Automatische Wendeeinrichtung an anhebbaren Traktorpfl gen.
Vorliegende Erfindung betrifft eine auto- matische Wendeeinrichtung an anhebbaren Traktorpflügen, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine an einem am Pfluggrendel befestigten Wendearm angreifende Wendefeder und eine Vorrichtung zur Verriegelung des Grendels gegen Verdrehung umfasst, das Canze derart, dass beim Anheben des Pfluges die Wendefeder gespannt und die Verriegelungvorrich- tung ausgelost wird, sobald der Pflug in die NÏhe seiner obern Endlage kommt.
Beiliegende Zeiehnung stellt ein Ausfüh- rungsbeispiel der erfindungsgemässen Wendeeinrichtung dar.
Fig. I zeigt die Wendeeinrichtung im Seitenriss, teilweise im Schnitt.
Fig. 2 zeigt die Wendeeinrichtung von vorn gesehen, und
Fig. 3 ist eine der Fig. 1 Ïhnliche Darstellung, wobei aber die beweglichen Teile eine andere Stellung einnehmen.
In der Zeichnung bezeichnet 1 den Pfluggrendel, der in einer Hülse 2 gelagert ist. Letztere bildet zusammen mit zwei aufrechten, parallelen und an ihr ange schweissten Rahmenplatten 3, mit einem ebenfalls an ihr angeschweissten, horizontalen Bügel 4 und mit einem Balken 5, an welchem der Bügel 4 mittels des Drehbolzens 6 seitlich verschwenkbar angelenkt ist, die Koppel einer Doppelschwinge, mittels welcher der Pfluggrendel 1 am (nieht dargestellten) Traktor so abgestützt ist, dass er ungefähr parallel zu sich selbst angehoben und gesenkt werden kann. 7 ist die obere, 8 die untere doppelt ausgeführte Sehwinge der Doppelschwinge. Diese Art der Abstützung des Pfluges am Traktor bildet den Gegenstand des schweizerischen Patentes Nr. 266566.
Die Wendeeinrichtung umfa¯t einen am Grendel 1 angeschwei¯ten Wendearm 48, an welchem eine als Zugfeder ausgebildete Wendefeder 9 angreift. Das obere Ende dieser letzteren ist an einem Hebelarm 10 angehängt, dessen Nabe 11 drehbar auf einem Bolzen 12 ? gelagert ist, der in horizontaler Richtung durch die beiden Rahmenplatten 3 hindurch- geht und axial gesichert ist. Der Hebelarm 10 ist durch einen Hebel- und GestÏngemechanismus, der durch die Rahmenplatten 3 der Koppel getragen wird, mit der obern Schwinge 7 verbunden. Dieser Mechanismus umfasst einen Hebel 13, der auf einem ebenfalls durch die Rahmenplatten 3 hindurchge- f hrten Bolzen 14 drehbar gelagert und durch seine Nabe starr mit einem Arm 1 5 verbunden ist.
An diesem flachen Arm ist die obere Schwinge 7 mit ihrem gabelförmi- gen Ende 16 schwenkbar gelagert, so da¯ jede Sehwenkbewegung der Sehwinge 7 um den Aehsbolzen 14, bei Auf-oder Abbewegung des Pfluges, dem Hebelarm 13 mitgeteilt wird. Die Sehwenkbewegung dieses letzteren wird durch eine Lasche 17 einem zweiarmigen Hebel 21,22 übertragen, der zwischen den Rahmenplatten 3 und neben dem Hebelarm 10 lose drehbar auf dem Bolzen 12 gelagert ist.
Die Lasche 17 besitzt an ihrem obern Ende ein Langloch 18, durch welches ein
Gelenkbolzen 19 hindurehgeht, der mittels einer Motter an der Lasehe 17 befestigt werden kann, aber gleichzeitig eine gelenkige Verbindung zwischen den Teilen 13 und 17 er- gibt. Ein Gelenkbolzen 20 verbindet das untere Ende der Lasehe 17 gelenkig mit dem einen Arm 21 des vorhin genannten zweiarmigen Lebels, an dessen anderem Arm 22 mittels eines Drehbolzens 23 eine Mitnehmerklinke 24 angehängt ist.
Diese befindet sieh in der gleichen Ebene wie eine an der Nabe 11 des Hebelarmes 10 vorgesehene Nase 25, mit der sie zeitweilig zusammenarbeitet. Die Nabe 11 besteht aus demselben Stück wie eine Auslösenocke 26, deren Profil auf das freie Ende 27 eines Auslosehebels 28 einwirkt. Dieser unten U-förmige Hebel 28 ist mittels eines Gelenk- bolzens 29 an zwei Ohren 30 der Lagerhülse 2 drehbar gelagert und besitzt eine nach oben gerichtete Gabel 31.
Ein Verriegelungsbolzen 32 ist in zwei Traversen 33, die an den Rahmenplatten 3 angeschweisst sind, in LÏngsriehtung versehiebbar gelagert, aber dadurch an einer Drehung verhindert, dass das vier kantige 1linterende 32'in einem entsprechen- den Loch der hintern Traverse 33 gleitet.
Auf das vordere Ende des Verriegelungsbol- zens 32 sind zwei Muttern 34 aufgeschraubt, auf deren eine der gabelförmige Teil 31 des Hebels 28 einwirkt, um den Bolzen entgegen der Wirkung einer ihn umgebenden und sich auf die vordere Traverse 33 abstützenden Schraubenfeder 35 nach rechts zu verschieben.
Das hintere, vierkantige Ende des Verriege- lungsbolzens 32 arbeitet mit einer auf dem Pfluggrendel festsitzenden Nockenseheibe zu sammen. Letztere besteht aus zwei am Grendel 1 angesehweissten Telilern 36, zwei an diesen angeschweissten Umfangsteilen 37 und zwei Kurvenstücken 38, die am R cken der Teile 37 anliegen und mittels Schraubenbolzen 39 befestigt sind, wobei eine Winkelverstellung dadurch ermöglicht ist, dass die Sehraubenbolzen 39 durch Langlöcher 40 der Kurvenstücke 38 hindurchragen. Jedes von diesen besitzt in seiner Mitte einen Ausschnitt 41 und beid- seitig davon Auilaufflächen 42.
Die Wendeeinrichtung arbeitet, wie folgt :
In der Stellung, welche die Fig. l und 2 zeigen, sind der Pflug, sein Grendel l und die Koppel der Doppelschwinge abgesenkt. Der Pflug arbeitet. Am Ende der Furche kehrt der Traktor zum Pflügen einer weiteren Furche um. Dabei muss der Pflug angehoben und um 180# um die Mittellinie seines Grendels gewen- det werden. Das Anheben des Pfluges, das hier nient nÏher beschrieben werden mu¯, bewirkt eine Veränderung des Winkels zwischen der Koppel und der Schwinge 7, wie durch Vergle-ieh der Fig. 1 und 3 bervorgeht.
Die Schwenkbewegung der Schwinge 7 gegenüber der Koppel wird über den Hebel 13, den Ge- lenkbolzen 19, die e Lasche 17, den Gelenkbolzen 20 auf den zweiarmigen Hebel 21, 22 übertragen, der sieh somit beim Anheben des Pfluges im Uhrzeigersinne gedreht hat. Da im Zon, stand der Fig. 1 zwisehen der Klinke 24 und der Nase 25 ein gewisses Spiel vorhanden ist, bewirkt die Verdrehimg des Hebels s21, 22 in ihrer ersten Phase noch keine Verdrehung des Hebelarmes 10 und der Auslosenocke 26.
Sobald aber dieses Spiel berwunden ist, bewirkt die auf die Nase 25 aufstossende Klinke 21 eine Verdrehung des Stückes 10,11,25 und 26 im Uhrzeigersinn, bis in die Lage, welche in Fig. 3 gezeigt ist und ganz wenig dar über hinaus. Die Wendefeder 9 ist dann ge spannt lmd die Auslosenocke 26 hat über den Hebel 27, 28, 31 den Verriegelungsbolzen 32 soweit nach reehts verschoben, daR dieser fast aus dem Ausschnitt 41 der Noekenscheibe 36, 37, 38 herausgekommen ist.
Hat dieser Verriegelungsbolzen nach weiterem geringf gigem Anheben des Pfluges den Ausschnitt 41 gänz- lieh verlassen, so verdreht die Wendefeder 9 den Grendel l um seine Achse. Die Wendefeder 9 wirkt aber nur solange, bis der Arm 8 senkrecht in die Hohe ragt und ist dann gänzlich entspannt. Der Pflug setzt jedoch seine Wendebewegung dank der ihm imiewohnenden kinetisehen Energie fort. Der Verriege- lungsbolzen lÏuft an einer der Kurvenflächen 42 auf luld fällt in einen der Ausschnitte 41, nachdem der Pflug um 180 gewendet worden ist.
Zu dem Zeitpnnkt, wo der Wendearm 8 senkrecht in die Höhe ragt, sinkt der durch Reaktion der Zugfeder über den Hebelarm 10 und die Nase 25 auf die Klinke 24 ausge übte Druck auf Null ab. Die Klinke 24 verdreht sich dann unter ihrem eigenen Gewicht um den Bolzen 23, bis sie von diesem senk- reeht herabhängt. Der Hebelarm 10 kann so mit der. Wendefeder 9 frei folgen, da die Nase 25 sich an der Klinke 24 vorüberbewegt.
Dabei kommt aneth die Auslosenocke 26 wieder mit ihrem untern Teil gegenüber dem Ende 27 des Hebels 28 zu liegen und der Verriegelungs- bolzen 32 kann unter der Einwirkeng der Feder 35, wie vorhin beschrieben, einer der Kurvenflächen 42 folgen. Beim nachfolgenden Absenken des Pfluges wird der Hebel 21,22 im Gegenuhrzeibersinn verdreht, und schlie¯lich kommt die Klinke 24 wieder über die Nase 25 zu liegen.
Aus dem Vorhergehenden geht hervor, dass sich der Traktorführer mit dem Wenden des Pfluges, das beim Anheben desselben automatiseh erfolgt, berhaupt nicht zu befassen hat. Er kann sich ganz auf die Steue- rung des Traktors und der Pflughebevorrich- tung konzentrieren.
PATENTANSPRUCFI :
Automatische Wendeeinrichtung an anhebbaren Traktorpflügen, dadurch gekennzeich- net, dass sie eine an einem am Pfluggrendel befestigten Wendearm angreifende Wendefeder und eine Vorrichtung zur Verriegelung des Grendels gegen Verdrehung umfasst, das Ganze so eingerichtet, daR beim Anheben des Pfluges die Wendefeder gespannt md die Verriegelungsvorriehtung ausgelost wird, sobald der Pflug in die NÏhe seiner obern Endlage kommt.
Automatic turning device on liftable tractor plows.
The present invention relates to an automatic turning device on liftable tractor plows, characterized in that it comprises a turning spring acting on a turning arm attached to the plow handle and a device for locking the handle against rotation the locking device is triggered as soon as the plow comes close to its upper end position.
The accompanying drawing shows an embodiment of the turning device according to the invention.
Fig. I shows the turning device in side elevation, partly in section.
Fig. 2 shows the turning device seen from the front, and
FIG. 3 is a representation similar to FIG. 1, but with the moving parts in a different position.
In the drawing, 1 designates the plow handle, which is mounted in a sleeve 2. The latter forms together with two upright, parallel frame plates 3 welded to it, with a horizontal bracket 4 also welded to it and with a bar 5 to which the bracket 4 is hinged laterally by means of the pivot pin 6, the coupling of a double rocker , by means of which the plow handle 1 is supported on the tractor (not shown) so that it can be raised and lowered approximately parallel to itself. 7 is the upper, 8 is the lower double swing arm of the double swing arm. This type of support for the plow on the tractor is the subject of Swiss Patent No. 266566.
The turning device comprises a turning arm 48 welded to the Grendel 1, on which a turning spring 9 designed as a tension spring engages. The upper end of the latter is attached to a lever arm 10, the hub 11 of which is rotatable on a bolt 12? is mounted, which passes in the horizontal direction through the two frame plates 3 and is axially secured. The lever arm 10 is connected to the upper rocker 7 by a lever and linkage mechanism which is carried by the frame plates 3 of the coupling. This mechanism comprises a lever 13 which is rotatably mounted on a bolt 14 which is also passed through the frame plates 3 and which is rigidly connected to an arm 15 by its hub.
The fork-shaped end 16 of the upper rocker 7 is pivotably mounted on this flat arm, so that every visual pivoting movement of the visual arm 7 around the lifting pin 14 when the plow moves up or down is communicated to the lever arm 13. The pivoting movement of the latter is transmitted through a bracket 17 to a two-armed lever 21, 22 which is loosely rotatably mounted on the bolt 12 between the frame plates 3 and next to the lever arm 10.
The tab 17 has at its upper end an elongated hole 18 through which a
Hinge pin 19, which can be fastened to the lair 17 by means of a moth, but at the same time provides an articulated connection between the parts 13 and 17. A hinge pin 20 articulately connects the lower end of the leash 17 with one arm 21 of the two-armed lever mentioned above, on the other arm 22 of which a driver pawl 24 is attached by means of a pivot pin 23.
This is located in the same plane as a nose 25 provided on the hub 11 of the lever arm 10, with which it temporarily cooperates. The hub 11 consists of the same piece as a release cam 26, the profile of which acts on the free end 27 of a release lever 28. This lower U-shaped lever 28 is rotatably mounted on two ears 30 of the bearing sleeve 2 by means of a hinge pin 29 and has an upwardly directed fork 31.
A locking bolt 32 is mounted in two crossbars 33, which are welded to the frame plates 3, displaceably in the longitudinal direction, but prevents rotation from sliding the four angular inner end 32 ′ in a corresponding hole in the rear crossbar 33.
Two nuts 34 are screwed onto the front end of the locking bolt 32, one of which is acted on by the fork-shaped part 31 of the lever 28 in order to move the bolt to the right against the action of a helical spring 35 surrounding it and supported on the front cross member 33 .
The rear, square end of the locking bolt 32 works together with a cam disk that is firmly seated on the plow handle. The latter consists of two Telilers 36 welded to the Grendel 1, two circumferential parts 37 welded to these and two curved pieces 38 which rest on the back of the parts 37 and are fastened by means of screw bolts 39, an angle adjustment being made possible by the fact that the very screw bolts 39 are through elongated holes 40 of the curve pieces 38 protrude. Each of these has a cutout 41 in its center and run-out surfaces 42 on both sides thereof.
The turning device works as follows:
In the position shown in FIGS. L and 2, the plow, its Grendel l and the coupling of the double rocker are lowered. The plow is working. At the end of the furrow, the tractor turns back to plow another furrow. The plow must be raised and turned 180 # around the center line of its handle. The lifting of the plow, which need not be described in detail here, causes a change in the angle between the coupling and the rocker 7, as can be seen by comparing FIGS. 1 and 3.
The pivoting movement of the rocker 7 relative to the coupling is transmitted via the lever 13, the hinge pin 19, the bracket 17, the hinge pin 20 to the two-armed lever 21, 22, which has thus turned clockwise when the plow is raised. Since there is a certain amount of play between the pawl 24 and the nose 25 in the zone shown in FIG. 1, the rotation of the lever s21, 22 in its first phase does not yet cause any rotation of the lever arm 10 and the release cam 26.
But as soon as this game is overcome, the pawl 21 abutting on the nose 25 causes a rotation of the piece 10, 11, 25 and 26 in the clockwise direction, up to the position shown in Fig. 3 and very little beyond. The reversible spring 9 is then tensioned and the release cam 26 has moved the locking bolt 32 to the right via the lever 27, 28, 31 so that it has almost come out of the cutout 41 of the cam disk 36, 37, 38.
If this locking bolt has completely left the cutout 41 after the plow has been raised a little further, the reversible spring 9 rotates the handle 1 about its axis. However, the reversible spring 9 only acts until the arm 8 protrudes vertically into the height and is then completely relaxed. The plow, however, continues its turning movement thanks to the kinetic energy inherent in it. The locking bolt opens on one of the curved surfaces 42 and falls into one of the cutouts 41 after the plow has been turned 180.
At the point in time where the turning arm 8 protrudes vertically upwards, the pressure exerted on the pawl 24 by the reaction of the tension spring drops to zero. The pawl 24 then rotates around the bolt 23 under its own weight until it hangs down vertically therefrom. The lever arm 10 can so with the. Follow the reversing spring 9 freely, since the nose 25 moves past the pawl 24.
The lower part of the release cam 26 then comes to rest again opposite the end 27 of the lever 28 and the locking bolt 32 can follow one of the cam surfaces 42 under the action of the spring 35, as described above. When the plow is subsequently lowered, the lever 21, 22 is rotated counterclockwise, and finally the pawl 24 comes to rest over the nose 25 again.
From the foregoing it can be seen that the tractor driver does not have to deal with turning the plow, which is done automatically when it is raised. He can concentrate fully on controlling the tractor and the plow lifting device.
PATENT CLAIMS:
Automatic turning device on liftable tractor plows, characterized in that it comprises a turning spring acting on a turning arm attached to the plow handle and a device for locking the handle against rotation, the whole set up so that when the plow is raised, the turning spring is tensioned and the locking device is triggered as soon as the plow comes close to its upper end position.