CH236803A - Verfahren und Apparat zur Überführung flüssiger Schlacke in aufgeschäumtes Material durch Behandlung mit Wasser. - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Überführung flüssiger Schlacke in aufgeschäumtes Material durch Behandlung mit Wasser.Info
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Description
Verfahren und Apparat zur Überführung flüssiger Schlacke in aufgeschäumtes Material durch Behandlung mit Wasser. Es ist wohl bekannt, dass man poröse Bau- und Isolationsmaterialien durch Aufblähen von Schlacke u. ä. mittels Wasser herstellen kann. Solche Verfahren werden zur Zeit in grossem Massstab zur Herstellung des soge nannten "Hüttenbims", "Kunstbims" und dergleichen angewandt. Bei diesen Verfahren wird die Schlacke direkt in feste Form über geführt, so dass Stückschlacke hergestellt wird, die keiner Verformung unterworfen werden kann, sondern zu geeigneter Korn grösse zerkleinert wird.
Falls sie geformt werden soll, muss sie mit Zement oder ähn lichen Bindemitteln gebunden werden. Die Anmelderin hat schon längst ein prinzipiell verschiedenartiges Verfahren ausgearbeitet, mit dessen Hilfe sie das Verfahren in einem geschlossenen Schaumapparat durchführt, wo das Wasser unter Umrühren mittels eines wassergekühlten Rührapparates in die ge schmolzene Schlacke eingespritzt wird.
Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass man dadurch eine flüssige, formbare Schaum- schlacke erhält, die ohne Anwendung eine. besonderen Bindemittels zu fertigen Steiner oder Platten geformt werden kann. Es ist klar, dass ein solches Verfahren grosse Vor teile hat.
Die Anmelderin hat nun ein verbessertes Verfahren entwickelt, das Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet. Dieses Ver fahren zur Überführung flüssiger Schlacke in aufgeschäumtes Material durch Behand lung mit Wasser besteht darin, dass die Schmelze in kontinuierlichem Strom in einem wassergekühlten, metallischen, Drehbewegun gen ausführenden Zylinder, mit Wasser be handelt wird.
Bei der Mischung von feuerflüssiger Schlacke mit Wasser wird Dampf gebildet und es werden gleichzeitig gelöste Gase ab gegeben, wodurch die .Schlacke aufgebläht und ihr ein schaumartiges Aussehen erteilt wird; der Schaum besteht somit aus noch zäh flüssiger Schlacke mit Dampf und Gas. Der Wasserzusatz im Mischzylinder muss natür- lieh so reguliert werden, dass die Schlacke nicht sofort bis zum Erstarren a bgel@iilill wird.
Da im gewöhnlichen Arbeitsgang im all gemeinen ein Teil des Wassers durch den Mischzylinder neben der Schlacke läuft, ohlie genügend Zeit zum Verdampfen zu haben, wird dasselbe zweckmässig auf einem Siel vom gebildeten Schlackenschaum getrennt.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf einen Schaumapparat zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Apparates zur Durchführung des erfindungs gemässen Verfahrens ist. in Fig. 1 gezeigt. -o 1 eine wassergekühlte Rinne zeigt, durch welche die flüssige Sehlacke in kontinuier lichem Strom in den obern Teil einer wasser gekühlten, metallischen, Drehbe-,veglin-;en ausführenden, z. B. rotierenden oder oscillie- renden Trommel ? fliesst. die schräg ange ordnet ist.
Die Zylinderwand 3 ist doppel- wandig,kann aber am obern Ende offen sein.\ Das Kühlwasser wird bei 4 eingespritzt. Der Ablauf ist bei 5 gezeigt.
Die punktierte Linie zeigt dann den Wasserstand in der Apparate- wand. Bei 6 wird Wasser für das Schäumen zugeführt. 7 zeigt den Schaum, der aus dein untern Ende des Zylinders mit dem übe r- sc:hüssigenWasser zusammen herausfliesst. Er gleitet über einen aus längslaufenden wasser gekühlten Rohren 8 und 9 bestehenden Rost, der in Fig. ? näher illustriert:
ist, wo < las Wasser zwischen den Rohren nach unten pas- siert und bei 10 aufgefangen wird, während der Schaum auf den Rohren gleitet und zwi schen den wassergekühlten Walzen 11 pas siert, deren Walzenabstand etwa 6 111111 beträgt. Dadurch entsteht ein Band aus Schaumschlacke, das bei 12 auf einen Draht transporteur oder dergleichen hinabfällt, durch dessen Naschen überflüssiges Wasser abfliessen kann, so dass es vor dem Erstarren oder zu starken Abkühlen des Schaumes ent fernt ist.
Anstatt eines Transporteurs kann eine Giessmaschine zum Giessen von Steinen, Blöcl,:en o. ä. angebracht werden.
EMI0002.0044
Statt <SEP> einen <SEP> Rost <SEP> 8, <SEP> 9 <SEP> anzuordnen, <SEP> kann
<tb> der <SEP> untere <SEP> Teil <SEP> des <SEP> Zvlinders <SEP> 3 <SEP> als <SEP> solelier
<tb> bezw. <SEP> als <SEP> Sieh <SEP> ausgebildet <SEP> werden, <SEP> indem <SEP> er
<tb> gemäss <SEP> Andeutung <SEP> in <SEP> der <SEP> Zeichnung;
<SEP> mit <SEP> Lö chern, <SEP> Spalten <SEP> u. <SEP> ä. <SEP> versehen <SEP> wird. <SEP> um <SEP> das
<tb> Wasser <SEP> von <SEP> der <SEP> Schaumschlacke <SEP> zu <SEP> trennen.
<tb> 111a11 <SEP> kann <SEP> den <SEP> Schaum <SEP> auch <SEP> in <SEP> Platten
<tb> geeigneter <SEP> Breite <SEP> Lind <SEP> Dicke <SEP> auswalzen <SEP> für
<tb> nachherige <SEP> Zerteilung <SEP> in <SEP> Steine <SEP> oder <SEP> anderes
<tb> geformtes <SEP> Material. <SEP> Nach <SEP> dein <SEP> F'orinen <SEP> ist <SEP> es
<tb> -rweckmä <SEP> ssig, <SEP> die <SEP> 111ateri < lli < :
@n <SEP> einer <SEP> langsamen.
<tb> Abkühlung <SEP> zu <SEP> unterwerfen, <SEP> wodurch <SEP> ein
<tb> festes <SEP> und <SEP> haltbares <SEP> Material <SEP> erhalten <SEP> wird.
<tb> Es <SEP> ist <SEP> klar, <SEP> dass <SEP> das <SEP> Verfahren <SEP> für <SEP> Schlak ken <SEP> finit <SEP> recht <SEP> wechselnder <SEP> Zusammensetzung
<tb> innerhalb <SEP> der <SEP> Grenzen, <SEP> die <SEP> durch <SEP> die <SEP> Fähig keit <SEP> der <SEP> Schlacke <SEP> finit <SEP> Wasser <SEP> zu <SEP> schäumen
<tb> bedingt <SEP> ist, <SEP> angewandt <SEP> werden <SEP> kann.
<tb> Die <SEP> Qualität <SEP> des <SEP> Schaumes <SEP> kann, <SEP> durch
<tb> Regulierung <SEP> der <SEP> Schrägstellung <SEP> und <SEP> LTnidre liungsg;
escltivindigkeit <SEP> des <SEP> Zylinders <SEP> und <SEP> so mit <SEP> der <SEP> Durchlaufszeit <SEP> der <SEP> Mischung <SEP> und
<tb> durch <SEP> Änderung <SEP> des <SEP> Verhältnisses <SEP> zwischen
<tb> 'N#@'asser <SEP> fand <SEP> eingeführter <SEP> Schlacke <SEP> geregelt
<tb> werden.
<tb> Falls <SEP> erwünscht, <SEP> kann <SEP> der <SEP> rotierende <SEP> Zy linder <SEP> eine <SEP> lnnhnoherfläclie <SEP> erhalten, <SEP> die <SEP> kor rugiert <SEP> oder <SEP> in <SEP> anderer <SEP> Weise <SEP> mit <SEP> Erhöhun gen <SEP> versehen <SEP> ist. <SEP> Dadurch <SEP> wird <SEP> der <SEP> Schaum
<tb> gezWeitegeli, <SEP> ein <SEP> längeres <SEP> Stück <SEP> mit <SEP> dein <SEP> Zy linder <SEP> mitzurollen, <SEP> worauf <SEP> er <SEP> sich <SEP> dreht <SEP> oder
<tb> zurückrollt. <SEP> plan <SEP> erhält <SEP> dadurch <SEP> eine.
<SEP> inten sivere <SEP> und <SEP> glciehmä <SEP> ssigere <SEP> mechanische <SEP> Be handlulig <SEP> des <SEP> Scliauinc@s.
<tb> Je <SEP> naeli <SEP> dem <SEP> angewandten <SEP> Verhältnis
<tb> zwischen <SEP> Wasser <SEP> u.nd <SEP> Schlacke <SEP> und <SEP> der <SEP> Vis kosität <SEP> und <SEP> Zusammensetzung <SEP> der <SEP> Schlacke
<tb> kann <SEP> ina.n <SEP> irii <SEP> Apparat <SEP> entweder <SEP> glühende
<tb> Granalien <SEP> (Schlackenpillen) <SEP> geeigneter <SEP> Grösse
<tb> von <SEP> Erbsen <SEP> und <SEP> aufwärts <SEP> oder <SEP> direkt <SEP> form bare <SEP> Sehaumsehlacke, <SEP> die <SEP> sich <SEP> zur <SEP> direkten
<tb> Verformung <SEP> eignet, <SEP> erzeugen.
<SEP> Zweckmässig
<tb> wird <SEP> dieses <SEP> Material <SEP> vor <SEP> der <SEP> Verformung <SEP> <B>ge-</B>
<tb> mäss <SEP> den <SEP> idteren <SEP> Verfahren <SEP> der <SEP> Annielderin
<tb> mit, <SEP> den <SEP> <SEP> assergekühlten <SEP> Walzen <SEP> 11 <SEP> behan delt, <SEP> ivodureh <SEP> die <SEP> feinen <SEP> Blasen <SEP> im <SEP> Schaum
<tb> fixiert <SEP> werden. <SEP> Durch <SEP> geeignete <SEP> Wahl <SEP> des
<tb> Walzenabstandes, <SEP> der <SEP> Durclilaufgeschwin- digkeit usw. kann diese Verformung nach Wunsch so gemacht werden, dass das aus gewalzte Material wieder zusammenfliesst, ohne dass trennende Flächen im Material nachgewiesen werden können. Dieses Mate rial eignet sich dann zur Herstellung von Formstein, Platten oder Blöcken.
Man kann dann auch das Auswalzen so ausführen, dass die gewalzten Produkte nicht wieder zusam- rnensintern. Man erhält in dieser Weise direkt ein Material, das sich in zerkleinertem Zu stande zur Anwendung mit Zement oder ähn lichen Bindemitteln zusammen für die Her stellung von Leichtbeton oder isolierenden Bausteinen oder dergleichen eignet. Das ge walzte Material ist wegen der grossen Fein heit seiner Gasblasen ausserordentlich stark, homogen und gleichzeitig leicht und besitzt grosse Vorteile im Vergleich zu den Materia lien, die nach dem gewöhnlichen Verfahren zur Herstellung von Hüttenbims produziert .erden.
Der beschriebene Apparat hat sehr bedeu tende Vorteile vor den von der Anmelderin früher benutzten Schäumungsapparaten. Wäh rend sowohl die Apparatewand als das Rühr werk sich in diesen mit einer dicken Schicht erstarrter Schlacke belegten, die die Passage verengte und dem Raum eine unbestimmte und variable Grösse gab, und ab und zu sogar erstarrten Schlackestücken erlaubte, sich in den Schaum zu mischen, so hält sich der be- sehriebene Apparat vollkommen sauber. An die wassergekühlte Metallwand legt sich nämlich keine Kruste.
Besonders ist dies der Fall, wenn die Oberfläche der Wand, wie hier, feucht gehalten wird. .Schlacke und Schaum fliessen leicht und rasch an der Ober fläche des Metalles entlang, die so wenig Friktion bietet, dass sie wie geölt wirkt.
Einen grossen Vorteil hat der beschriebene Apparat auch dadurch, dass das ganze Ver fahren nachgesehen und verfolgt werden bann, so dass man zu jeder Zeit mit Leichtig keit kontrollieren kann, dass es wie erwünscht verläuft.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Überführung flüssiger Schlacke in aufgeschäumtes Material durch Behandlung mit Wasser, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schmelze in kontinuier lichem Strom in einem wassergekühlten, me tallischen, Drehbewegungen ausführenden Zylinder mit Wasser behandelt wird. II. Schaumapparat zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen wassergekühlten rotie renden, metallischen Zylinder, der von der Schlacke zusammen mit Wasser durchflossen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Qualität des Schaumes durch Regulierung der Schrägstel lung und Umdrehungsgeschwindigkeit des Zylinders und somit der Durchlaufszeit der Mischung und durch Änderung des Verhält nisses zwischen Wasser und eingeführter Schlacke geregelt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, zur Herstellung einer formbaren Schaumschlacke, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Über schuss an Wasser arbeitet und dass Wasser und Schlacke getrennt werden, während der Schaum noch plastisch ist. 3.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das überschüssige Wasser vom Schaum mittels Öffnungen im untern Teil des Zylin ders getrennt wird: 4. Verfahren nach Patentanspruch I, zur Herstellung von Stückschlacke, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schlacke mit einer so geringen Menge Wasser behandelt wird, dass abgerundete poröse Schaumpartikel erhalten werden, die nach Abkühlung direkt, ohne weitere Zerkleinerung, in Verbindung mit einem Bindemittel zur Herstellung von Bau steinen angewandt werden.
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Publications (1)
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| CH236803D CH236803A (de) | 1941-08-05 | 1942-07-28 | Verfahren und Apparat zur Überführung flüssiger Schlacke in aufgeschäumtes Material durch Behandlung mit Wasser. |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2821618A1 (fr) * | 2001-03-01 | 2002-09-06 | Heckett Multiserv France Sa | Procede d'obtention de materiaux cibles a partir de laitiers d'acieries a l'oxygene ou electriques |
-
1942
- 1942-07-28 CH CH236803D patent/CH236803A/de unknown
Cited By (3)
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| FR2821618A1 (fr) * | 2001-03-01 | 2002-09-06 | Heckett Multiserv France Sa | Procede d'obtention de materiaux cibles a partir de laitiers d'acieries a l'oxygene ou electriques |
| WO2002070420A1 (en) * | 2001-03-01 | 2002-09-12 | Heckett Multiserv Plc | Production of products from steel slags |
| US7381365B2 (en) | 2001-03-01 | 2008-06-03 | Heckett Multiserv Plc | Production of products from steel slags |
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