AT8643U1 - Verfahren und vorrichtung zum beschicken von verarbeitungsanlagen - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Beschicken von Verarbeitungsanlagen, insbesondere Verbrennungsöfen (1) gezeigt, bei dem ein fließfähiges Verarbeitungsgut (3), das neben Flüssigkeitsanteilen (5) auch Festanteile (6) aufweist, von einer Förderleitung (3) aufgenommen und in die Verarbeitungsanlage eingebracht wird. Um vorteilhafte Beschickungsbedingungen zu schaffen, wird vorgeschlagen, daß vor dem Fördern des Verarbeitungsguts (3) die Festanteile (6) in den Flüssigkeitsanteilen (5) annähernd gleichmäßig verteilt werden.
Description
2 AT 008 643 U1
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Beschicken von Verarbeitungsanlagen, insbesondere Verbrennungsöfen, bei dem ein fließfähiges Verarbeitungsgut, das neben Flüssigkeitsanteilen auch Festanteile aufweist, von einer Förderleitung aufgenommen und in die Verarbeitungsanlage eingebracht wird. 5
Um festes Verarbeitungsgut einer Verarbeitungsanlage, die als ein Verbrennungsofen ausgeführt ist, zuführen zu können, ohne daß Verarbeitungsgut ganz oder teilweise von den thermischen Auftriebsgasen unverbrannt mitgerissen wird, ist es bekannt, im Gegensatz zu festem Verarbeitungsgut in pelletierter Form ein festes Verarbeitungsgut gemeinsam mit flüssigem io Verarbeitungsgut dem Verbrennungsofen zuzuführen. Nun hat sich herausgestellt, daß gerade die Förderung solch eines fließfähigen Verarbeitungsguts mit Fest- und Flüssigkeitsanteilen von Schwierigkeit ist, da die Festanteile bei der gemeinsamen Förderung dazu neigen, sich von den Flüssigkeitsanteilen zu entmischen, so daß mit Verstopfungen der Förderleitungen zu rechnen ist. Insbesondere tritt dies bei der Förderung von zähflüssigem Verarbeitungsgut auf. Mit den 15 derzeit bekannten Vorrichtungen bzw. Verfahren können daher hohe Standzeit beim Beschicken von Verarbeitungsanlagen nicht sichergestellt werden.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die sich durch hohe Standzeiten in einer Beschickung 20 eines Verbrennungsofens mit Verarbeitungsgut, das Fest- und Flüssigkeitsanteile aufweist, auszeichnen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe hinsichtlich des Verfahrens dadurch, daß vor dem Fördern des Verarbeitungsguts die Festanteile in den Flüssigkeitsanteilen annähernd gleich-25 mäßig verteilt werden.
Werden vor dem Förderm des Verarbeitungsguts die Festanteile in den Flüssigkeitsanteilen annähernd gleichmäßig verteilt, so kann im Gegensatz zum Stand der Technik überraschend gewährleistet werden, daß die Verstopfungsgefahr der Förderleitungen verringert ist. Es hat 30 sich nämlich herausgestellt, daß ein Verarbeitungsgut mit annähernd gleichmäßig verteilten Festanteilen nicht bzw. lediglich geringfügig dazu neigt, sich bei einer Förderung zu entmischen - die Festanteile gehalten vielmehr ihre Lage in den Flüssigkeitsanteilen, was bei einer ungleichmäßigen Verteilungen der Festanteile nicht gewährleistet werden kann. Eine häufige Verstopfung der Förderleitung muß somit nicht befürchtet werden, was erfindungsgemäß hohe 35 Standzeiten bei der Beschickung von Verarbeitungsanlagen ermöglicht, insbesondere bei als Verbrennungsofen ausgeführten Verarbeitungsanlagen. Gerade bei solchen Anlagen ist das Verarbeitungsgut zuletzt durch eine lanzenförmig zulaufende Förderleitung zu drücken, was besonders verstopfungsanfällig ist. Erfindungsgemäß kann auch in diesem Fall die Gefahr an Verstopfungen vermindert werden. 40
Mit einer druckfreien Förderung des Verarbeitungsguts zur Verarbeitungsanlage kann die Neigung der Festanteile zum Entmischen weiter verringert werden, was für die Standzeit bei der Beschickung von Verarbeitungsanlagen von Vorteil ist. Außerdem kann der Verarbeitungsanlage Verarbeitungsgut mit in den Flüssigkeitsanteilen annähernd gleichmäßig verteilten Festantei-45 len zur Verfügung gestellt werden, womit insbesondere bei als Verbrennungsöfen ausgeführte Verarbeitungsanlagen ein gleichbleibender Brennwert des Verarbeitungsguts gewährleistet werden kann.
Wird die Förderungsleitung bei Unterbrechung der Beschickung der Verarbeitungsanlage zu-50 mindest teilweise entleert, so kann vermieden werden, daß sich die Festanteile des Verarbeitungsguts in der Förderleitung derart entmischen, daß bei Fortsetzung der Beschickung es zu Verstopfungen in der Förderleitung kommt.
Die Aufgabe der Erfindung wird hinsichtlich der Vorrichtung dadurch gelöst, daß die Förderlei-55 tung mit einem Mischer, insbesondere einem Trommelmischer, verbunden ist, von dem die 3 AT 008 643 U1 Förderleitung das fließfähige Verarbeitungsgut mit in den Flüssigkeitsanteilen annähernd gleichmäßig verteilten Festanteilen aufnimmt.
Ist die Förderleitung mit einem Mischer verbunden, von dem die Förderleitung das fließfähige 5 Verarbeitungsgut mit in den Flüssigkeitsanteilen annähernd gleichmäßig verteilten Festanteilen aufnimmt, so ist auf einfache Weise eine verstopfungsfreie Förderung des Verarbeitungsguts sicherzustellen, da die Gefahr der Entmischung von Festanteile gering ist. Einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn der Mischer als Trommelmischer ausgebildet ist. io Ist die Förderleitung als Ringleitung, ausgeht und in den Mischer mündend, ausgebildet, so kann auf einfache Weise bei einer Unterbrechung der Beschickung die Ringleitung vom Verarbeitungsgut entleert werden. Außerdem kann die Ringleitung mit einer im Bereich der Verarbeitungsanlage angeordneten Pumpe verbunden sein, um ein druckbeaufschlagtes Fördern des Verarbeitungsguts in die Verarbeitungsanlage zu gewährleisten. 15
Weist die Förderleitung eine Schecke auf, so ist es erfindungsgemäß möglich, das Verarbeitungsgut druckfrei zur Verarbeitungsanlage zu fördern, was dafür sogt, daß der Verarbeitungsanlage das Verarbeitungsgut mit annähernd gleichmäßig verteilten Festanteilen zur Verfügung steht. Insbesondere aber unterbleibt bei einer Verwendung einer Spiralförderschnecke ein 20 spaltbedingtes Abscheiden von Flüssigkeitsanteilen und damit einem Verlust der gleichmäßigen Verteilung der Festanteile. Eine Spiralförderschnecke weist nämlich im Gegensatz zu anderen Schneckenarten keine Spaltbildung zwischen der Spirale und dem Schneckengehäuse auf. Es kann daher im Gegensatz zum Stand der Technik das Verarbeitungsgut einer nachgeordneten Pumpe bedenkenlos zugeführt werden, um so das Verarbeitungsgut druckbeaufschlagt weiter-25 zufördern, weil aufgrund des vergleichsweise kurzen Transportwegs von der Pumpe in die Verarbeitungsanlage mit Hilfe von als Rohr- oder Schlauchleitung ausgebildete Förderleitungen eine Entmischgefahr unter Berücksichtigung der Abmessungen der Leitungen sowie der Fördergeschwindigkeit vernachlässigt werden kann. 30 In den Figuren ist der Erfindungsgegenstand anhand eines Ausführungsbeispiels beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine vereinfachte Ansicht auf die Vorrichtung zum Beschicken einer Verarbeitungsanlage und 35 Fig. 2 eine vergrößerte Schnittansicht auf die Förderleitung gemäß Fig. 1.
Die gemäß Fig. 1 beispielsweise dargestellte Vorrichtung zum Beschicken von einer als Verbrennungsofen 1 ausgeführten Verarbeitungsanlage weist eine Förderungsleitung 2 auf, mit der ein fließfähiges Verarbeitungsgut 3 aufgenommen und in den Verbrennungsofen 1 einge-40 bracht wird. Die Förderleitung 2 entnimmt das Verarbeitungsgut 3 einem als Trommelmischer 4 ausgeführten Mischer, der dafür sorgt, daß der Förderleitung 2 stets ein Verarbeitungsgut 3 mit in den Flüssigkeitsanteilen 5 annähernd gleichmäßig verteilten Festanteilen 6 zur Verfügung steht, was insbesondere der Fig. 2 entnommen werden kann. Solches fließfähiges Verarbeitungsgut 3 kann beispielsweise Öl bzw. Ölschlamm als Flüssigkeitsanteil gemischt mit Kunst-45 stoffen oder Metallen und/oder Silikaten als Festanteile darstellen. Gemäß Fig. 2 ist die in diesem Teil eine als Spiralförderschnecke 7 ausgebildete Förderleitung 2 zu sehen. Es ist aber auch vorstellbar, anstatt der Schnecke zur Förderung des Verarbeitungsguts 3 eine pumpenbeaufschlagte Leitung zu verwenden, was aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt worden ist. Eine Spiralförderschnecke hat gegenüber anderen Förderarten den Vorteil, daß ein Entmi-50 sehen des Verarbeitungsguts 3 beim Fördern vermindert ist, da die Schneckenelemente 8 der Spiralförderschnecke 7 am Außenmantel 9 der Schnecke nahezu formschlüssig anliegen und sich damit die Flüssigkeitsanteile 5 vom geförderten Volumenanteil nicht abscheiden können. Mit solch einer druckfreien Förderung kann über die gesamte Förderleitung 2 eine annähernd gleichmäßige Verteilung der Festanteile 6 in den Flüssigkeitsanteilen 7 des Verarbeitungsguts 5 55 gewährleistet werden, so daß eine Pumpe 10 im Bereich des Verbrennungsofens 1 bedenken-
Claims (6)
- 4 AT 008 643 U1 los beschickt werden kann. Die Pumpe bringt über die in diesem Teil als Lanze 11 ausgeführte Förderleitung 2 das Verarbeitungsgut 3 in den Verbrennungsofen 1 druckbeaufschlagt ein. Als Pumpe 10 kann beispielsweise eine Schneckenpumpe dienen. 5 Bei einer Unterbrechung der Beschickung des Verbrennungsofens 1 wird das Verarbeitungsgut 3 mit Hilfe der als Ringleitung ausgeführten Förderleitung 2 in den Trommelmischer 4 entleert. Dafür ragt die Spiralförderschnecke 7 durch die Befüllöffnung 12 des Trommelmischers 4 in den oberen Bereich des Trommelmischers 4. Um auch während des Mischens Verarbeitungsgut 3 entnehmen zu können, ragt die Förderleitung 2 durch die Befüllöffnung 12 in das Verarbei- io tungsgut 3 des Trommelmischers 4. Die Spiralförderschnecken 7 werden je von einem Motor 13 angetrieben. Ansprüche: 15 1. Verfahren zum Beschicken von Verarbeitungsanlagen, insbesondere Verbrennungsöfen, bei dem ein fließfähiges Verarbeitungsgut, das neben Flüssigkeitsanteilen auch Festanteile aufweist, von einer Förderleitung aufgenommen und in die Verarbeitungsanlage eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Fördern des Verarbeitungsguts (3) die 20 Festanteile (6) in den Flüssigkeitsanteilen (5) annähernd gleichmäßig verteilt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung (2) das Verarbeitungsgut (3) zur Verarbeitungsanlage druckfrei fördert.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung (2) bei Unterbrechung der Beschickung der Verarbeitungsanlage zumindest teilweise entleert wird.
- 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, 30 daß die Förderleitung (2) mit einem Mischer, insbesondere einem Trommelmischer (4), verbunden ist, von dem die Förderleitung (2) das fließfähige Verarbeitungsgut (3) mit in den Flüssigkeitsanteilen (5) annähernd gleichmäßig verteilten Festanteilen (6) aufnimmt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung (2) als Ring-35 leitung, ausgeht und in den Mischer mündend, ausgebildet ist, wobei die Ringleitung mit einer im Bereich der Verarbeitungsanlage angeordneten Pumpe (10) für ein druckbeaufschlagtes Fördern des Verarbeitungsguts (3) in die Verarbeitungsanlage verbunden ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung (2) 40 zur druckfreien Förderung des Verarbeitungsguts (3) eine Schecke, insbesondere eine Spiralförderschnecke (7), aufweist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 45 50 55
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