedeckten und insbesondere bei unterirdischen Absetzbecken nützliche erfindungsge- mässe Längsräumer hat auch bei offenen Becken die gleichen Vorteile zu bieten, wobei lediglich der Feuchtigkeitsschutz weniger in Betracht fällt.
The present invention relates to a longitudinal scraper on a sedimentation basin, in particular in a covered sedimentation basin, with a motor-driven scraper carriage which is arranged on rails along the basin for moving back and forth.
Such longitudinal clearers are usually driven by a motor, in particular an electric motor, traveling along on the scraper car, which also has appropriate control elements and drive means for operating the clearing blades, with at least two wheels of the car, which are mounted on the rails mounted along the pool run, driven back and forth by the motor.
This type of drive can be used relatively well in open pools because the motor and the electrical supply lines, such as cables or power supply rails, can be protected relatively well against moisture. After all, drive wheels tend to spin relatively quickly, especially in the rain and in winter. In the case of covered pools, which are often arranged underground, there are also great difficulties because it is very difficult to accommodate them in a moisture-proof manner, in particular for the electrical parts. Furthermore, covered pools also have the disadvantage that maintenance of the drive means and other parts of the trolley can be problematic.
The object of the invention is to create a longitudinal scraper on a sedimentation basin which does not have the described and other disadvantages of known longitudinal scrapers and allows the drive to be designed as moisture-proof as possible and as easily serviceable as possible with the simplest means.
To solve this problem, the invention relates to a longitudinal scraper of the type mentioned, which is characterized according to the invention in that, as drive means for the scraper car, an endlessly closed, pulley in the area of the pool ends wrapped around and with a strand on the scraper car and an outside drive means of the basin arranged drive station are provided.
Because the drive station and thus the electrical drive means are arranged outside the settling basin, they can not only be arranged extremely moisture-proof and protected against flooding, but are also easy to maintain at any time, even during the scraper operation.
According to a preferred embodiment of the invention, the reversal of the scraper shields when the scraper wagon moves back and forth can be implemented in the simplest way that the scraper wagon is movably supported and with the endlessly closed traction means, e.g. Chain or rope, connected to a switching element is provided which, depending on the direction of movement of the traction means, is designed to be movable into one of two switching positions, and which via power transmission means, e.g. Rope or lever system, able to act on the Räu merschilde.
This switching element can advantageously be a yoke-like body which can be moved along the carriage and which is slidably mounted on the carriage and is preferably connected to the clearing blades as power transmission means with cables that run over pulleys.
The drive can be reversed either by limit switches operated by the carriage or by the traction mechanism, or corresponding control elements can be provided, which e.g. the number of rotations of the wheel driving the traction mechanism for reversing the traction mechanism movement, i.e. so the drive, evaluate. Other known control means for reversing reciprocating movements can also be used.
The moving parts mounted on the scraper car, e.g. the shields can be designed to be insensitive to moisture with a relatively large clearance and be equipped with self-lubrication, making them less susceptible to failure.
The invention will be described in more detail below with reference to the schematic drawing, for example. It shows:
1 shows a schematic longitudinal section through a double-broken sedimentation basin with a longitudinal scraper according to the invention,
FIG. 2 shows a view according to arrow II in FIG. 1 of the clearing vehicle in a cross-sectioned basin, and FIG. 3 shows a partial bottom view according to arrow III in FIG. 2 of the clearing vehicle on a larger scale.
The same transfer symbols are used for the same parts in all figures, although not all symbols appear in each of the figures for reasons of clarity.
In a covered sedimentation basin 1, opposite horizontally extending rails 2 are attached to the two longitudinal walls, on which the scraper carriage 4 moves back and forth with wheels 3. So that he can carry out these trips, he is by the chain 5 (dash-dotted line in Fig. 1), which is closed endlessly on the lower run with the interposition of the shield drive frame 6, which is longitudinally displaceable on the carriage frame 7. The chain 5 loops around the deflection pulley 8 and 9 fastened in the area of the pool ends. The pulley 9 is gear-connected to a motor integrated in the drive station 10. The drive station 10 is located outside the basin 1.
The shield drive frame 6 is connected to the surface (13) or ground clearance shield (14) with two ropes 11 and 12, which are attached to arms 15 of the tank via lever arms 13 'and 14', which indicate the same pool end Car frame 7 are pivotally attached. The ropes 11 and 12, coming from opposite sides, are guided to the frame 6 via rollers 16 and 17, respectively.
If the carriage drives from right to left, the chain 5 pulls the frame 6 to the left, which causes the surface shield 13 to sink into the dashed position (shown on the right in FIG. 1) and thus protrude above the water surface W above and below. The bottom shield 14 is simultaneously pulled out into the position indicated by dashed lines on the left in FIG. 1 and raised on the right in FIG. So only the surface scraper 6 acts, which runs up to the left of the channel R at the end of the path and releases the floating sludge there.
When driving to the right, the frame 6 is pulled to the right, the surface shield 13 is thereby left raised in the position shown on the channel R and shown extended on the right in Fig. 1, so that it is in the rest position, while the ground clearing shield 14 is now in the position shown on the right in Fig 1 extended working position, clears the pool floor and pushes the sludge into the pit G. Now the whole thing starts all over again.
If, as here, a chain is used and the roller 9 is designed as a sprocket, the drive of the chain 5 can be reversed after a certain speed of the roller 9 because slip is excluded. But chain links can also interact with corresponding switching elements, which is possible, for. B. in a cable drive because of the slip would prefer de.
In addition to the aforementioned advantages of the protected accommodation of the sensitive drive parts, the advantage of the particularly flat design of the car above water is also evident. There is also the advantage of being able to accommodate the drive station directly in the machine house of the sewage treatment plant, which is conducive to centralization.
The sensitive moving electrical car parts are replaced by mechanical and resistant elements (especially the chain and the shield drive frame), while the electrical supply lines are saved and the drive parts with electrical organs outside the pool are safe.
This longitudinal scraper according to the invention, which is particularly useful for covered and in particular for underground sedimentation basins, also offers the same advantages for open basins, only the moisture protection being less of a consideration.