Stahlmaßstab in EG-Klasse I aus Edelstahl und Aluminium
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Was die EG-Klasse I beim Messen bedeutet
Die Genauigkeitsklasse begrenzt, wie weit die Teilung vom wahren Maß abweichen darf. Das Kürzel EG steht für Europäische Gemeinschaft und verweist auf die Herkunft der Regel. Für Klasse I gilt eine Fehlergrenze von 0,1 mm plus 0,1 mm je angefangenem Meter. Bei einem Maßstab bis 1 m Länge sind das 0,2 mm.
Zum Vergleich: Klasse II erlaubt 0,3 mm plus 0,2 mm je Meter, in derselben Länge also 0,5 mm. Klasse III liegt bei 1,0 mm. Die Klassen stammen aus den europäischen Regeln für verkörperte Längenmesszeuge, die Kennzeichnung steht im Anfangsbereich der Skala.
Der Unterschied wird dort spürbar, wo 2 Maße aufeinandertreffen. Wer eine Zapfenverbindung anreißt oder eine Bohrreihe absteckt, addiert die Abweichung mit jedem Schritt. 0,2 mm statt 0,5 mm ist bei 3 Anschlüssen bereits knapp 1 mm Unterschied im Endmaß.
Edelstahl oder Aluminium: die Kaufentscheidung
Beide Ausführungen messen gleich genau und tragen dieselbe Skalenausstattung. Sie unterscheiden sich in Querschnitt und Materialverhalten:
| Merkmal | Stahllineal | Alu Lineal |
|---|---|---|
| Material | rostfreier Edelstahl, gehärtet | eloxiertes Aluminium |
| Breite | 30 mm | 20 mm |
| Dicke | 1 mm | 2 mm |
| Längen | 150 und 300 mm | 150 und 300 mm |
| Genauigkeitsklasse | EG-I | EG-I |
Mit 30 mm bietet das Stahllineal die breitere Auflage und liegt beim Anreißen ruhiger auf dem Werkstück. Der gehärtete Edelstahl verträgt die Klinge an der Kante und bleibt in feuchter Umgebung rostfrei.
Beim Alu Lineal sind es 2 mm Dicke, also doppelt so viel. Es liegt dadurch griffiger in der Hand, wenn Sie es beim Schneiden festhalten. Aluminium wiegt weniger, was bei häufigem Einsatz über Kopf oder auf der Leiter zählt. Die eloxierte Oberfläche ist dunkel gehalten, die helle Skala hebt sich davon ab und bleibt gut ablesbar.
150 oder 300 mm: welche Länge wofür
2 Längen deckt das Sortiment ab. 150 mm passen in die Hemd- oder Schürzentasche und reichen für Beschläge, Bohrbilder und kleine Ausschnitte. 300 mm sind die Werkbanklänge für Bretter, Platten und Rahmenteile.
Wer beides braucht, greift zum Paar: das kurze Lineal für die Tasche, das lange für den festen Arbeitsplatz. Über 300 mm hinaus wird die Ware zum Arbeitsmaßstab, wie ihn der Messtechnikhandel in 500 bis 3000 mm führt.
Ein Aufhängeloch am Ende hält beide Längen am Werkzeughaken griffbereit. Eine Schublade voller loser Lineale kostet mehr Zeit als jede Messung.
Skala in Zentimeter und Zoll, beidseitig gelasert
Die Skala läuft auf beiden Seiten: vorn in Zentimeter mit Millimeterteilung, hinten in Zoll. Beim 300er sind das 30 cm auf der einen und 12 Zoll auf der anderen Seite, die Zollskala mit Sechzehntel-Teilung.
Tiefengelasert heißt, die Striche sitzen im Material statt darauf. Für den Handwerker entscheidet das über die Ablesbarkeit nach Jahren: Aufgedruckte Skalen verlieren ihre Zahlen durch Abrieb, gerade dort, wo die Hand beim Führen aufliegt. Eine gelaserte Teilung bleibt lesbar, solange das Lineal selbst hält.
Die Zollskala hilft überall dort, wo Bauteile in Zoll bemaßt sind: Rohrgewinde, Möbelbeschläge aus dem angelsächsischen Raum, Bildschirm- und Reifenmaße. Der Wechsel zwischen beiden Einheiten spart die Umrechnung im Kopf.
Starr statt biegsam: was zum Sortiment gehört
Mit 1 mm beim Stahl und 2 mm beim Aluminium sind beide Lineale starr. Sie bleiben gerade, wenn Sie mit der Klinge daran entlangfahren, und eignen sich als Führung für Cuttermesser und Anreißnadel.
Der Fachhandel führt daneben biegsame Stahlmaßstäbe ab 0,2 mm Dicke. Solche Bänder legen sich um Rundungen und werden im Modellbau und in der Blechbearbeitung eingesetzt. Für gerade Linien auf Holz, Platte und Blech ist die starre Bauform die passende Wahl.
Prüfen Sie am eigenen Werkstück, welche Aufgabe überwiegt. Wer misst und anschließend schneidet, braucht die feste Kante. Wer an gebogenen Flächen Maß nimmt, greift zum biegsamen Band.
Anreißen, ablängen, Kanten prüfen
3 Aufgaben erledigt ein Maßstab in der Werkstatt. Erstens das Übertragen von Maßen auf Holz, Platte oder Blech. Zweitens das Führen von Bleistift, Reißnadel oder Klinge entlang der Kante. Drittens die Sichtprüfung, ob eine Kante gerade läuft.
Für die Sichtprüfung legen Sie das Lineal hochkant auf die Fläche und halten sie gegen das Licht. Wo Licht durchscheint, sitzt eine Delle oder ein Buckel. Grobe Abweichungen zeigt der Lichtspalt zuverlässig, für Feinstes bleibt das Haarlineal zuständig.
Beim Anreißen führt die Reißnadel dichter am Lineal als der Bleistift, deshalb fällt die Linie feiner aus. Legen Sie das Lineal so, dass die Skala zum Werkstück zeigt, dann liegt der Strich direkt am Maß.
Passendes Werkzeug bei BAUHELD
3 Werkzeuge ergänzen den Maßstab am Arbeitsplatz, geeignet für dieselben Werkstoffe aus Holz, Platte und Blech:
- Anreißnadeln mit Hartmetallspitze für feine Linien auf Metall und Holz
- Streichmaße für parallele Risse mit festem Abstand zur Kante
- Staubsaugeradapter für die Absaugung an der Maschine
Alle Messwerkzeuge und Anreißwerkzeuge stehen unter Werkzeuge.
Häufige Fragen
Was bedeutet Genauigkeitsklasse 1 bei einem Stahlmaßstab?
Klasse I ist die genaueste der 3 europäischen Klassen für verkörperte Längenmesszeuge. Die Fehlergrenze beträgt 0,1 mm plus 0,1 mm je angefangenem Meter, bei Längen bis 1 m also 0,2 mm. Klasse II erlaubt in derselben Länge 0,5 mm.
Welche Längen führt BAUHELD?
150 und 300 mm, jeweils als Stahllineal aus Edelstahl und als Alu Lineal aus Aluminium. Damit stehen 4 Varianten zur Wahl. Längere Arbeitsmaßstäbe ab 500 mm gehören in den Messtechnikhandel.
Stahllineal oder Alu Lineal: was ist besser?
Beide messen in Klasse I. Das Stahllineal ist mit 30 mm breiter und mit 1 mm flacher, der gehärtete Edelstahl verträgt die Klinge und bleibt rostfrei. Das Alu Lineal ist mit 2 mm dicker, leichter und matt eloxiert.
Verblasst die Skala mit der Zeit?
Die Teilung ist tiefengelasert und sitzt damit im Material. Anders als aufgedruckte Skalen bleibt sie auch dort lesbar, wo die Hand beim Führen aufliegt. Ein feuchtes Tuch genügt zum Reinigen.
Hat der Maßstab eine Skala in Zoll?
Ja, auf der Rückseite. Beim 300-mm-Lineal sind das 12 Zoll mit Sechzehntel-Teilung, vorn stehen 30 cm mit Millimeterteilung. Der Wechsel zwischen beiden Einheiten spart Ihnen den Rechenschritt.
Eignet sich das Lineal als Schneidführung?
Ja. Beide Ausführungen sind starr und laufen gerade, das Stahllineal bietet mit 30 mm die breitere Auflage. Führen Sie die Klinge an der Längskante entlang und halten Sie die Finger hinter der Schnittlinie.
Wo wird der Maßstab hergestellt?
In Deutschland. Die Produktangaben zum Stahllineal führen dazu 100 % Made in Germany und die EG-Genauigkeitsklasse I. Dazu kommen rostfreier Edelstahl (INOX), die tiefengelaserte Messskala und die Aufhängelochung.
Warum ein Stahlmaßstab statt eines Kunststofflineals?
Metall bleibt formstabil, wo Kunststoff sich verzieht oder an der Kante ausbricht. Die harte Kante führt Anreißnadel und Klinge und behält dabei ihre gerade Linie. Edelstahl bleibt zusätzlich rostfrei, wenn das Werkzeug feucht in die Kiste wandert.