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Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak mittels der aus den Retorten oder Kammern bei der trockenen Destillation von Kohle nach deren Vergasung ausgestossenen glühenden
Koksmassen.
Es ist bereits bekannt, die aus den Retorten oder Kammern bei der trockenen Destillation von Kohle nach deren Vergasung ausgestossenen glühenden Eoksmassen in geschlossene, mit einem Doppelmantel umkleidete Behälter zwecks Verdampfung des im Doppelmantel befindlichen Wassers zu bringen.
Es ist ferner nicht mehr neu, durch Einwirkung von Wasserdampf und Stickstoff auf glühende Koksmassen Ammoniak zu gewinnen. Bei derartigen Verfahren ist auch die
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Kokmassen gleichzeitig Wasserdampf und freien Stickstoff enthaltende Gase einwirken lässt.
Dadurch erhätt man eine Ausbeute an Ammoniak, die jene nach den bekannten Verfahren wesentlich übersteigt ebenso wird der Heizwert der ammeniakhaltigen Gase gesteigert.
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Jeiten, deren Decken aber nicht beheizt werden dürfen und welche bis zu diesen mit Kohlen gefüllt sein müssen, damit eine Zersetzung der erzeugten Produkte durch Über- bit/ung vermieden wird. Selbstverstandlich darf die Temperatur der Durchleitretorten keine zu hohe sein, damit nicht die weitere Ammoniakbiidung behindert wird : die hiefür günstige Retortentemperatur ist jeweils durch Ausprobieren festzustellen.
Statt reinen Stickstoff zu verwenden, kann man auch Rauchgase benutzen, die zweck-
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Stickstoff und bis zu 20% Kohlensäure bestehen. Letztere wird durch den glühenden Koks zu Kohlenoxyd reduziert, welches den Heizwert des Gases erhöht, während der Stick- stoff sich mit dem bei der Wassordampfzersetzung entstehenden Wasserstoff zu Ammoniak vronigt.
Die Vorbehandiung bzw. Reinigung der Ranchgase besteht darin, dass die in denselben enthaltenen Schwefelverbindungen entfernt werden, da sonst Unzuträglichkeiten, insbesondere durch Hihiung von Schwefelwasserstoff beim Verbrauch des Gases in den Wohnungen eintreten würden. Zu diesem Zwecke werden die Uanehgase, wie das in den Retorten hergestellte, Leuchtgas durch mit Rasen-Eisenerz oder Eisenoxydhydrat gefüllte Kästen hindurch- geJf1itet bzw. gedrückt.
Dies muss unbedingt vor der Zumischung der umgewaudelten
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bekanntlich in gleichen Einrichtungen erfolgt, ungenügend wäre, da die Reinigungsanlage, die bei den Gaswerken mbist nur so bemessen ist, dass sie gerade für die mit dem er- zeugten Gas entstehenden Mengen von Schwefelverbindungen genügt, sonst überlastet würde.
Zur Ausführung des Verfahrens ausserhalb der Retorten kann die in der Zeichnung Im Schnitt dargestellte Einrichtung dienen.
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teMchliessbar ist, dessen Stutzen d an die Retorten oder Kammern angeschlossen wird. Der Mantelraum b dient zur Aufnahme von Wasser, das durch die Leitung e zugeführt und durch die von dem glühenden Koks ausgestrahlte Hitze erwärmt und zum Verdampfen gebracht wird. Der Wasserdampf wird oben aus dem Mantelraum, b durch die Leitung f entnommen und unten in den Koksraum a zugeführt. Gegebenenfalls können auch noch durch die Leitung g, die an die Leitung f angeschlossen ist, weitere Mengen von Wasserdampf zugeleitet werden.
Das zur Zuführung von Stickstoff oder Rauchgasen dienende Rohr ist mit h bezeichnet.
Sind nur ausgraphitierte Retorten oder Kammern vorhanden, so können die im Koksablöschbehilter erhaltenen Gase nicht durch die frisch beschickten Retorten oder Kammern geleitet werden, sondern werden zweckmässig durch die Vorlage direkt dem Retortenbzw. Kammergas beigemischt und gehen mit diesem durch die Reinigung. Die Ausbeute an Ammoniak ist im letzteren Falle aber nur unbedeutend geringer.
PATEXT ANSPRACHE :
1. Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak mittels der aus den Retorten oder Kammern bei dar trockenen Destillation von Kohle nach deren Vergasung ausgestossenen glühenden Koksmassec, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die in an sich bekannter Weise in einem geschlossenen Behälter eingeführten Koksmassen gleichzeitig Wasserdampf und freien Stickstoff enthaltende Gase einwirken lässt.
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Process for obtaining ammonia by means of the glowing emitted from the retorts or chambers during the dry distillation of coal after its gasification
Coke masses.
It is already known to bring the glowing eok masses ejected from the retorts or chambers during the dry distillation of coal after its gasification into closed containers lined with a double jacket for the purpose of evaporating the water in the jacket.
Furthermore, it is no longer new to extract ammonia by the action of steam and nitrogen on glowing coke masses. In such procedures, the
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Allowing coke masses to act simultaneously with gases containing water vapor and free nitrogen.
This gives a yield of ammonia which substantially exceeds that obtained with the known processes, and the calorific value of the gases containing ammenia is increased.
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Jeiten, the ceilings of which may not be heated and which have to be filled with coal up to these, so that the products produced are prevented from decomposing due to overbiting. Of course, the temperature of the pass-through retorts must not be too high, so that further ammonia formation is not hindered: the retort temperature that is favorable for this must be determined by trial and error.
Instead of using pure nitrogen, you can also use flue gases that
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Nitrogen and up to 20% carbonic acid. The latter is reduced to carbon oxide by the glowing coke, which increases the calorific value of the gas, while the nitrogen is converted into ammonia with the hydrogen produced during the decomposition of water vapor.
The pretreatment or cleaning of the ranch gases consists in removing the sulfur compounds contained in them, since otherwise there would be inconveniences, in particular through the addition of hydrogen sulfide when the gas is consumed in the apartments. For this purpose, the uranium gases, like the luminous gas produced in the retorts, are passed or pressed through boxes filled with turf iron ore or iron oxide hydrate.
This must be done before adding the converted
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as is known, takes place in the same facilities, would be inadequate because the cleaning system, which is only dimensioned at Gaswerke mbist in such a way that it is just sufficient for the quantities of sulfur compounds produced with the gas produced, would otherwise be overloaded.
The device shown in section in the drawing can be used to carry out the method outside the retorts.
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can be closed, the nozzle d of which is connected to the retorts or chambers. The jacket space b serves to hold water, which is fed in through the line e and heated by the heat radiated from the glowing coke and made to evaporate. The water vapor is taken from the jacket space at the top, b through line f and fed into the coke space a at the bottom. If necessary, further amounts of water vapor can also be fed in through the line g, which is connected to the line f.
The pipe used to supply nitrogen or flue gases is denoted by h.
If there are only graphitized retorts or chambers, the gases obtained in the coke extinguishing filter cannot be passed through the freshly charged retorts or chambers, but are conveniently transferred directly to the retorts or Chamber gas mixed and go with this through the cleaning. In the latter case, however, the ammonia yield is only insignificantly lower.
PATEXT ADDRESS:
1. A method for obtaining ammonia by means of the glowing coke mass ejected from the retorts or chambers in the dry distillation of coal after its gasification, characterized in that steam and free nitrogen are simultaneously applied to the coke masses introduced in a manner known per se in a closed container containing gases can act.