Vorrichtung für das Anpressen von Maschinenteilen, insbesondere Walzen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, um Maschinenteile, insbesondere Walzen, aber auch Schlitten, Friktions- und Bremsscheiben o. dgl. an zudrücken. Insbesondere soll die Druckvorrichtung Verwendung finden zum Anpressen von Walzen bei Maschinen zur Herstellung und Verarbeitung von Papier, Textilien sowie von Kunssttoff- und Metallfo- lien, bei denen es auf eine sehr genaue Dosierung des Anpressdruckes ankommt.
Bisher verwendet man vielfach Zylinder, bei denen der Kalben mit einem O-Ring oder mit einer Nutringdichtung versehen ist. Bei diesen Ausführun gen treten aber hohe Haftreibungskräfte auf, so,dass eine genaue Dosierung nicht immer möglich ist.
Es ist aber auch bekannt, als Druckvorrichtung eine Spindel zu verwenden, mit der die Grobzustel lung erfolgt, während die Feinzustellung durch einen Membrankolben vorgenommen wird. Diese Ausfüh rung ist aber sehr aufwendig, zumal wenn für den Spindelantrieb eine Fernsteuerung vorgesehen wird. Um hier Abhilfe zu schaffen, wird gemäss,der Erfin- dung eine Vorrichtung vorgeschlagen, bei der in einem Schubkolben ein Membrankolben angeordnet ist, der mit regelbarem Druck beaufschlagbar ist.
Hierbei kann die durch die Zylinderwand des Schub kolbens geführte Zuleitung zum Druckraum des durch eine Feder belasteten Membrankolbens etwa in der Endstellung des Schubkolbens vorgesehen sein. Die Zustellung der Walze oder eines anderen Maschi nenteils kann hiebei durch den Schubkolben vorge nommen werden, während die Erzeugung des not wendigen Anpressdruckes durch Beaufschlagen des Membrankolbens vorgenommen wird.
Bei der praktischen Ausführung kann der Mem- brankolben in an sich bekannter Weise als Rollmem- bran ausgebildet sein. Eine Einrichtung gemäss der Erfindung kann in einfacher Weise auch zur selbsttätigen Steuerung des Anpressdruckes ausgeführt werden. So kann das Druckmittel - entweder Luft oder Öl - für den Membrankolben von .einem elektrischen Regler, z. B.
über Magnetventile, selbsttätig in. Abhängigkeit vom Drehmoment des Walzenantriebsmotors regelbar sein.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäss der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Kolben und Fig. 2 einen Doppelkolben mit selbsttätiger Steue rung.
In einem Zylinder befindet sich ein hohler Kol ben 2, der als Schubkolben dient und der mit einer hohlen Kolbenstange 3 versehen ist, die. durch den Zylinderboden 4 geführt ist. Der Kolben 2 ist hohl ausgebildet und im Inneren mit einem Membrankol- ben 5 versehen. Die Membran. dieses Kolbens ist als Rollmembran ausgebildet und mit ihrem äusseren Rand mittels der hochgezogenen Seitenwände 3a des Kolbenbodens 3b befestigt.
Zur Steuerung des Schubkolbens 2 wird das Druckmedium, entweder Luft oder Öl, durch die An- schlussbohrungen 6 oder 7 in den Zylinder 1 geleitet.
Mit Hilfe des Kolbens 2 wird über die Kolbenstange 8 des Membrankolbens 5 der zu verstellende Maschi nenteil .beeinflusst. Ist die Walze oder ein anderer Maschinenteil zugestellt, so befindet sich der Kolben 2 in seiner Endlage, die in Fig. 1 gezeichnet ist.
Der Zylinderdeckel 9 ist mit einem Anschluss 10 und die Zylinderwand mit einer Bohrung 11 versehen, die in einer Querbohrung 12 mündet. Der Kolben 2 ist mit einer Ringnut 13 und Radialbohrungen 14 ausgerüstet, so dass ein Druckmittel auf die eine Seite des Mein- brankolbens 5 geleitet werden kann.
Durch Beauf- schlagen dieses Membrankolbens wird dann die Kol benstange 8 weiter verschoben, um den nötigen An pressdruck zu erzeugen. Da praktisch ein Membran kolben reibungslos verstellt werden kann, ist somit eine feinfühlige Drucksteuerung gegeben. Auf den Kolben 5 wirkt eine die Kolbenstange 8 umgebende Druckfeder 15. die den Kolben wieder zurückführen kann.
In Fig. 2 ist eine selbsttätige Steuerung schema tisch angedeutet. Der Schubkolben 2, der mit den Anschlüssen 6 und 7 versehen ist, wird durch die Lei tungen 16 und 17 beaufschlagt, und zwar über ein Vierwegemagnetventil 18. Das Druckmittel wird über eine Leitung 19 dem Vierwegemagnetventil zu geführt.
Von der Leitung 19 zweigt eine Leitung 21 ab, die zu einem Zweiwegemagnetventil 22 und von hier zu einem Luftbehälter 23 führt. Dieser Behälter ist über eine Leitung 24 mit dem Anschluss 10 am Zylinder 1 verbunden, so dass die Pressluft zu dem Membrankolben 5 gelangen kann. Der Behälter 23 ist noch mit einem weiteren Zweiwegemagnetventil 25 ausgerüstet, durch das .die Luft abgeleitet wenden kann.
Gesteuert werden die beiden Magnetventile 22 und 25 von einem elektrischen Regler 26, und zwar in Abhängigkeit vom Drehmoment des Walzenan- triebsmotors. Es kann auf diese Weise der Anpress- ,druck des Membrankolbens 5 selbsttätig geregelt werden.
Device for pressing machine parts, in particular rollers, The invention relates to a device for pressing machine parts, in particular rollers, but also slides, friction and brake disks or the like. In particular, the pressure device is intended to be used for pressing rollers in machines for the production and processing of paper, textiles and plastic and metal foils, in which a very precise metering of the contact pressure is important.
So far, cylinders in which the calving is provided with an O-ring or a U-ring seal have been used in many cases. In these versions, however, high static friction forces occur, so that precise dosing is not always possible.
But it is also known to use a spindle as a pressure device with which the coarse feed takes place, while the fine feed is carried out by a diaphragm piston. This Ausfüh tion is very expensive, especially when a remote control is provided for the spindle drive. In order to remedy this situation, according to the invention, a device is proposed in which a diaphragm piston is arranged in a thrust piston, to which controllable pressure can be applied.
Here, the lead through the cylinder wall of the thrust piston to the pressure chamber of the diaphragm piston loaded by a spring can be provided approximately in the end position of the thrust piston. The infeed of the roller or some other part of the machine can be made by the thrust piston, while the necessary contact pressure is generated by applying the membrane piston.
In the practical version, the diaphragm piston can be designed as a rolling diaphragm in a manner known per se. A device according to the invention can also be designed in a simple manner for automatic control of the contact pressure. So the pressure medium - either air or oil - for the diaphragm piston of .einem electrical controller, z. B.
via solenoid valves, automatically depending on the torque of the roller drive motor.
The drawing shows an embodiment of a device according to the invention, namely: FIG. 1 shows a longitudinal section through the piston and FIG. 2 shows a double piston with automatic control.
In a cylinder there is a hollow Kol ben 2, which serves as a thrust piston and which is provided with a hollow piston rod 3, the. is guided through the cylinder base 4. The piston 2 is hollow and provided with a diaphragm piston 5 inside. The membrane. this piston is designed as a rolling diaphragm and is attached with its outer edge by means of the raised side walls 3a of the piston head 3b.
To control the thrust piston 2, the pressure medium, either air or oil, is passed through the connection bores 6 or 7 into the cylinder 1.
With the help of the piston 2, the machine part to be adjusted is influenced via the piston rod 8 of the diaphragm piston 5. If the roller or some other machine part is delivered, the piston 2 is in its end position, which is shown in FIG.
The cylinder cover 9 is provided with a connection 10 and the cylinder wall with a bore 11 which opens into a transverse bore 12. The piston 2 is equipped with an annular groove 13 and radial bores 14, so that a pressure medium can be directed to one side of the miniature piston 5.
By acting on this diaphragm piston, the piston rod 8 is then moved further in order to generate the necessary contact pressure. Since practically a diaphragm piston can be adjusted smoothly, a sensitive pressure control is given. A compression spring 15 which surrounds the piston rod 8 acts on the piston 5 and can guide the piston back again.
In Fig. 2, an automatic control is indicated schematically table. The thrust piston 2, which is provided with the connections 6 and 7, is acted upon by the lines 16 and 17, namely via a four-way solenoid valve 18. The pressure medium is fed via a line 19 to the four-way solenoid valve.
A line 21 branches off from the line 19 and leads to a two-way solenoid valve 22 and from here to an air tank 23. This container is connected to the connection 10 on the cylinder 1 via a line 24 so that the compressed air can reach the diaphragm piston 5. The container 23 is also equipped with a further two-way solenoid valve 25 through which the air can turn away.
The two solenoid valves 22 and 25 are controlled by an electrical controller 26, specifically as a function of the torque of the roller drive motor. In this way, the contact pressure of the diaphragm piston 5 can be regulated automatically.