Kranausleger Die Erfindung betrifft einen Kranausleger mit wenig stens vier teleskopisch ausfahrbaren Abschnitten.
Der vorliegende teleskopische Kranausleger ist vor zugsweise dazu bestimmt, an einem Fahrwerk verwendet zu werden, um einen mobilen, hydraulischen Hochlei- stungkran zu schaffen; dieser Ausleger kann aber auch stationär verwendet werden. Die meisten bisher bekann ten teleskopischen Kranausleger mit mindestens vier teleskopischen Abschnitten haben einen Seil- und Seil rollenmechanismus, der zwischen den verschiedenen Abschnitten mit diesen verbunden ist, um diese auszu fahren und einzuziehen.
Dieser Ausfahrmechanismus ist jedoch bei teleskopischen Hochleistungsauslegern für Lasten von 25 Tonnen, 40 Tonnen und mehr nicht praktisch, und die Verwendung von mittels eines Flui dums angetriebenen Motoren oder Kolben-Zylinder- Einheiten hat sich zum Ausfahren und Einziehen der teleskopischen Auslegerabschnitte in bezug aufeinander bei solchen Hochleistungsauslegern. als besonders wirk sam und praktisch erwiesen.
Die Verwendung von mittels eines Fluidums angetriebenen Motoren ist aber deshalb problematisch, weil es schwierig ist, diese Moto ren mit den benachbarten Abschnitten eines mehrteili gen, teleskopischen Hochleistungsauslegers zu verbinden und dabei nur eine so kleine Variation der Grösse des Querschnitts von einem Abschnitt zum benachbarten beizubehalten, dass der äusserste Abschnitt ausreichend tragfähig und der Basisabschnitt nicht unnötig dick und schwer ist.
Aus diesen Gründen hat der grösste bisher bekannte, teleskopische, hydraulische Kranausleger vier Abschnitte, von denen zwei hydraulisch vom Basisab schnitt ausfahrbar sind und der vierte, äusserste Ab schnitt ist von Hand ausfahrbar. Ein vollständig hydrau lisch ausfahrbarer und einziehbarer Kranausleger mit vier Abschnitten ist noch nicht bekannt geworden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen teleskopischen Kranausleger mit mindestens vier Ab- schnitten und eingebauter Ausfahr- und Einziehvorrich- tung zu schaffen, bei dem der zweite und der bzw. die folgenden Abschnitten wahlweise einzeln hydraulisch ausfahrbar sind, so dass der Ausleger auf seine ganze Länge von ungefähr 24 min wenigen Minuten ausgefah ren werden kann. Dabei soll der Querschnittsmodul aufeinander folgender Auslegerabschnitte stufenweise abnehmen und eine minimale vertikale Abmessung des Basisabschnitts ermöglicht werden.
Dies wird erfindungsgemäss erreicht durch einen ersten Abschnitt, einen zweiten im ersten Abschnitt teleskopisch angeordneten Abschnitt, einen dritten im zweiten Abschnitt teleskopisch angeordneten Abschnitt, einen vierten Abschnitt, der im wesentlichen an seiner ganzen Länge im dritten Abschnitt teleskopisch angeord net ist, erste hydraulische Antriebsmittel, die mit dem ersten und zweiten Abschnitt verbunden sind, um den zweiten Abschnitt linear in bezug auf den ersten Ab schnitt zu bewegen, zweite hydraulische Antriebsmittel, die mit dem zweiten und dritten Abschnitt verbunden sind, um den dritten Abschnitt linear in bezug auf den zweiten Abschnitt zu bewegen, und dritte hydraulische Antriebsmittel, die mit dem dritten und vierten Ab schnitt verbunden sind,
um den vierten Abschnitt linear in bezug auf den dritten Abschnitt zu bewegen, wobei der vierte Abschnitt wenigstens die dritten hydraulischen Antriebsmittel umschliesst.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeich nung beispielsweise erläutert.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines mobilen hydraulischen Kranes und zeigt einen vollständig ausge fahrenen Ausleger mit vier Abschnitten nach der Erfin dung.
Fig. 2 zeigt in grösserem Masstab eine verkürzt ge zeichnete, längsgeschnittene Ansicht des Auslegers und lässt erkennen, wie die hydraulischen Antriebsmittel fuidmotore) zwischen den Abschnitten mit diesen ver bunden sind.
Fig. 3 ist ein Seitenriss des inneren Endes des Auslegers nach Fig. 2, in grösserem Masstab.
Fig. 4 ist ein Querschnitt im wesentlichen nach der Linie 4-4 von Fig. 2, in grösserem Masstab und Fig. 5 ist eine perspektivische, teilweise Ansicht des oberen, inneren Endteiles des dritten Abschnitts des Auslegers.
Der vollständig hydraulisch ausfahrbare Ausleger mit vier Abschnitten ist nach Fig. 1 auf einem mit 1 bezeichneten Fahrzeug montiert, um einen mobilen, hydraulischen Kran zu schaffen, der auf Strassen und rauhem Gelände fahrbar ist. Das Fahrzeug ist mit hydraulisch ausfahrbaren Stützauslegern 2 zum Fixieren des Fahrwerkes auf dem Boden und zum Entlasten der Fahrzeugräder beim Betrieb des Kranes versehen.
Der Ausleger 3 ist bei 4 an einem Paar Auslegerträ ger 5 am Gehäuse 6 schwenkbar befestigt, das die Kranführerkabine 7 und die hydraulischen Steuervor richtungen für den Ausleger enthält. Ein Paar hydrauli sche Kolben-Zylinder-Einheiten (Fluidmotore) 9 zum Heben des Auslegers ist schwenkbar zwischen dem Ausleger und dem Gehäuse 6 befestigt, um den Ausleger 3 wahlweise zu heben und zu senken. Das Gehäuse und die Kabine 6 und 7 sind mit dem Fahrzeug 1 in üblicher Weise durch eine Drehscheibe 8 drehbar verbunden, die von der Kranführerkabine aus betätigbar ist, wodurch der Ausleger stetig um 360 gedreht werden kann.
Obwohl der dargestellte Ausleger an einem mobilen Fahrzeug befestigt ist, kann er auch an einer anderen Einrichtung befestigt sein.
Obwohl die Teile 9 des hydraulischen Kolben- Zylinder-Einheiten (Fluidmotore) bezeichnet sind, kön nen sie auch Antriebsmittel anderer Art zum linearen Ausfahren sein, sie sind jedoch vorzugsweise hydraulisch betätigte Fluidmotore.
Der Ausleger hat einen ersten Abschnitt (Basisab schnitt) 10, einen zweiten Abschnitt 11, der im ersten Abschnitt 10 teleskopartig angeordnet ist, einen dritten Abschnitt 12, der im zweiten Abschnitt 11 teleskopisch angeordnet ist, und einen vierten Abschnitt 13, der im dritten Abschnitt 12 teleskopisch angeordnet ist. Eine Auslegernase 14 üblicher Art ist mit dem äusseren Ende des vierten Abschnitts 13 verbunden und hat (nicht dargestellte) Seilrollen für das Tragseil 15, dessen Ende mit einer Einrichtung 16 mit einem Haken verbunden ist.
Der erste Abschnitt 10 ist im Querschnitt im wesentlichen rechteckig, wie insbesondere die Fig. 3 und 4 zeigen, und hat an seiner oberen Seiten einen oben offenen Führungskanal 17 für das Tragseil 15, der sich im wesentlichen über dem Teil 10 streckt. Wie Fig. 3 zeigt, konvergieren die Seiten des Führungskanals 17 leicht nach innen zueinander zum vorderen Ende des ersten Abschnitts hin, um einen sich verjüngenden Führungskanal für das Seil zu bilden.
Das untere Ende des ersten Abschnitts 10 ist zur Verstärkung mit einer Grundplatte 18 versehen; die sich zusammen mit diesem Abschnitt erstreckt. Das der Basis des Auslegers zugewandte Ende des ersten Abschnitts ist durch angeschweisste Seitenplatten 19 und Eckbleche 20 verstärkt, um einen verstärkten, kastenförmigen Teil, der mit 21 bezeichnet ist, unter diesem Ende des ersten Abschnitts zu bilden.
Dieser Teil trägt die sich quer erstreckende Lagerbuchse 22 des Auslegers, welche die schwenkbare Verbindung 4 zwischen dem Ausleger und den Auslegerträgern 5 bildet, und die Lagerbüchse 23 für die Hebezylinder, diese Lagerbuchse bildet eine schwenkbare Verbindung mit den hydraulischen An triebsmitteln (Fluidmotoren) 9 zum Heben und Senken des Auslegers in einer vertikalen Ebene. Wie Fig. 1 zeigt, ist eine Platte 24 mit dem der Basis des Auslegers zugewandten Ende des ersten Abschnitts 10 verbunden, um eine hydraulisch angetriebene Winde 25 für das Kranseil 15 zu tragen.
Der zweite Abschnitt 11 des Auslegers hat einen im allgemeinen rechteckigen Querschnitt und ist mit oberen und unteren Verstärkungsplatten 26 bzw. 27 versehen, die sich über seine Länge erstrecken. Die untere Verstär kungsplatte 27 bildet eine Lauffläche für ein Paar Lagerplatten 28 aus Messing oder einem andern, ver- hältnismässig weichen Lagermaterial, die mit dem ersten Abschnitt 10, nahe dessen der Basis abgewandtem Ende verbunden sind, wie in Fig. 2 und 4 gezeigt. Die Lagerplatten 28 erstrecken sich etwas oberhalb der unteren inneren Oberfläche des ersten Abschnitts in gleitender Berührung mit der unteren Verstärkungsplatte 27 des zweiten Abschnitts 11.
Ein oberes Gehäuse 29, das im wesentlichen umge kehrt U-förmig ist, ist mit der oberen Fläche des zweiten Abschnitts 11, das ist die oberen Fläche der Verstär kungsplatte 26, beispielsweise durch Schweissung fest verbunden, so dass das Gehäuse einen Teil des zweiten Abschnitts bildet und teleskopisch im ersten Abschnitt verschiebbar ist, weil die gesamte Höhe des zweiten Abschnitts 11 einschliesslich des Gehäuses 29 wenig kleiner ist als die Höhe des ersten Abschnitts 10. Das Gehäuse 29 erstreckt sich im wesentlichen mit dem zweiten Abschnitt 11, wie Fig. 2 zeigt, und es ist nahe seinem der Basis des Auslegers zugewandten Ende mit Verstärkungen 30 versehen, die an seiner oberen Fläche z.
B. durch Schweissung befestigt sind und ein Paar Öffnungen 32 aufweisen, in welchen ein Paar obere Lagerplatten 33 mit Reibung angeordnet sind, die an der 'Inneren oberen Fläche des ersten Abschnitts 10 gleiten, wenn der zweite Abschnitt in diesem hin und her bewegt wird. Die Verstärkungen 30 sind ihrerseits durch Eck- platten 31 oder dergl. verstärkt, und diese Anordnung ermöglicht es, Lagerplatten 33 so dicht wie möglich an den oberen Ecken des ersten Abschnitts anzuordnen.
Zwischenbleche 34 aus Messing oder ähnlichem Mate rial sind mit der oberen und den seitlichen Innenflächen des ersten Abschnitts verbunden und so angeordnet, dass sie ein Spiel zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt bei der gegenseitigen Bewegung dieser Abschnitte verhindern. Ein ähnliches Zwischenblech 35 ist mit der unteren Fläche des zweiten Abschnitts 11 neben dessen inneren Ende zum gleichen Zwecke ver bunden.
Eine erste hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit 36 ist im Gehäuse 29 angeordnet, ihr Zylinder ist bei 37 schwenkbar mit dem inneren Ende des ersten Abschnitts 10, und das Ende ihrer Kolbenstange ist bei 38 schwenkbar mit dem oberen Gehäuse 29 des zweiten Abschnitts 11 neben dem der Basis des Auslegers abge wandten Ende des Abschnitts 11 verbunden. Die Hy- draulik-Leitungen 39 von entgegengesetzten Enden die ser Kolben-Zylinder-Einheit verlaufen von der Rückseite des Auslegers und zu den hydraulischen Steuervorrich tungen im Gehäuse 6 und in der Kabine 7.
Wenn das hydraulische Fluidum in die Kolben-Zylinder-Einheit durch die Leitung geleitet wird, die mit dem der Basis des Auslegers zugewandten Ende des Zylinders verbunden ist, wird die Kolbenstange aus dem Zylinder herausge- stossen und der zweite Abschnitt teleskopisch aus dem ersten Abschnitt ausgefahren. Wenn das hydraulische Fluidum der Kolben-Zylinder-Einheit durch die Leitung 39 am der Basis der Auslegers abgewandten Ende des Zylinders zugeführt wird, wird der zweite Abschnitt 11 in den ersten Abschnitt 10 hineingezogen.
Der dritte Abschnitt 12 des Auslegers hat einen hohlen, rechteckigen Querschnitt, dessen Länge und Breite etwas kleiner als die inneren Abmessungen des unteren Teils des zweiten Abschnitts 11 sind. Eine Verstärkungsplatte 40 ist an der unteren Fläche des dritten Abschnitts vorgesehen, um eine Lauffläche zu bilden, die sich im wesentlichen mit diesem erstreckt und in gleitender Berührung mit einem Paar Lagerplatten 41 steht, die mit dem zweiten Abschnitt 11 nahe dem äusseren Ende desselben verbunden sind, ebenso wie die Lagerplatten 28 mit dem ersten Abschnitt verbunden sind.
Der dritte Abschnitt 12 ist mit einer oberen Verstärkungsplatte 42 versehen, die sich im wesentlichen mit diesem erstreckt und nahe ihrem der Basis des Auslegers zugewandten Ende mit einem Paar Ausspa rungen versehen ist, die den mit 32 bezeichneten ähnlich sind und ein Paar obere Lagerplatten 43 tragen, die in gleitender Berührung mit der oberen, inneren Fläche des zweiten Abschnitts 11 stehen, wie Fig. 2 und 3 zeigen. Zwischenbleche 44, die den Blechen 34 ähnlich sind, sind in geeigneter Weise zwischen den seitlichen, obere und unteren Flächen des dritten Abschnitts 12 und des zweiten Abschnitts 11 befestigt, um ein Spiel zwischen den Abschnitten zu vermeiden und eine stossfreie, tele skopische Wirkung zu ermöglichen.
Ein Gehäuse 45, dessen Querschnitt im allgemeinen quadratisch ist und das eine zweite Kolben-Zylinder- Einheit 57 enthält, ist starr im dritten Abschnitt 12 von der Innenfläche desselben durch Flanschplatten 46 oder dergl. distanziert befestigt, die mit ihm verschweisst und durch Bolzen starr mit dem der Basis des Auslegers zugewandten Ende des dritten Abschnitts verbunden sin. Das Gehäuse 45 und der dritte Abschnitt 12 sind auf diese Weise an ihren der Basis des Auslegers zugewand ten Enden starr zu einer Einheit miteinander verbunden, und das Gehäuse erstreckt sich längs dieses Abschnitts,
wobei sein der Basis des Auslegers abgewandtes, freies Ende neben dem entsprechenden Ende des dritten Abschnitts 12 endet, wie Fig. 2 zeigt. Ein Paar Tragku fen 47 sind mit dem freien der Basis des Auslegers abgewandten Ende des Gehäuses 45 verbunden, erstrek- ken sich nach unten und stehen in gleitender Berührung mit der inneren unteren Fläche des vierten Abschnitts 13 am freien Ende des Auslegers, der im dritten Abschnitt 12 teleskopisch verschiebbar ist und das Gehäuse 45 umschliesst.
Dieser Abschnitt 13 hat einen rechteckigen Querschnitt, dessen Abmessungen wenig kleiner als diejenigen des rechteckigen Querschnitts des dritten Abschnitts 12 sind, und er ragt in zurückgezogener Lage teleskopisch in den dritten Abschnitt 12 hinein und umschliesst das Gehäuse 45, welches ein Teil des Abschnitts 12 ist, in seiner Länge.
Der vierte Abschnitt des Auslegers ist mit oberen und unteren Verstärkungs platten 48 und 49 versehen, die sich im wesentlichen über dessen Länge erstrecken, wobei die untere Verstär kungsplatte 49 in gleitender Berührung mit einem Paar Lagerplatten 50 steht, die nahe dem unteren äusseren Ende des dritten Abschnitts 12 im wesentlichen so wie die Lagerplatten 28 und 41 mit den betreffenden Abschnit ten verbunden sind. Ein Paar Gleitplatten 51 sind mit dem der Basis des Auslegers zugewandten Ende der oberen Verstärkungsplatte 48 so verbunden, dass sie beim Verschieben des Abschnitts 13 im dritten Ab schnitt 12 an der inneren oberen Fläche des dritten Abschnitts 12 gleiten. Lagerplatten 50 gleiten an der unteren Fläche der unteren Verstärkungsplatte 49 des Abschnitts am äusseren Ende des Auslegers.
So wie bei den anderen Abschnitten des Auslegers sind mehrere Zwischenbleche 52 an geeigneten Stellen zwischen dem vierten Abschnitt des Auslegers und dem dritten Ab schnitt desselben in derselben Weise angebracht, wie die Zwischenbleche 44 zwischen den betreffenden Abschnit ten. Dadurch wird ein Spiel zwischen den Abschnitten vermieden, wenn diese sich in bezug aufeinander bewe gen.
Wie insbesondere in Fig. 2 gezeigt, sind der dritte Abschnitt 12, der zweite Abschnitt 11 und der erste Abschnitt 10 mit Verstärkungskragen 53, 54 bzw. 55 versehen, die an deren der Basis des Auslegers abge wandten Endteilen nahe den betreffenden Lagerplatten paaren befestigt sind. Die Auslegernase 14 ist an das äussere Ende des vierten Abschnitts 13 angebracht, und das Kranseil 15 verläuft von der Winde 25 längs der Oberseite des Auslegers 3 durch den Kanal 17 und passende Seilführungen, z. B. 56, zu den Seilrollen in der Auslegernase.
Eine zweite, hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit 57 ist im Motorgehäuse 45 angeordnet mit Hydraulik- Leitungen 58 versehen, die von entgegengesetzten Enden seines Zylinders ausgehen. Das Zylinderende dieser Einheit ist bei 59 schwenkbar mit dem der Basis des Auslegers zugewandten Ende des zweiten Abschnitts 11, und das Ende der Kolbenstange ist bei 60 neben dem freien Ende des Gehäuses 45 schwenkbar befestigt. Eine dritte, hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit 61 ist un mittelbar unter dem Gehäuse 45 zwischen den Tragku fen 47 angeordnet, wie insbesondere Fig. 4 zeigt.
Hydraulik-Leitungen 62 führen zu entgegengesetzten Enden dieser Einheit 61, deren Zylinderende bei 63 schwenkbar mit dem der Basis des Auslegers zugewand ten Ende des dritten Abschnitts 12 und deren Kolben stangenende bei 64 nahe dem dieser Basis abgewandten Ende des vierten Abschnitts 13 des Auslegers schwenk bar befestigt ist. Die Zylinder der Einheiten 57 und 61 sind auf diese Weise übereinander angeordnet, wobei der Zylinder der Einheit 57 in das Gehäuse 45 eingeschlossen ist, und der vierte Abschnitt des Auslegers das Gehäuse 45 und den Zylinder der Einheit 61 umschliesst; wenn dieser Abschnitt in den dritten Abschnitt hineingezogen ist.
Im vollständig eingezogenen Zustand des Auslegers, der in den Fig. 2, 3 und 4 gezeigt ist, sind die drei Kol- ben-Zylinder-Einheiten 36, 57 und 61 übereinander angeordnet.
Die Hydraulik-Leitungen 39, 58 und 62 von den einander entgegengesetzten Enden der Kolben-Zy%der- Einheiten 36, 57 bzw. 61 erstrecken sich aus dem seiner Basis zugewandten Ende des Auslegers und durch dessen nicht gezeigte Drehvorrichtung zu den hydrauli schen Steuervorrichtungen im Gehäuse 6 und der Kabi ne 7. Jede einzelne Zylinder-Kolben-Einheit kann wahl weise zu beliebiger Zeit erregt werden, so dass wahlweise jeder Abschnitt des Auslegers aus dem Abschnitt, in welchem er teleskopisch verschiebbar ist, ausgefahren werden kann.
Ebenso können die Abschnitte einzeln und wahlweise eingezogen, oder sie können alle gleichzeitig ausgefahren und eingezogen werden, indem die Zylin- der-Kolben-Einheiten gleichzeitig betätigt werden. Wenn das hydraulische Fluidum der Kolben-Zylinder-Einheit 61 durch die Hydraulik-Leitungen 62 am der Basis des Auslegers zugewandten Ende der Einheit zugeführt wird, wird der vierte Abschnitt 13 des Auslegers auf dem dritten Abschnitt 12 desselben ausgefahren.
Wenn das hydraulische Fluidum der Kolben-Zylinder-Einheit 57 durch die hydraulische Leitung 58, die mit dem der Basis des Auslegers zugewandten Ende dieser Einheit 57 verbunden ist, zugeführt wird, wird der dritte Abschnitt 12 aus dem zweiten Abschnitt 11 ausgefahren.
Der zweite Abschnitt 11 wird aus dem ersten Abschnittt 10 ausgefahren, indem die lColben-Zylinder-Einheit 36 auf die soeben beschriebene Weise betätigt wird, und die be treffenden Abschnitte werden dadurch zurückgezogen, dass das hydraulische Fluidum zu den betreffenden Kolben-Zylinder-Einheiten durch die Hydraulik-Leitun- gen geleitet wird, die zu den der Basis des Auslegers abgewandten Enden der Kolben-Zylinder-Einheiten füh ren.
Dadurch ist ein sehr vielseitiger und anpassbarer, völlig hydraulisch ausfahrbarer und einziehbarer Ausle ger mit vier Abschnitten geschaffen, der beispielsweise von einer Länge von ungefähr 8 m im eingezogenen Zustand auf eine Länge von beispielsweise 24 m im vollständig ausgefahrenen Zustand in. ungefähr 2 Minu ten ausgefahren werden kann. Dadurch ist eine erhebli che Herabsetzung der Zeit zum Ausfahren gegenüber bisher bekannter Ausleger vergleichbarer Abmessungen für Lasten von 25 bis 40 Tonnen und mehr erzielt.
Obwohl die Erfindung am Beispiel bestimmter, vorzugsweise Ausführungsformen beschrieben ist, kön nen Änderungen ohne Abweichungen vom Erfindungs- gegenstand vorgenommen werden.
Crane boom The invention relates to a crane boom with at least four telescopically extendable sections.
The present telescopic crane boom is preferably intended to be used on a running gear in order to create a mobile, hydraulic high-performance crane; this boom can also be used stationary. Most hitherto known telescopic crane booms with at least four telescopic sections have a rope and rope pulley mechanism that is connected between the various sections with these to extend and retract them.
However, this extension mechanism is not practical with high performance telescopic booms for loads of 25 tons, 40 tons and more, and the use of a fluid-driven motors or piston-cylinder units to extend and retract the telescopic boom sections with respect to one another in such High performance booms. proven to be particularly effective and practical.
The use of motors driven by a fluid is problematic because it is difficult to connect these motors to the adjacent sections of a multi-part, high-performance telescopic boom while maintaining only such a small variation in the size of the cross-section from one section to the next that the outermost section is sufficiently strong and the base section is not unnecessarily thick and heavy.
For these reasons, the largest previously known, telescopic, hydraulic crane boom has four sections, two of which are hydraulically extendable from the base section and the fourth, outermost section can be extended by hand. A fully hydraulic extendable and retractable crane boom with four sections is not yet known.
The invention is based on the object of creating a telescopic crane boom with at least four sections and a built-in extending and retracting device, in which the second and the subsequent section or sections can optionally be individually hydraulically extended so that the boom can be extended to its entire length of about 24 minutes can be extended in a few minutes. The cross-sectional module of successive boom sections should decrease in stages and a minimal vertical dimension of the base section should be made possible.
This is achieved according to the invention by a first section, a second section telescopically arranged in the first section, a third section telescopically arranged in the second section, a fourth section which is telescopically arranged essentially along its entire length in the third section, first hydraulic drive means, connected to the first and second sections to linearly move the second section with respect to the first section, second hydraulic drive means connected to the second and third sections to linearly move the third section with respect to the second section to move, and third hydraulic drive means, which are connected to the third and fourth sections,
to move the fourth section linearly with respect to the third section, the fourth section enclosing at least the third hydraulic drive means.
The invention is explained below with reference to the drawing voltage, for example.
Fig. 1 is a perspective view of a mobile hydraulic crane and shows a fully extended boom with four sections according to the invention.
Fig. 2 shows on a larger scale an abbreviated ge drawn, longitudinally sectioned view of the boom and shows how the hydraulic drive means fuidmotore) between the sections are connected with these ver.
Fig. 3 is a side elevational view, on a larger scale, of the inner end of the boom of Fig. 2.
Fig. 4 is a cross-sectional view taken substantially along line 4-4 of Fig. 2, on a larger scale, and Fig. 5 is a perspective, partial view of the upper, inner end portion of the third section of the boom.
The fully hydraulically extendable boom with four sections is mounted according to FIG. 1 on a vehicle designated 1 in order to create a mobile, hydraulic crane that can be driven on roads and rough terrain. The vehicle is provided with hydraulically extendable outriggers 2 for fixing the chassis on the ground and for relieving the vehicle wheels when the crane is in operation.
The boom 3 is pivotally attached at 4 to a pair of Auslegerträ ger 5 on the housing 6, which contains the crane operator's cab 7 and the hydraulic Steuervor directions for the boom. A pair of hydraulic cal piston-cylinder units (fluid motors) 9 for lifting the boom is pivotally mounted between the boom and the housing 6 to selectively raise and lower the boom 3. The housing and the cab 6 and 7 are rotatably connected to the vehicle 1 in the usual way by a turntable 8 which can be actuated from the crane operator's cab, whereby the boom can be rotated continuously through 360.
Although the boom shown is attached to a mobile vehicle, it can also be attached to other equipment.
Although the parts 9 of the hydraulic piston-cylinder units (fluid motors) are designated, they can also be drive means of other types for linear extension, but they are preferably hydraulically operated fluid motors.
The boom has a first section (Basisab section) 10, a second section 11, which is arranged telescopically in the first section 10, a third section 12, which is arranged telescopically in the second section 11, and a fourth section 13, which is in the third section 12 is arranged telescopically. A boom nose 14 of the usual type is connected to the outer end of the fourth section 13 and has pulleys (not shown) for the support cable 15, the end of which is connected to a device 16 with a hook.
The first section 10 is essentially rectangular in cross section, as shown in particular in FIGS. 3 and 4, and on its upper side has a guide channel 17, open at the top, for the support cable 15, which extends essentially over the part 10. As Fig. 3 shows, the sides of the guide channel 17 converge slightly inwardly towards one another towards the front end of the first section in order to form a tapered guide channel for the rope.
The lower end of the first section 10 is provided with a base plate 18 for reinforcement; which extends along with this section. The end of the first section facing the base of the boom is reinforced by welded-on side plates 19 and corner plates 20 to form a reinforced box-shaped part, designated 21, under this end of the first section.
This part carries the transversely extending bearing bush 22 of the boom, which forms the pivotable connection 4 between the boom and the boom supports 5, and the bearing bush 23 for the lifting cylinder, this bearing bush forms a pivotable connection with the hydraulic drive means (fluid motors) 9 to Raising and lowering the boom in a vertical plane. As FIG. 1 shows, a plate 24 is connected to the end of the first section 10 facing the base of the boom, in order to carry a hydraulically driven winch 25 for the crane rope 15.
The second section 11 of the boom is generally rectangular in cross-section and is provided with upper and lower reinforcement plates 26 and 27, respectively, which extend along its length. The lower reinforcement plate 27 forms a running surface for a pair of bearing plates 28 made of brass or another relatively soft bearing material, which are connected to the first section 10, near its end facing away from the base, as shown in FIGS. 2 and 4. The bearing plates 28 extend slightly above the lower inner surface of the first section in sliding contact with the lower reinforcement plate 27 of the second section 11.
An upper housing 29, which is essentially inverted U-shaped, is firmly connected to the upper surface of the second section 11, which is the upper surface of the reinforcing plate 26, for example by welding, so that the housing is part of the second section and is telescopically displaceable in the first section because the total height of the second section 11 including the housing 29 is slightly less than the height of the first section 10. The housing 29 extends essentially with the second section 11, as FIG. 2 shows , and it is near its end facing the base of the boom with reinforcements 30 which on its upper surface z.
B. welded and have a pair of openings 32 in which a pair of upper bearing plates 33 are arranged with friction, which slide on the 'inner upper surface of the first section 10 when the second section is reciprocated therein. The reinforcements 30 are in turn reinforced by corner plates 31 or the like, and this arrangement makes it possible to arrange bearing plates 33 as close as possible to the upper corners of the first section.
Spacer plates 34 made of brass or similar mate rial are connected to the upper and the lateral inner surfaces of the first section and arranged so that they prevent play between the first section and the second section when these sections move together. A similar intermediate plate 35 is connected to the lower surface of the second portion 11 next to its inner end for the same purpose.
A first hydraulic cylinder-piston unit 36 is disposed in the housing 29, its cylinder is pivotable at 37 with the inner end of the first section 10, and the end of its piston rod is pivotable at 38 with the upper housing 29 of the second section 11 adjacent the end of the section 11 facing away from the base of the boom connected. The hydraulic lines 39 from opposite ends of this piston-cylinder unit run from the rear of the boom and to the hydraulic control devices in the housing 6 and in the cab 7.
When the hydraulic fluid is passed into the piston-cylinder unit through the line connected to the end of the cylinder facing the base of the boom, the piston rod is pushed out of the cylinder and the second section is telescopically extended from the first section . When the hydraulic fluid is fed to the piston-cylinder unit through the line 39 at the end of the cylinder facing away from the base of the boom, the second section 11 is drawn into the first section 10.
The third section 12 of the boom has a hollow, rectangular cross section, the length and width of which are slightly smaller than the internal dimensions of the lower part of the second section 11. A reinforcement plate 40 is provided on the lower surface of the third section to form a tread which extends substantially therewith and is in sliding contact with a pair of bearing plates 41 connected to the second section 11 near the outer end thereof , just as the bearing plates 28 are connected to the first section.
The third section 12 is provided with an upper reinforcing plate 42 which extends substantially therewith and near its end facing the base of the boom with a pair of recesses similar to those indicated at 32 and carrying a pair of upper bearing plates 43 which are in sliding contact with the upper, inner surface of the second portion 11, as shown in FIGS. 2 and 3 show. Intermediate sheets 44, which are similar to sheets 34, are suitably secured between the lateral, upper and lower surfaces of the third section 12 and the second section 11 in order to avoid play between the sections and to allow a smooth, tele-scopic effect .
A housing 45, the cross-section of which is generally square and which contains a second piston-cylinder unit 57, is rigidly attached in the third section 12 from the inner surface of the same by flange plates 46 or the like. They are welded to it and rigidly with bolts the end of the third section facing the base of the boom. The housing 45 and the third section 12 are in this way rigidly connected to one another at their ends facing the base of the boom, and the housing extends along this section,
its free end facing away from the base of the boom ends next to the corresponding end of the third section 12, as FIG. 2 shows. A pair of Tragku fen 47 are connected to the free end of the housing 45 remote from the base of the boom, extend downward and are in sliding contact with the inner lower surface of the fourth section 13 at the free end of the boom, which is in the third section 12 is telescopically displaceable and encloses the housing 45.
This section 13 has a rectangular cross-section, the dimensions of which are slightly smaller than those of the rectangular cross-section of the third section 12, and in the retracted position it protrudes telescopically into the third section 12 and encloses the housing 45, which is part of the section 12, in its length.
The fourth section of the boom is provided with upper and lower reinforcing plates 48 and 49 which extend substantially along its length, the lower reinforcing plate 49 being in sliding contact with a pair of bearing plates 50 which are near the lower outer end of the third Section 12 essentially as the bearing plates 28 and 41 are connected to the relevant Abschnit th. A pair of sliding plates 51 are connected to the end of the upper reinforcing plate 48 facing the base of the boom so that they slide on the inner upper surface of the third section 12 when the section 13 is moved in the third section 12. Bearing plates 50 slide on the lower surface of the lower reinforcement plate 49 of the section at the outer end of the boom.
As with the other sections of the boom, several intermediate plates 52 are attached at suitable locations between the fourth section of the boom and the third section thereof in the same way as the intermediate plates 44 between the respective sections. This prevents play between the sections when these move in relation to each other.
As shown in particular in Fig. 2, the third section 12, the second section 11 and the first section 10 are provided with reinforcing collars 53, 54 and 55, respectively, which are attached to the end portions facing the base of the boom abge near the bearing plates in question . The jib nose 14 is attached to the outer end of the fourth section 13, and the crane rope 15 runs from the winch 25 along the top of the jib 3 through the channel 17 and suitable rope guides, e.g. B. 56, to the pulleys in the boom nose.
A second, hydraulic piston-cylinder unit 57 is arranged in the motor housing 45 and provided with hydraulic lines 58 which extend from opposite ends of its cylinder. The cylinder end of this unit is pivotable at 59 with the end of the second section 11 facing the base of the boom, and the end of the piston rod is pivotally attached at 60 adjacent the free end of the housing 45. A third, hydraulic piston-cylinder unit 61 is arranged un indirectly under the housing 45 between the Tragku fen 47, as in particular FIG. 4 shows.
Hydraulic lines 62 lead to opposite ends of this unit 61, the cylinder end at 63 pivotable with the end of the third section 12 facing the base of the boom and the piston rod end at 64 near the end of the fourth section 13 of the boom facing away from this base is attached. The cylinders of the units 57 and 61 are arranged one above the other in this way, the cylinder of the unit 57 being enclosed in the housing 45, and the fourth section of the boom enclosing the housing 45 and the cylinder of the unit 61; when this section is drawn into the third section.
In the fully retracted state of the boom, which is shown in FIGS. 2, 3 and 4, the three piston-cylinder units 36, 57 and 61 are arranged one above the other.
The hydraulic lines 39, 58 and 62 from the opposite ends of the piston Zy% der- units 36, 57 and 61 extend from the end of the boom facing its base and through its rotating device, not shown, to the hydraulic control devices in the Housing 6 and the cabin 7. Each individual cylinder-piston unit can optionally be energized at any time, so that optionally each section of the boom can be extended from the section in which it is telescopically displaceable.
The sections can also be retracted individually and optionally, or they can all be extended and retracted at the same time by actuating the cylinder-piston units at the same time. When the hydraulic fluid is supplied to the piston-cylinder unit 61 through the hydraulic lines 62 at the end of the unit facing the base of the boom, the fourth section 13 of the boom is extended on the third section 12 of the same.
When the hydraulic fluid is supplied to the piston-cylinder unit 57 through the hydraulic line 58, which is connected to the end of this unit 57 facing the base of the boom, the third section 12 is extended from the second section 11.
The second section 11 is extended from the first section 10 by actuating the piston-cylinder unit 36 in the manner just described, and the sections concerned are withdrawn by the hydraulic fluid passing through to the piston-cylinder units concerned the hydraulic lines, which lead to the ends of the piston-cylinder units facing away from the base of the boom, are routed.
This creates a very versatile and adaptable, fully hydraulically extendable and retractable boom with four sections that can be extended, for example, from a length of about 8 m when retracted to a length of, for example, 24 m when fully extended in about 2 minutes can be. As a result, a considerable reduction in the time to extend compared to previously known booms of comparable dimensions for loads of 25 to 40 tons and more is achieved.
Although the invention is described using the example of certain, preferably embodiments, changes can be made without deviating from the subject matter of the invention.