DE3218068A1 - 4-alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitrile und verfahren zu deren herstellung - Google Patents
4-alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitrile und verfahren zu deren herstellungInfo
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Description
HOFFMANN -EITLE '& FiRTNER 2 2 1 2 J G
PATENTANWÄLTE
DIPL.-ING. K.FDCHSLE . DR. RER. NAT. B. HANSEN ARABELLASTRASSE 4 . D-8000 MO NCH EN 81 · TELEFON (089). 911087 · TELEX 05-29619 (PATHE)
36 873, o/wa
ÜBE INDUSTRIES, LTD., UBE-SHI, YAMAGUCHI-KEN/JAPAN
4-Alkoxy-1,S-dioxan-S-carbonitrile und Verfahren zu
deren Herstellung
Die Erfindung betrifft 4-Alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitrile
und ein Verfahren zu deren Herstellung. Die erfindungsgemässen 4-Alkoxy-1,3-dioxan-S-carbanitrile
sind neue Verbindungen der allgemeinen Formel (I)·
RO JCN
^ch-c
CH2-:°
CH2 CD
worin R eine Niedrigalkylgruppe bedeutet.
Diese Verbindung kann leicht durch übliche Verfahren, wie Hydrolyse, Veretherung, Alkoholyse, usw., in
einem Ausgangsmaterial für die Synthese von Vitamin B umgewandelt werden.
5
5
Man kann beispielsweise Propannitrile, wie 2-Dialkoxy
methyl-3-alkoxypropannitril, 2-Alkoxymethylen-3-alkoxypropannitril
und 2-Methylen-3, 3-dialkoxypropannitril,
die bekannte Ausgangsmaterialien für die Synthese von Vitamin B.. sind, herstellen, indem man
ein 4-Alkoxy-1,3-dioxan~5-carbonitril mit einem Alkohol
bei einer Temperatur von 40 bis 1500C in Gegenwart eines sauren Katalysators, wie konzentrierte
Schwefelsäure, konzentrierte Salzsäure, Chlorwasserstoff, p-Toluolsulfonsäure oder einer festen Säure,
umsetzt.
Die 4-Alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitrile der'Formel
(I) erhält man, indem man ein 3-Alkoxy-2-propennitril mit Formaldehyd in Gegenwart eines sauren Katalysators
umsetzt.
üblicherweise wird bei einem Verfahren zur Herstellung
eines 1,3-Dioxans ein mittels einer Alkylgruppe, einer Arylgruppe, eines Halogenatoms oder dergleichen
substituiertes Olefin mit einem Aldehyd in Gegenwart eines sauren Katalysators umgesetzt, wobei
man dies als Prince-Reaktion bezeichnet.
30 Eine Prince-Reaktion, die bei einem Nitrilgruppen-
substituierten Olefin durchgeführt wird, ist bisher .
jedoch nicht bekannt geworden und noch weniger kann man der Literatur entnehmen, dass ein 4-Alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitril
erhalten werden kann, wenn man ein solches spezifisches Olefin der Prince-Reaktion
unterwirft.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der
Verbindungen der Formel (I) wird nachfolgend ausführlich beschrieben.
10
10
Das verwendete 3-Alkoxy-2-propennitril hat.die allgemeine
Formel
RO-CH=CH-CN 15 ■
(worin R eine Niedrigalkylgruppe, wie Methyl, Ethyl,
·' Propyl, Butyl, etc., bedeutet).
Beispiele hierfür sind 3-Methoxy-2-propennitril, . 3-Ethoxy-2-propennitril, 3-n(oder i)-Propoxy-2-propennitril,
3-n(i, sek oder tert)-Butoxy-2-propennitril und dergleichen.
Als Formaldehyd kann man jede Verbindung verwenden, die im Reaktionssystem Formaldehyd bildet, z.B.
Paraformaldehyd, Trioxan, Tetroxan, Polyoxymethylen, Methylair Methylendiacetat und dergleichen.
Der Formaldehyd wird in einer Menge (berechnet als . Aldehyd) von 1 bis 20 Molen, vorzugsweise 2 bis 10
Molen; bezogen auf 1 Mol 3-Alkoxy-2-propennitril, verwendet.
Oi. . υ J 0
Der Katalysator ist nicht besonders beschränkt, jedoch muss es ein saurer Katalysator sein.
Typische Beispiele für saure Katalysatoren sind Lewis-Säure-Katalysatoren, wie AlCl3, BF-,
BF3-(C2H5J2O, BF3-(CH3COOH)2, BF3-(CH3OH)2,
BF3-(ZqVOH)2, BF3-C2H5NH2, FeCl3, FeCl3, ZnCl3,
SnCl2, CuCl2, CuCl, TiCl4 und TiCl3; ein Mineralsäurekatalysator,
wie H3SO4, HCl oder H3PO4; ein fester
Säurekatalysator, wie ein Tonmineral, Siliziumdioxid-Aluminiumdioxid, Siliziumdioxid-Bordioxid, Siliziumdioxid-Magnesiumdioxid,
eine verfestigte Säure, ein Kationenaustauschharz, Sulfat, Phosphat und Heteropolysäuren
und dergleichen.
Von diesen Katalysatoren werden Bortrifluorid und dessen Komplexsalze besonders bevorzugt, weil sie
das erwünschte erfindungsgemässe Produkt in hohen Ausbeuten und mit grosser Selekttivität ergeben. Insbesondere
kann man. sehr viel höhere Ausbeuten und Selektivitäten erzielen, wenn man die Umsetzung in
einem aprotischen Lösungsmittel in Gegenwart von Bortrifluorid oder dessen Komplexsalz als Katalysator
und unter Verwendung von Formaldehyd in gasför-
25 migem Zustand durchführt.
Setzt sich der saure Katalysator aus einer Lewis-Säure oder einer Mineralsäure zusammen, so kann er in einer
Menge von 0,001 bis 10 Molen, vorzugsweise 0,01 bis 5 Molen, bezogen auf 1 Mol des 3-Alkoxy-2-propennitrils,
verwendet werden. Ist der verwendete Säurekatalysator
eine feste Säure, so wird er in einer Menge von 0,01 bis 10 Gew.-Teilen, vorzugsweise 0,05 bis 5 Gew.-Teilen,
bezogen auf 1 Gew.-Teil des 3-Alkoxy-2-propennitrils, verwendet. Verwendet man den sauren Katalysator
in einer geringeren als der oben erwähnten untersten Menge, so verläuft die Umsetzung zu langsam
und wird der Katalysator oberhalb der vorerwähnten höchsten Menge eingesetzt, dann erhöht sich die Menge
der gebildeten Nebenprodukte.
Die erfindungsgemässe Umsetzung wird entweder in der
Gasphase oder in der Flüssigphase durchgeführt und sie kann sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich
(in einem Fliesssystem) durchgeführt werden.
Wird die Umsetzung in der Flüssigphase vorgenommen, so kann sie ohne jedes Lösungsmittel durchgeführt
werden. Um jedoch die Umsetzung leichter ablaufen zu lassen, kann es vorteilhaft sein, ein· Lösungsmittel
zu verwenden. Geeignete Lösungsmittel sind beispielsweise ethergruppenhaltige Lösungsmittel-, wie Dioxan,
Tetrahydrofuran, Dimethoxyethan, Diethylether, Diisopropylether
und Dibutylether, oder Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol, Hexan, Heptan,
Cyclohexan, Cycloheptan, Tetrahyd'ronaphthalin, Decahydronaphthalin
und Nitrobenzol oder halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid, Chloroform,
Tetrachlorkohlenstoff und 1,2-Dichlorethan. Auch • nitrilgruppenhaltige Lösungsmittel, wie Acetonitril,
Propionitril und Benzonitril, oder organische säuregruppenhaltige
Lösungsmittel und deren Ester, wie
- 10 -
Essigsäure, Propionsäure, Methylacetat, Ethylacetat und· Butylacetat, oder Alkohole, wie Methanol·, Ethanol,
Pr.opanoi und Butanol, sowie auch Wasser sind geeignete Lösungsmittel.
'.
'.
Als aprotisches Lösungsmittel, das vorzugsweise in Kombination mit Bortrifluorid oder eines Komplexsalzes
davon als Katalysator verwendet wird, kommt beispielsweise ein ethergruppenhaltiges Lösungsmittel,
ein kohlenwasserstoffgruppenhaltiges Lösungsmittel, ein halogenkohienwasserstoffgruppenhaltiges Lösungsmittel,
ein nitrilgruppenhaltiges Lösungsmittel oder ein estergruppenhaltiges- Lösungsmittel der vorerwähnten
Art in Frage.
15" . .
Dieses Lösungsmittel wird vorzugsweise in einer Menge . von 5 bis 100 Gew.-Teilen, bezogen auf 1 Gew.-Teil
3-Alkoxy-2-propennitril, angewendet. Liegt die Lösungsmittelmenge unterhalb der vorerwähnten untersten
Grenze, so kann die Ausbeute an dem erwünschten Produkt abnehmen. Liegt sie oberhalb der vorerwähnten Höchstgrenze,
so erhöht sich die Menge des. wiederzugewinnenden Lösungsmittels und diese Wiedergewinnung ist
technisch unökonomisch, wobei jedoch die Ausbeute an dem gewünschten Produkt nicht nachteilig beeinflusst
wird.
Verwendet man Formaldehydgas als Ausgangsmaterial, so kann das Verfahren beispielsweise in der nachfolgenden
Weise durchgeführt werden:
- 11
■ 3210068
Nachdem man Formaldehydgas in gasabsorbierendes Lösungsmittel eingeleitet hat, gibt man den Katalysator
und das 3-Alkoxy-2-propennitril zu. Alternativ kann man auch den Katalysator zunächst in dem
Lösungsmittel vorlegen und dann bläst man Formaldehydgas in das Lösungsmittel und dann gibt man 3-Alkoxy-2-propennitril
hinzu. Eine weitere Alternative ' . besteht darin, dass man das 3-Alkoxy-2-propennitril
in dem Lösungsmittel löst und dann den Katalysator zugibt und anschliessend Formaldehydgas eiribläst.
Die Umsetzung kann bei einer Temperatur von -20 bis 3000C, vorzugsweise 0 bis 2500C, unter Normaldruck
oder erhöhtem Druck während 1 bis 24 Stunden 1S erfolgen. Die Isolierung und Reinigung des gewünschten
Produktes kann erfolgen, indem man wahlweise geeignete Verfahren anwendet, z.B. Filtrieren, Extrahieren
oder Destillieren.
Die Erfindung wird ausführlich in den nachfolgenden Beispielen und dem Referenzbeispiel beschrieben.
25 ■ Beispiel 1
In einem 500 ml-Kolben, der mit einem Thermometer
und einem Kalziumchloridrohr ausgerüstet war, wurden 8,31 g (100 mnol) 3-Methoxy-2-propennitril und 300-g
' Dioxan (Lösungsmittel) vorgelegt und dann wurden 13,3 g (100 mmol) AlCl3 zu der Mischung unter Rühren bei
- 12 -
einer Temperatur von 15°C gegeben. Nach Zugabe von
7,51 g (250 mmol) p-Formaldehyd bei der gleichen Temperatur
wurde die Umsetzung 18 Stunden bei 25°C durchgeführt. Nachdem man das Reaktionsgemisch in
300 ml Eiswasser gegossen hatte, wurde die Mischung dreimal mit 200 ml Ethylether extrahiert. Der Extrakt
wurde mit einer gesättigten Kochsalzlösung gewaschen und dann über Natriumsulfat getrocknet. Nach dem
.Abfiltrieren des Natriumsulfats wurde das Eiltrat unter■vermindertem Druck destilliert, wobei man
6,58 g einer farblosen Flüssigkeit mit dem Siedepunkt 85 bis 87°C (bei 5 mmHg) erhielt.
Aus den NMR-, IR-, MS-Daten und der Elementaranalyse
wurde das Produkt als 4-Methoxy-1,3-dioxan-5-carbonitril
identifiziert.
20 Beispiele 2 bis 23
In einem mit einem Thermometer und einem Kalziumchloridrohr ausgerüsteten 50 ml-Kolben wurden 0,831 g
(10 mmol) 3-Methoxy-2-propennitril in einer vorbe-. stimmten Menge eines Lösungsmittels vorgelegt und
dazu wurde der nachfolgend angegebene Katalysator unter Rühren bei einer Temperatur von 15°C gegeben.
Anschliessend wurde die Umsetzung nach Zugabe einer vorbestimmten Menge des jeweils angegebenen Aldehyds
- 13 -
218068
bei der gleichen Temperatur während einer vorbestimmten Zeit und einer vorbestimmten Temperatur durchgeführt.
Das Reaktionsgemisch wurde gaschromatografisch untersucht und dabei die Umwandlung des Ausgangs-3-Methoxy-2-propennitrils
und die Selektivität zur Bildung von 4-Methoxy-1r3-dioxari-5-carbonitril untersucht
. .
Die Reaktionsbedingungen und die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
- 14 -
| Beispiel | Katalysator | Menge (minol) |
Lösungsmittel | Menge (g) |
Aldehyd | Menge (mmol) |
Reaktion | Zeit (h) |
Umwandlung des Aus- gangs-3- Methoxy-2- propen- nitrils(%) |
Selektivität zur .Bildung von 4->tethoxy- 1,3-dioxan-5- carbonitril (%) |
| 2 | Art | . 3 | Art | 15 | Art | 25 | Temp. (0C). . |
5 | 100 | 65 |
| 3 | BF3* (C2Hs)2O | 10 | Dioxan | 10 | Paraform aldehyd |
Il | 60 | 18 | Il | 40 |
| 4 | AiICA3 | Il |
Aceto
nitril |
20 | Il | 30 | 25 | 12 | 95 | 30 |
| 5 | η | Il |
Methy
len Chlorid |
30 | Il | 25 | » | 18 | 95 | 55 |
| 6 | Il | Il | Dioxan | 5 | Tetraoxan | Il | Il | 6 | 97 | 33 |
| 7 | Il | Il | Il | 30 |
Polyoxy-
methylen |
33 | Il | 4 | 96 | 40 |
| 8 | Il | 3 | Il | 15 |
Form
aldehyd |
25 | Il | 6 | 100 ■ | 49 |
| 9 | BF3-(C2Hg)2O | Il | Il | 30 |
Paraform-
aldehyd |
Il | 80 | 3 | 98 | 74 |
| Il | Il | Il | 60 |
r-o· co
| Fortsetzung Tabelle | BF3-(C2Hs)2O | 5 1 | 3 | Dioxan | 50 | Paraform- aldehyd |
25 | 60 | 9 | 94 | 82 |
| 10 | Il | Il | It | • 15 | It | 15 | Il | 6 | 86 | 52 | |
| 11 | Il | Il | Il | Il | Il | 50 | ti .. | 3 | 96. | 57 | |
| 12 | Il | 1 | Il | Il | Il | 25 | Il | 2,5 | '85 | 54 | |
| 13 | Il | Il | ti | 30 | Il | ti | Il . | 10 | .84 | 61 | |
| 14 | Il | Il | It | 50 | It | It | Il | 6 | 89 | 76 | |
| 15 | Il | 0,5 | Il | 30 | It | Il | ti | 20 | 87 | 63 | |
| 16 | Il | 1 | xylen | Il | Il | 80 | 2 | 85 | 45 | ||
| 17 | It | 11 | Dimethoxy- ethan |
Il | H | Il | 60 | 4 | .43 | 48 | |
| 18 | Il | 1,5 | Ethyl acetat' |
Il | Il | 20 | 65 | 11 | 99 | 76 | |
| 19 | BF3- (CH3COOH)2 | 3,0 | Dioxan | It | Il | 25 | 60 | 3 | 97 | . 77 | |
| 20 |
σι ι
co
CJ)
GO
Fortsetzung Tabelle 1
| 21 | BF3-(CH3COOH)2 | I5O | Essig säure |
30 | Paraform- aldehyd |
25 | 60 | 9 | 91 | 48 |
| 22 | SnCjI4 | 5 | Aceto nitril · |
10 | II. | Il | 25 | 10 | 90 | 30 |
| 23 | SnCS, 2 | ir | Essig säure |
15 | It | Il | 70 | 4,5 | 85 | 32 |
- 17 -
In der gleichen Reaktionsvorrichtung wie in Beispiel
1 wurden 12,5 g (100 mmol) 3-n-Butoxy-2-propennitril
und 300 g Dioxan als Lösungsmittel vorgelegt und unter Rühren wurden' der Mischung bei einer Temperatur
von 15°C 2,13 g (15 mmol) BF3-(C2Hg)2O zugegeben.
Anschliessend wurden bei der gleichen Temperatur 7,51 g (250 mmol) p-Formaldehyd zugegeben und dann
.wurde die Umsetzung bei 6O0C während 6 Stunden durchgeführt.
Das Reaktionsgemisch, wurde auf Raumtemperatur gekühlt und dazu wurden 10,6 g (100 mmol) trockenes
Natriumkarbonat.gegeben. Nach 3-stündigem Rühren
bei Raumtemperatur wurde filtriert und das Filtrat wurde unter vermindertem Druck destilliert, wobei
man 11,0· g einer farblosen Flüssigkeit mit dem Siedepunkt 108 bis 1100C (bei 5 mmHg) erhielt. Aus den
NMR-, IR- und MS-Daten und aus der Elementaranalyse wurde"das Produkt als· 4-n-Butoxy-1,3-dioxan-5-carbo-
20 · nitril identifiziert.
Beispiele für neue 4-Alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitrile
der. vorliegenden Erfindung, die nach den vorerwähnten Beispielen hergestellt wurden, werden in der nachfolgenden
Tabelle 2 gezeigt.
- 18 -
| Verbindung Nr. |
Chemische Bezeichnung | Strukturformel | Siedepunkt |
| 1 | 4-Methöxy-l,3-dioxan -5- ' carbonitril |
CH-Cv .^CN J>CH-CiL <CH2-O>H^ |
85 - 87°C/5ramHg |
| 2 | 4-Ethoxy-l,3-dioxan -5- carbonitril |
c^°>-<! <CH2-O>H^ |
77 - 79°C/l,2itunHg |
| 3 | 4-n-Propoxy-l>'3-dioxan~ 5-carbonitril |
n-C,H_CL Λ1Ν 0 ' ^CH-CH>. N=H2-O^ |
98 - 100°C/3mmHg . |
| 4 | 4-n- Butoxy-1,3-diöxan- 5-carboni tr.il |
. 0C2-O^ | 108 - 110°C/5 iranHg |
co co ■
? 2 ί C Q 6
- 19 -
In einem 300 ml-Kolben, der mit einem Thermometer,
einem Kalziumchloridrohr, einem-Gaseinleitungsrohr und einem Tropftrichter ausgerüstet war, wurden-
200 g Ethylacetat vorgelegt und dann wurden 4,50 g
(150 mmol) Formaldehydgas eingeblasen und in dem Lösungsmittel absorbiert und anschliessend wurden
.0,85 g (6 mmol) BF3-(C2Hr)-O zugegeben. Nach Erwärmen
der Mischung auf 60°C wurde eine Lösung, die erhalten worden war durch Auflösen von 5,00 g (60 mmol)
3-Methoxy-2-propennitril in 20 g Ethylacetat tropfenweise bei.einer Temperatur von 60°C während 2 Stunden
.zugegeben. ·
15
15
" Nach weiterem 2-stündigen Rühren bei 600C-wurde das
erhaltene Gemisch einer quantitativen Analyse durch Gaschromatografie unterworfen. . '
20 ' .
Beispiel 25 wurde wiederholt, wobei jedoch die Mengen
an Ethylacetat 130 g und an BF3-(C2H5)2O 0,43 g
• (3 mmol) betrugen.
- 20 -
■ . ■ 2218068
- 20 -
Beispiel 26 wurde wiederholt, wobei jedoch die Menge an zugegebenem Ethylacetat auf 80 g verändert wurde.·
5
Beispiel 26 wurde wiederholt, wobei jedoch BP3-(CH3COOH)2
als Katalysator in einer Menge von 0,056 g (3 mmdl)
verwendet wurde.
Beispiel· 26 wurde wiederho.lt, wobei jedoch BF3^(CH3OH)2
als Katalysator in einer Menge von 0,40 g (3 mmol) ver-0
wendet wurde.
Die Ergebnisse der Beispieie 25. bis 29 werden in der
nachfolgenden Tabelle 3 gezeigt.
25 ·
- 21 -
| Gesamtmenge des Lösungs mittels (Ethylacetat) (g) . . |
Art des Kata- · lysators und verwendete Menge (g) |
Aldehyd-Ausgangs material |
Umwandlung des verwen deten 3- Methoxy-2- .propennitril (%)' |
Selektivität zur Bildung von 4-Methöxy~ 1,3-dioxan-S- ' carbonitril(%) |
|
| 220 | BF3- (C2H5T2O 0,85 |
Formaldehydgas. | 100 | • 91,5 | |
| 150 . | Il ■ 0,43 |
Il | .98,5 | 95,3 | |
| 100 | Il : "; |
Il | 94,5 | 90,3 | |
| 150 | BF3-(GH3COOH)2 0,56 |
Il | 97,1 | 93,6 | |
| BF3-(CH3OH)2 0?40 |
It | 99,0 | 91,7 | ||
| 25 | |||||
| 26 | |||||
| 27 | |||||
| 28 | |||||
| 29 |
η η Γ η OUbO
η η Γ η OUbO
-■ 22 -
In einen 300 ml~Kolben, der mit einem Thermometer, mit einem mit einem Kalziumchloridrohr ausgerüsteten
Rückflusskühler, einem Gaseinlassrohr und einem Tropftrichter versehen war, wurden 130 g Dioxan vorgelegt.
Dann wurden 4,50 g>(150 mmol) Formaldehydgas
bei Raumtemperatur eingeblasen und absorbiert und anschliessend. wurden 0,43 g (3 mmol) BF · (C„H5) 0
zugegeben. Nach Erwärmen der Mischung auf 600C wurde
eine Lösung während 2 Stunden bei 600C zugetropft,
die hergestellt worden war, indem man 5,83 g (60 mmol)
3-Ethoxy-2-propennitril in 20 g Dioxan auflöste.
Nach 2-stündigem Rühren bei 600C wurde die Reaktionsmischung
quantitativ durch Gaschromatografie analysiert. Es wurde eine Umwandlung des 3-Ethoxy-2-propennitrils
von 93,3 % festgestellt und 4-Ethoxy-1,3-dioxan-5-carbonitril
wurde mit einer Selektivität von 91,0 %
20 gebildet.
Beispiel 31 '
25 .
Das Beispiel' 30 wurde wiederholt, wobei jedoch anstelle
von Dioxan Acetonitril verwendet wurde und anstelle von 3-Ethoxy-2-propennitril 7,50 g (60 mmol) 3-n-Butoxy-2-propennitril.
30 ·
Die Umwandlung des 3-n-Butoxy-2-propennitrils betrug
- 23 -
/1 ! υ U b
90,2 % und 4-n-Butoxy-1,3-dioxan-5-carbonitril wurde
mit einer Selektivität von 91,8 % gebildet.
Beispiel 25 wurde wiederholt, wobei jedoch anstelle von Ethylacetat Methylenchlorid verwendet wurde und
die Reaktionstemperatur bei 400C gehalten wurde. Es wurde eine Lösung von 3~Methoxy-2-propennitril in
Methylenchlorid während 4 Stunden zugegeben und die Mischung wurde 8 Stunden gerührt.
Methylenchlorid während 4 Stunden zugegeben und die Mischung wurde 8 Stunden gerührt.
Die Umwandlung des 3-Methoxy-2-propennitrils betrug
84,9 % und 4-Methoxy-1,S-dioxan-S-cärbonitril wurde
mit einer Selektivität von 95,7 % gebildet.
In der gleichen Vorrichtung wie in Beispiel 25 wurde eine Lösung vorgelegt, die erhalten worden war
durch Auflösen von 0,20 g (3 mmoU ) BF3 in 200 g
durch Auflösen von 0,20 g (3 mmoU ) BF3 in 200 g
Ethylacetat. Dazu wurden bei Raumtemperatur 4,50 g
(150 mmol) Formaldehydgas eingeblasen.
(150 mmol) Formaldehydgas eingeblasen.
Nach Erwärmen der Mischung auf 6O0C wurde eine Lösung
bei 6O0C während 2 Stunden zugegeben, die hergestellt
worden war, indem man 5,00 g (60 mmol) 3-Methoxy-2-propennitril in 20 g Ethylacetat gelöst hatte. Nach
- 24 -
2-stündigem Rühren bei 600C wurde das Reaktionsgemisch
gaschromatografisch quantitativ analysiert.
Es wurde festgestellt, dass die Umwandlung des 3-Methoxy-2-propennitrils
96,3 % betrug und das 4-Methoxy-1,S-dioxan-S-carbonitril
mit einer Selektivität von 93,1 % gebildet worden war.
Anschliessend wird in einem Referenzbeispiel die Herstellung eines Propannitrils beschrieben, das als
Ausgangsmaterial bei der Synthese von Vitamin B1 aus
4-Alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitril gemäss der vorliegenden
Erfindung erhalten wird. ■
In einen 50 ml-Kolben, der mit einem Rückflusskühler
ausgerüstet warr wurde eine Lösung aus 2,58 g (25 mmol)
konzentrierte Schwefelsäure in 8,0 g (250 mmol) Methanol, 1,43 g (10 mmol) 4-Methoxy-1,3-dioxan-5-carbonitril
und 16 g Dioxan (Lösungsmittel) zugegeben und die Umsetzung wurde unter Rückfluss während 6 Stunden und
unter Rühren der Mischung durchgeführt. .
Die Umwandlung des 4-Methoxy-1,3-dioxan-5-carbonitrils
war 100 % und man erhielt 2-Dimethyloxymethyl-3-methoxypropannitril,
2-Methoxymethylen-3-methoxypropannitril bzw. 2-Methylen-3,3-dimethoxy-propannitril in
Selektivitäten von 64,1 %, 14,9 % bzw. 12,3 %.
Claims (12)
1.) 4-Alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitrile der allgemeinen
Formel
R<\
worin R eine Niedrigalkylgruppe bedeutet.
2. 4-Alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitrile gemäss Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet , dass R eine Methylgruppe, eine Ethy!gruppe,
<L IUJUO
eine n-Propylgruppe, eine Isopropy!gruppe, eine
n-Butilgruppe, eine Isobutylgruppe, eine sek-Butylgruppe
oder eine tert-Butylgruppe bedeutet.
3. Verfahren zur Herstellung von 4-Alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitrilen
der allgemeinen Formel
RO
JCN JCH-CH^
10 N.
XCH
worin R eine Niedrigalkylgruppe bedeutet,' gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet ,
dass man ein 3-Alkoxy-2-propennitril der allgemeinen
Formel
• . RO-CH=CH-CN
worin .R die vorher angegebene Bedeutung hat, mit einem Formaldehyd in Gegenwart eines sauren Katalysators
umsetzt.
4.. Verfahren gemäss Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass man die Umsetzung in . einem aprotischen Lösungsmittel in Gegenwart von
Bortrifiuorid oder eines Komplexsalzes davon als Katalysator, unter Verwendung- von Formaldehyd
in gasförmigem Zustand durchführt.
30
5. Verfahren gemäss Ansprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet , dass man den
Formaldehyd in einer Menge von 1 bis 20 Molen Aldehyd, bezogen auf 1 Mol 3-Alkoxy-2-propennitril,
anwendet.
6. Verfahren gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man den Formaldehyd in
einer Menge von 2 bis 10 Molen Aldehyd, bezogen auf 1 Mol 3-Alkoxy-2-propennitril, anwendet.
7. Verfahren gemäss Ansprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichne, t , dass man den Katalysator
in einer Menge von 0,001 bis 10 Molen, bezogen auf 1 Mol des 3-Alkoxy-2-propennitrils,
in den Fällen, in denen der Katalysator eine Lewis-Säure oder eine Mineralsäure ist, anwendet.
8. Verfahren gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man den Katalysator in
. einer Menge von 0,01 bis 5 Molen, bezogen auf
1 Mol 3-Alkoxy-2-propennitril, anwendet.
9. Verfahren gemäss Ansprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet , dass man den Katalysator
in einer Menge von 0,01 bis 10 Gew.Teilen,
· bezogen auf 1 Gew.-Teil des 3-Alkoxy-2-propennitrils,
in den Fällen, in denen der Katalysator eine feste Säure ist, anwendet.
10.- Verfahren gemäss Anspruch 9, dadurch g e k e η η zeichnet,
dass man den Katalysator in einer Menge von 0,05 bis 5 Gew.-Teilen, bezogen
3212063
auf 1 Gew.-Teil 3-Alkoxy-2-propennitril/ anwendet.
11. Verfahren gemäss Ansprüchen 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei einer Temperatur von -20 bis 3000C
durchführt.
durchführt.
12. Verfahren gemäss Anspruch 11, dadurch g e -
kennzeichnet, dass man die Umsetzung
bei einer Temperatur von 0 bis 250°C durchführt.
Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
| JP7419481A JPS6052748B2 (ja) | 1981-05-19 | 1981-05-19 | 4−アルコキシ−1,3−ジオキサン−5−カルボニトリル類の製法 |
| JP15381481A JPS6053030B2 (ja) | 1981-09-30 | 1981-09-30 | 4−アルコキシ−1,3−ジオキサン−5−カルボニトリル類 |
| JP16098681A JPS5865288A (ja) | 1981-10-12 | 1981-10-12 | 4−アルコキシ−1,3−ジオキサン−5−カルポニトリル類の製法 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3218068C2 DE3218068C2 (de) | 1988-12-01 |
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ID=27301435
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823218068 Granted DE3218068A1 (de) | 1981-05-19 | 1982-05-13 | 4-alkoxy-1,3-dioxan-5-carbonitrile und verfahren zu deren herstellung |
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1982
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|---|
| NICHTS-ERMITTELT * |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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