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AT158859B - Stählerne Bauteile, die bei hohen Dampftemperaturen oberhalb 500° C und hohen Drücken verwendet werden. - Google Patents

Stählerne Bauteile, die bei hohen Dampftemperaturen oberhalb 500° C und hohen Drücken verwendet werden.

Info

Publication number
AT158859B
AT158859B AT158859DA AT158859B AT 158859 B AT158859 B AT 158859B AT 158859D A AT158859D A AT 158859DA AT 158859 B AT158859 B AT 158859B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
temperatures above
steel components
steam
steam temperatures
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Josef Dr Schiffler
Original Assignee
Hermann Josef Dr Schiffler
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hermann Josef Dr Schiffler filed Critical Hermann Josef Dr Schiffler
Application granted granted Critical
Publication of AT158859B publication Critical patent/AT158859B/de

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  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    . Stählerne   Bauteile, die bei hohen   Dampftemperaturen oberhalb 500  C   und hohen   Drucken   ver- wendet werden. 



   Bekanntlich wurden im Dampfkesselbau in den letzten Jahren sowohl die Drücke als auch die
Temperaturen des Dampfes mehr und mehr gesteigert. Die höchste Temperatur des Dampfes lag praktisch bei etwa   5000 C. Dampf temperaturen   in dieser Höhe erforderten bereits eine besondere
Auswahl der zur Verwendung gelangenden Stähle, besonders für den Dampfüberhitzer. In neuester
Zeit ist beabsichtigt, die Dampftemperaturen noch weiter zu steigern. Dann treten aber oberhalb etwa   5000 C   Angriffe an den Stahlwandungen nach Art der bekannten Verzunderungen auf. Infolgedessen erweist es sich als notwendig, auch die Dampfleitungsrohre aus einem zunderbeständigen Werkstoff herzustellen, der dem Angriff des auf über   5000 C erhitzten   Dampfes widersteht.

   Zwar gibt es für diese Leitungsrohre, ebenso wie für die Überhitzerrohre, Stahllegierungen, die diesen Beanspruchungen gewachsen sind. Damit ist aber das Problem nach einer wichtigen Richtung hin nicht erschöpft. Es ergibt sich nämlich die Notwendigkeit,   Verbindungsstücke,   Absperrorgane, Abzweigungen und andere zum Teil verwickelte Teile aus einem zunderbeständigen Werkstoff herzustellen. Wegen der schwierigen Herstellung und zur Vermeidung von Schweissungen müssen diese Teile, auch aus wirtschaftlichen Gründen, als Stahlformguss hergestellt werden.

   Die hiefür in Frage kommenden   Stahlformgusslegierungen   weisen aber den Nachteil auf, dass sie entweder zu viel Legierungsbestandteile in unerwünschter Höhe benötigen oder dass sie, wenn sie wenig Legierungsbestandteile enthalten, den erforderlichen mechanischen Beanspruchungen nicht gewachsen und nicht genügend korrosionsbeständig sind. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun ein Stahlguss, der nicht nur den korrodierenden   Einflüssen   des Dampfes gewachsen ist, sondern der mit Rücksicht auf die Gewährleistung der Sicherheit bei den ungewöhnlich hohen Beanspruchungen auch noch die im Dampfkesselbau verlangten technologischen Abnahmebedingungen erfüllt. Der zur Verwendung kommende Stahlguss muss also folgende Eigenschaften in sich vereinigen :
1. Zunderbeständigkeit gegen den Angriff von Wasserdampf bei Temperaturen oberhalb   5000 C.   



   2. Hohe Warmfestigkeit, d. h. hohe Dauerstandsfestigkeit bei den in Frage kommenden Temperaturen. 



   3. Trotz hoher Festigkeit genügende Dehnung, sowie hohe Kerbzähigkeit in der Kälte, um auch bei Biegebeanspruchungen bei abgekühlter Leitung oder beim Wiederanfahren nach Stillstand der Anlage nicht zu Bruch zu gehen. 



   Eingehende Versuche des Erfinders führten nun zur Auffindung einer besonders geeigneten Stahlgusslegierung, die den oben näher ausgeführten Bedingungen entspricht bzw. für solche Ver-   wendungszwecke   geeignet ist, bei denen ähnliche Beanspruchungen auftreten und die, was besonders wichtig ist, in wirtschaftlicher Weise erzeugt und ohne besondere Massnahmen vergossen und bearbeitet werden kann. Die Erschmelzung des Stahles erfolgt dabei im Elektroofen. Die Stahlgusslegierung nach der Erfindung hat folgende Zusammensetzung : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> C <SEP> Cr <SEP> Si <SEP> Mo
<tb> 0-12-0-19% <SEP> 3-5-4% <SEP> 0-7-1-3% <SEP> 0-4-1-0%
<tb> 
 Mangan, Schwefel, Phosphor usw. sind in den üblichen Mengen vorhanden, Rest ist Eisen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Molybdän kann ganz oder zum Teil durch Wolfram oder Vanadin in entsprechendem Verhältnis ersetzt werden. Auch der Siliziumgehalt kann zum Teil oder fast ganz durch Aluminium ersetzt werden. 



  Ohne die charakteristischen Eigenschaften der Legierung wesentlich zu verändern, kann sie noch eine geringe Menge an Nickel, Kobalt, Kupfer, Zirkon und Tantal einzeln bis zu   0'5% oder zu   mehreren bis zu etwa 1% enthalten. Es ist ganz besonders vorteilhaft, bei den höheren Chromgehalten die niedrigeren Kohlenstoffgehalte zu wählen und die niedrigeren Siliziumgehalt den höheren Chromgehalten zuzuordnen. Die guten Eigenschaften der Legierung ergeben sich aus nachstehenden Beispielen. 



   Für eine Heissdampftemperatur von 535  C wurde die aus der Tabelle ersichtliche Gusslegierung I verwendet. Zwei andere Legierungen II und III für den gleichen Zweck, die ebenfalls in der Tabelle aufgeführt sind, zeigten die dort aufgeführten Prüfergebnisse. In allen Fällen waren die Gusslegierungen nach der Erfindung für den obengenannten Zweck ausserordentlich brauchbar und geschmiedeten Stählen für den gleichen Zweck mindestens gleichwertig. 



   Analyse. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Stahlguss <SEP> C <SEP> Cr <SEP> Si <SEP> Mo <SEP> Mn <SEP> S <SEP> P
<tb> I <SEP> 0#15 <SEP> 3#4 <SEP> 0#80 <SEP> 0#53 <SEP> 0#58 <SEP> 0#01 <SEP> 0#024
<tb> II <SEP> 0#18 <SEP> 2#8 <SEP> 1#1 <SEP> 0#6 <SEP> 0#7 <SEP> 0#008 <SEP> 0#019
<tb> III <SEP> 0#14 <SEP> 3#83 <SEP> 0#84 <SEP> 0#72 <SEP> 0#38 <SEP> 0#008 <SEP> 0#018
<tb> Physikalische <SEP> Werte <SEP> nach <SEP> Spanungsfreiglühen.
<tb> 



  Streck- <SEP> Ein- <SEP> Dauer- <SEP> BiegeFestigkeit <SEP> Dehnung <SEP> schnürung <SEP> Standfestig- <SEP> zähigkeit <SEP> Biege- <SEP> winkel2)
<tb> grenze <SEP> kg/mm2 <SEP> % <SEP> %
<tb> kg/mm2 <SEP> % <SEP> % <SEP> 535  <SEP> C <SEP> mg/cm11)
<tb> I <SEP> 43 <SEP> 65 <SEP> 22 <SEP> 69 <SEP> 11 <SEP> 15 <SEP> 180 
<tb> II <SEP> 46 <SEP> 71 <SEP> 17 <SEP> 61 <SEP> 11#3 <SEP> 11 <SEP> 140 
<tb> III <SEP> 41 <SEP> 63 <SEP> 21 <SEP> 67 <SEP> 11#6 <SEP> 15 <SEP> 180 
<tb> 1) <SEP> Kl. <SEP> Charpy-Probe. <SEP> - <SEP> 2) <SEP> Abmessung <SEP> der <SEP> Probe <SEP> 20 <SEP> mm <SEP> #.
<tb> 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Stählerne Bauteile, die bei hohen Dampftemperaturen oberhalb 500  C und hohen Drücken verwendet werden, z. B. Verbindungsstücke, Absperrorgane, Abzweigungen und ähnliche Teile, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Stahllegierung mit   0'12-0'19% Kohlenstoff, 2'5-4% Chrom, 0-7-1-2%   Silizium,   0'4-1% Molybdän,   den   üblichen   Gehalten an Mangan, Phosphor und Schwefel, Rest Eisen durch Giessen hergestellt sind.

Claims (1)

  1. 2. Bauteile nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den höheren Chromgehalten die niedrigen Kohlenstoffgehalte und die niedrigeren Siliziumgehalte zugeordnet sind., 3. Bauteile nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Herstellung verwendeten Stähle, noch Nickel, Kobalt, Kupfer, Zirkon und Tantal einzeln bis zu 0'5% oder zu mehreren bis zu etwa 1% enthalten.
AT158859D 1936-10-12 1937-09-22 Stählerne Bauteile, die bei hohen Dampftemperaturen oberhalb 500° C und hohen Drücken verwendet werden. AT158859B (de)

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DE158859T 1936-10-12

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AT158859D AT158859B (de) 1936-10-12 1937-09-22 Stählerne Bauteile, die bei hohen Dampftemperaturen oberhalb 500° C und hohen Drücken verwendet werden.

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