AT5265U1 - Diamant-hohlbohrer - Google Patents
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Abstract
Bei einem Diamant-Hohlbohrer (1), dessen hohler Bohrkopf (3) eine Diamantauflage aufweist, ist der Bohrkopf (3) im Bereich der Diamantauflage zu einer Bohrkrone (4) mit äußeren, z. B. nutförmigen Ausnehmungen, und wenigstens zwischen diesen Ausnehmungen den anschließenden Bohrkopfteil nach außen im Durchmesser überragenden Segmenten (5) ausgebildet. Ein im Bedarfsfall am Bohrkopf (3) anbringbarer Senkring (6) weist eine in ihrer Form der Außenumrißform der Bohrkrone (4) im wesentlichen angepaßte Aufstecköffnung mit Ausnehmungen für die Segmente (5) der Bohrkrone (1) auf. Durch das Zusammenwirken der den Außendurchmesser der Bohrung bestimmenden Segmente (5) und der in einen kleineren Durchmessserbereich einragenden Senkringbereiche wird eine Gratbildung am Übergang zwischen Bohrung und Ansenkung verhindert.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf einen Diamant-Hohlbohrer, dessen hohler Bohrkopf eine Diamantauflage aufweist. Bekannte Diamant-Hohlbohrer, die zum Bohren von Flach- und Hohlglas, aber auch zum Bohren von Stein- und Keramikmaterial verwendet werden, haben die Grundform eines Rohres an dessen Bohrkopfende die Diamantauflage angebracht ist. Es ist üblich, vor allem Glas von gegenüberliegenden Seiten her zu bohren, da ein einseitiges Bohren zu Muschelausbrüchen an der Austrittsseite des Bohrers führen kann. Beim Bohren wird der Bohrbereich mit durch die Bohreröffnung zu- geführtem Wasser unter Druck gespült. Es ist vielfach notwendig die Bohrlöcher ein- oder beidseitig anzufasen, also die Kante zwischen zylindrischem Bohrloch und der Materialoberfläche ein- oder beidseitig abzuschrägen. Dies wird häufig unter Verwendung eines kombinierten Werkzeuges durchgeführt, bei dem am Diamant-Hohlbohrer ein sogenannter Senkring angebracht wird, dessen Arbeits- seite die gewünschte Konizität hat und zur Beschleunigung bzw. Verbesserung des Materialabtrages auch genutet oder segmentiert sein kann. Dieser Senkring wird über den Bohrkopf geschoben und mit Stelleinrichtungen am Bohrer fixiert. Meist findet eine Fixier- oder Stellschraube am Halterungsteil des Senkringes Verwendung. Um das Aufschieben des Senkringes zu ermöglichen, darf sein Öffnungsdurchmesser höchstens gleich dem Aussendurchmesser der Diamantauf- lage des rohrförmigen Bohrers gehalten sein. Zwischen der Stirnseite des Senkrin- ges und dem Bohrerkörper ist zumindest ein Haarspalt vorhanden. Wegen der Konizität der Arbeitsseite des Senkringes entsteht eine zum Werkstück gerichtete schneidenartige Schrägkante, die naturgemäss dem stärksten Verschleiss unterliegt. <Desc/Clms Page number 2> Sowohl der Haarspalt als auch der Verschleiss dieser Schrägkante deren Innen- durchmesser, wie sich aus obigem ergibt, immer gleich oder grösser als der Bohraussendurchmesser sein muss führt dazu, dass am Übergang zwischen zylindri- schem Bohrloch und Abfasungsschräge ein Grat entsteht der die Güte des Bohrlo- ches beeinträchtigt. Wegen dieses Grates können Beschläge nicht sauber montiert werden, wobei ein Glasbruch nicht ausgeschlossen werden kann. Ausserdem wird das thermische Vorspannen des Glases durch einen solchen Grat erschwert, der dabei Ursache eines Glasbruches sein kann. Aufgabe der Erfindung ist demnach die Schaffung eines Diamant-Hohlbohrers der eingangs genannten Art, der bei seiner alleinigen Verwendung gleiche oder besse- re Bohrleistungen als die bekannten Bohrer gewährleistet und überdies bei seiner Verwendung als Kombinationswerkzeug mit einem Senkring eine Gratbildung am Übergangsbereich zwischem zylindrischem Bohrloch und Abfasung sicher und über die gesamte Standzeit hinweg verhindert. Die gestellte Aufgabe wird prinzipiell dadurch gelöst, dass der Bohrkopf im Bereich der Diamantauflage zu einer Bohrkrone mit äusseren, z. B. nutförmigen Ausneh- mungen, und wenigstens zwischen diesen Ausnehmungen den anschliessenden Bohrkopfteil nach aussen im Durchmesser überragenden Segmenten ausgebildet ist. Über die nutförmigen Ausnehmungen wird eine günstige Ableitung des Spülwas- sers und des abgetragenen Materials erzielt und die Seitenflanken der Nuten bzw. ihre Endkanten tragen günstig zum Materialabtrag bei. Die oben erwähnte Teilaufgabe der gratfreien Herstellung von Ansenkungen wird dadurch gelöst, dass ein am Bohrkopf anbringbarer Senkring eine in ihrer Form der Aussenumrissform der Bohrkrone im wesentlichen angepasste Aufstecköffnung mit Ausnehmungen für die Segmente der Bohrkrone aufweist. Ein vorhandener oder sich bildender Spalt zwischen Bohrkopf und Senkring liegt im Durchmesser immer innerhalb (und nicht wie bei den bekannten Kombinations- werkzeugen ausserhalb) des von der Bohrkrone, genauer vom Aussenrand der <Desc/Clms Page number 3> Segmente erzeugten Bohrloches, so dass eine Gratbildung praktisch ausgeschlossen ist. Anders ausgedrückt könnte man sagen, dass sich die Bewegungsbahnen der Segmente der Bohrkrone und der durch die Nuten der Bohrkrone einschiebbaren Vorsprünge des Senkringes zwangsweise überlappen. Dabei ist es gleichgültig, ob der Senkring nach dem Aufschieben auf den Bohrkopf dann, wenn er bis hinter die Bohrkrone geschoben wird, in der Aufschiebestellung verbleibt, oder gegenüber der Bohrkrone verdreht wird, was manchmal zweckmässig sein kann, um die Spülwasserführung zu verbessern. Das Spülwasser selbst kann zentral oder über Bohrungen in den Flanken des Bohrers zugeführt werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, für den Hohlbohrer einen Adapter vorzusehen, der eine Längeneinstellung zum Ausgleich des Bohrerverschleisses ermöglicht. Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung: In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 einen erfindungsgemässen Diamant-Hohlbohrer mit Senkring im Teillängsschnitt, Fig. 2 den Bohrer nach Fig. 1 in Unteransicht und die Fig. 3 und 4 in stark vergrösserter schematischer Darstellungsweise eine Seite eines im Schnitt veranschaulichten Bohrloches beim Einsatz eines Kombinationswerkzeuges aus Diamant-Hohlbohrer und Senkung bei der bekannten Ausführung und beim Erfindungsgegenstand. Nach den Fig. 1 und 2 besitzt der Diamant-Hohlbohrer 1 in bekannter Weise als Tragkörper einen Zentrierkonus 2 mit anschliessendem Bohrerschaft 3 und einer Bohrkrone 4, deren Aussendurchmesser den Bohrlochdurchmesser bestimmt, die aber äussere nutförmige Ausnehmungen und zwischen diesen den anschliessenden Bohrkopfschaft 3 nach aussen überragende Segmente 5 besitzt. Beim Ausführungsbeispiel wurden die Segmente 5 und die nutförmigen Ausnehmungen in gleicher Teilung dargestellt. Sowohl die Teilung, als auch das Grössenverhältnis <Desc/Clms Page number 4> von Segmenten 5 und Nuten kann je nach Bedarf bzw. Bohrerdurchmesser verändert und angepasst werden. Über die Bohrkrone 4 ist ein Senkring 6 aufgeschoben, der aus einem ringförmigen Halterungsteil 7 mit Einführungsbohrung 8 für eine Feststellschraube und dem eigentlichen Senkteil 9 gebildet ist, dessen Stirnseite 10 die Konusneigung der gewünschten Abschrägung am Bohrlochrand hat, aber Segmentierungen aufweist. Diese Segmentierungen entstehen bei der Ausführungsform dadurch, dass die Aufstecköffnung des Teiles 9 an die Aussenumrissform der Bohrkrone 4 angepasst ist, also Nuten oder Rinnen 11besitzt, die über die Segmente 5 greifen. Zwischen diesen Nuten 11 bleiben Segmentvorsprünge stehen, die in Nuten der Bohrkrone passend dargestellt wurden, aber auch ein Seitenspiel in diesen Nuten aufweisen können. Der Senkring 9 besitzt also zwischen den Nuten 11 Bereiche, deren Innendurchmesser kleiner ist als der Aussendurchmesser der Segmente 5, so dass diese Bereiche beim Ansenkvorgang nicht mehr mit der von der Bohrkrone erzeugten Wandung des zylindrischen Bohrloches in Eingriff kommen können und auch ein allfälliger Spalt zwischen Senkringöffnung und Bohreraussenseite mit Abstand innerhalb des Aussendurchmessers des Bohrloches verläuft. Dadurch wird jede Gratbildung am Übergang zwischen zylindrischem Bohrlochteil und Ansenkung ausgeschlossen, wie dies noch im Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 erläutert wird. Fig. 3 und 4 zeigen jeweils eine Glasplatte 12 in der ein Bohrloch 13 mit Ansenkung 14a bzw. 14 angebracht wird. Bei Verwendung eines herkömmlichen rohrförmigen Diamant-Hohlbohrers 1 a schliesst ein in seiner Arbeitsfläche gegebenenfalls segmentierter Senkring 6a mit seinem Abtragungsbereich 10a unter Bildung eines Haarspaltes 15 an dem Körper des Bohrers 1 a an und es wird überdies der vom Beginn des Einsenkvorganges mit dem Material in Eingriff stehende schneidenförmige Stirnteile des in der Grundform konischen Körpers schnell abgetragen. Schon entlang des Haarspaltes 15 bleibt ein Teil der Bohrlochwandung stehen und wird mit zunehmenden Eindringen des Senkringes in Form feiner Splitter ausgebrochen. Durch den Verschleiss der schneidenförmigen Stirnteile bleibt zusätzlich zum Haarspaltbereich bei fertiggestellter Ansenkung zwischen der Bohrlochwan- <Desc/Clms Page number 5> dung 13 und der Ansenkung 14a ein Grat 16 stehen, der wie schon erwähnt wurde zu Schwierigkeiten beim Einsetzen von Beschlägen oder sonstigen Einsatzteilen führt und wegen der hier unsauberen Glasbearbeitung bei Druckbelastungen oder auftretenden Wärmespannungen eine Ansatzstelle für einen Glasbruch bilden kann. Im Gegensatz dazu wird bei Verwendung eines erfindungsgemässen Kombinationswerkzeuges 1 das Bohrloch 13 in seinem Durchmesser von der Aussenseite der Segmente 5 der Bohrkrone 4 erzeugt und es liegen wenigstens die Segmente 9 des Senkringes 6 mit ihrer Innenseite innerhalb des erzeugten Bohrloches 13, so dass diese Segmente nicht mit ihrem inneren schneidenförmigen Ende, sondern bereits mit einer Flanke die Ansenkung 14 erzeugen und kein Grat 16 wie in Fig. 3 entstehen kann.
Claims (1)
- Anspruch : Diamant-Hohlbohrer, dessen hohler Bohrkopf eine Diamantauflage aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopf (3) im Bereich der Diamantauflage zu einer Bohrkrone (4) mit äusseren, z. B. nutförmigen Ausnehmungen, und wenisgtens zwischen diesen Ausnehmungen den anschliessenden Bohrkopfteil nach aussen im Durchmesser überragenden Segmenten (5) ausgebildet ist, wobei ein im Bedarfsfall am Bohrkopf anbringbarer Senkring (6) eine in ihrer Form der Aussenumrissform der Bohrkrone (4) im wesentlichen angepasste Aufstecköffnung mit Ausnehmungen für die Segmente (5) der Bohrkrone (4) aufweist.
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